3 Tipps, wie du mit Konflikten unter Mitarbeitern umgehst

Mitarbeiterkonflikt: Ein Streit zwischen zwei Mitarbeitern.
3 Tipps, wie du mit Konflikten unter Mitarbeitern umgehst - Foto: © Olena - stock.adobe.com

Jeder Personalverantwortliche kennt sie und wird immer wieder damit konfrontiert: Probleme und Konflikte unter Mitarbeitern, die so weit gehen, dass die Stimmung und die Performance einer ganzen Abteilung leiden. Wie du als Personalverantwortlicher mit Konflikten besser umgehen kannst, erfährst du jetzt.

PersonalleiterInnen haben es schwer, vor allem dann, wenn es um Konflikte geht. Objektivität ist gefragt, aber nicht immer leicht umzusetzen. Verschiedene Sichtweisen von einzelnen Personen und immer wiederkehrende Konflikte bringen dich zur Verzweiflung? Fakt ist: Durch Konflikte und Probleme wird die Leistung aller Beteiligten geschwächt. Meist sind nicht nur zwei Personen an einem Konflikt beteiligt, weil jeder dazu neigt, weitere in den Konflikt hineinzuziehen. Nach dem Motto: “Gemeinsam sind wir stärker”.

Wer ist das Problem? – Motive für unbewusstes Handeln

An einem gewissen Punkt kommt es dazu, dass der Erfolg einer Abteilung oder eines ganzen Unternehmens gefährdet sein kann. Daher ist es wichtig, den wahren Verursacher für den Konflikt zu finden. Oftmals befinden sich Konfliktauslöser auch in Führungspositionen, dann ist rasches Handeln gefragt, denn je höher die Position, desto größer der Schaden für das Unternehmen.

Menschen entscheiden und handeln meist unbewusst. Ein Beispiel: Eine Mitarbeiterin, die immer wieder für Unruhe sorgt, weil sie, obwohl es ihrer Position nicht entspricht, ihren Kollegen Vorschriften macht und sie damit von der Arbeit ablenkt und verärgert. Dieses Verhalten kann auf ein Aufmerksamkeitsdefizit zurückzuführen sein und führt zu Konflikten mit Kollegen, die sich nicht bevormunden lassen wollen. Es kommt zu offenen Auseinandersetzungen oder heimlichen Unterredungen. Alle Beteiligten sind dadurch belastet. Das ist jedoch nur ein harmloses Beispiel.

Zeit für Klarheit und Entscheidungen

Mangelt es an Zeit oder Energie, um sich mit Problemen im Personal intensiv auseinanderzusetzen, ist es wichtig, das Thema in professionelle Hände zu geben. Die meisten Personalkonflikte lassen sich leider nicht “aussitzen” und erledigen sich erfahrungsgemäß in 95 % der Fälle nicht von selbst. Im Gegenteil, sie werden wie von selbst eher größer. Die gute Nachricht ist, dass es Wege gibt, auf eine anonyme und unauffällige Weise den Problemverursacher zu finden und Lösungen zu finden, ohne Unruhe im Personal auszulösen.

Was kannst du tun?

Tipp 1: Erwarte nicht, dass ein größerer Konflikt von den Betroffenen gelöst wird

Zwei MitarbeiterInnen sitzen in deinem Büro vor dir oder gemeinsam in einem Online-Call und du sagst: “Ich erwarte von euch, dass ihr das bereinigt“ oder “Ich gehe davon aus, dass ihr beide das Problem löst”. Wenn die betroffenen Personen das könnten, würde es den Konflikt nicht lange geben. Gehe also nie davon aus, dass MitarbeiterInnen das alleine können. Auch wenn eine Aussprache erfolgt, in den wenigsten Fällen führt diese zu dauerhaften Frieden. Finde den wahren Verursacher oder gib das Problem in professionelle Hände.

Tipp 2: Frage niemals Menschen um Rat, die sich im Unternehmen hierarchisch unter dir befinden

Freundschaften in Unternehmen sind nichts Ungewöhnliches und grundsätzlich etwas sehr Positives. Wenn es jedoch darum geht, sich Rat zu holen, ist es wichtig, dass du niemals (wenn es um Personalkonflikte geht) bei Menschen Rat suchst, die im Unternehmen unter dir stehen. Denn diese sind nicht objektiv und werden dir keine Hilfe sein. Frage am besten Menschen, die deinem Unternehmen nicht angehören.

Tipp 3: Mindset für Personalverantwortliche

In einem Unternehmen prallen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander, die hauptsächlich vom Unterbewusstsein gesteuert werden. Manchmal sind die Auswirkungen auf ein Unternehmen so massiv, dass eine Kündigung der betreffenden Person unausweichlich ist. Dies mag hart klingen und manche mögen sagen, dass dies eine unmenschliche Vorgehensweise ist. Frage dich selbst: Was hat oberste Priorität? Das große Ganze, das Unternehmen oder eine einzelne Person. Als Personalverantwortlicher, Geschäftsführer und Manager steht für dich immer das große Ganze an erster Stelle und das ist gut so.

Am Ende des Tages ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich und auch dafür, selbst an seinen Schwächen zu arbeiten, unabhängig davon, in welcher Position er oder sie sich befindet.

Fazit

Falsches Personal kostet viel Geld und der nicht mit Geld bemessene Schaden ist oft eine undefinierte Summe, ein Schaden, den sich heute kaum ein Unternehmen mehr leisten kann. Bedenke: An der Oberfläche zu bleiben und Konflikte vor sich herzuschieben oder zu übergehen, kann eine kurzfristige, aber niemals dauerhafte Lösung sein. Daher lohnt sich der Blick hinter die Kulissen von Mitarbeitern für alle UnternehmerInnen, auch für dich.

Petra M. Müller
Petra M. M. ist CEO vonpersonality screening for business. Sie und ihr Team befassen sich seit vielen Jahren mit dem Thema Personal. Jeder in Petra´s Team war selbst in einer Führungsposition und damit für MitarbeiterInnen verantwortlich. Daher stehen praxisorientierte Lösungen für Personalchefs an erster Stelle.

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