Modernes Recruiting mit Imagefilmen – Regisseur zeigt, wie Firmen diesen Trend nutzen können

Modernes Recruiting mit Imagefilmen – Regisseur zeigt, wie Firmen diesen Trend nutzen können - Quelle: © NicoElNino - stock.adobe.com

Klassische Stellenanzeigen werden in Zeiten der Digitalisierung kaum noch genutzt. Wer heutzutage neue Fachkräfte für sich gewinnen möchte, muss moderner denken. In der Praxis bedeutet das oftmals den Umstieg auf digitale Medien. Ein hervorragendes Tool sind Imagefilme: Die kurzen Clips haben sich bei der Eigenwerbung oder Mitarbeitergewinnung bereits bei vielen Unternehmen als sehr wertvoll erwiesen.

Aber gut gedacht ist nicht automatisch auch gut gemacht, sagt Julian Schneider. Denn auch bei der Erstellung von Imagefilmen gilt es einige wichtige Erfolgskriterien zu beachten. Welche das sind, verrät der Regisseur und Drehbuchautor in diesem Beitrag anhand von sechs Tipps.

1. Alleinstellungsmerkmale statt Floskeln

Das Recruiting ähnelt sich in vielen Firmen. Nicht zuletzt liegt das daran, dass sie in ihren Stellenanzeigen häufig nichtssagende Floskeln wie “dynamisches Team”, “Weiterbildungsmöglichkeiten” oder “innovatives Unternehmen” verwenden. Dadurch gelingt es kaum einer Firma, sich von der anderen zu unterscheiden und auf Alleinstellungsmerkmale hinzuweisen.

Genau das ist jedoch wichtig, um von potenziellen Bewerbenden als attraktives Unternehmen wahrgenommen zu werden. Durch einen aussagekräftigen und authentischen Imagefilm, in dem sich die Firma vorstellt, aber ebenso anspricht, welche Perspektiven sie der Fachkraft bietet, kann eine derartige Unterscheidung von Wettbewerbenden erfolgreich gelingen.

2. Mitarbeitende einbeziehen

Sicherlich ist es nicht verkehrt, wenn sich die Geschäftsführung in dem Video kurz vorstellt. Anschließend sollten jedoch immer auch die Mitarbeitenden zu Wort kommen, indem sie aus ihrem Arbeitsalltag berichten, die unterschiedlichen Bereiche des Betriebes darstellen und dem Bewerbenden zeigen, in welchem Team er tätig sein könnte. So kann beim Bewerbenden ein Identifikationsgefühl ausgelöst werden. Übrigens muss es dabei nicht professionell zugehen: Kleine Mängel wirken authentisch und sympathisch.

3. Der Blick über den Tellerrand

Der Imagefilm hat sich längst etabliert. Damit sollte für Unternehmen genügend Anschauungsmaterial bei Mitbewerbenden vorhanden sein, um sich inspirieren zu lassen. Auf diese Weise gelingt es sogar, kurze Einblicke bei der Konkurrenz zu erhalten: Wie gestalten andere Firmen ihre Videos, auf welche Alleinstellungsmerkmale weisen sie hin und welche Vorteile bieten sie dem Bewerbenden? Daraus können wichtige Erkenntnisse gezogen werden, die für das eigene Recruiting genutzt werden können.

4. Klare Vorteile kommunizieren

Zudem gilt es, selbst ein klares Konzept für die Gewinnung neuer Mitarbeitende zu erstellen: Wie gelingt es dem Unternehmen, sich als erstklassiger ArbeitgeberIn zu präsentieren? Eine Frage, die vor dem Erstellen des Imagefilms beantwortet werden muss. In dem Clip sollte erwähnt werden, warum dieser Betrieb die erste Adresse für wechselwillige Fachkräfte ist. Den Bewerbenden müssen unschlagbare Argumente geboten werden, die attraktiv wirken und die ihm eine Perspektive aufzeigen.

5. Professionelle Unterstützung holen

Zugegeben, ein Videodreh ist heute keine allzu schwere Aufgabe mehr – die Handykamera leistet dafür wertvolle Dienste. Wer sich diese Aufgabe aber nicht zutraut oder wem dafür die Zeit fehlt, der darf sich professionelle Hilfe holen. Egal, ob es sich dabei um einen Mitarbeitenden handelt, der in diesem Bereich schon Erfahrungen gesammelt hat – oder ob eine Firma engagiert wird, die über genügend Know-how verfügt.

6. Wünsche und Bedürfnisse erkennen

Ein guter Imagefilm zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass er die Wünsche und Bedürfnisse der Bewerbenden gezielt anspricht. Daher ist es wichtig, seine Bewerbende im ersten Schritt kennenzulernen und zu verstehen. Was also könnten mögliche Probleme im Arbeitsalltag einer Fachkraft sein – und wie hilft der Betrieb dabei, diese zu lösen? Heute steht das Gehalt nicht mehr im Vordergrund. Vielmehr erwarten die Bewerbende, dass die potenziellen Arbeitgebende gezielt auf ihre Bedürfnisse eingehen.

Dennis Keller
Dennis Keller ist zusammen mit Julian Schneider und Steffen Weßler Gründer und Geschäftsführer der proMOTION pictures KWS GmbH. Die Marketingexperten sorgen mit professionellen Videos dafür, dass die Produkte und Dienstleistungen ihrer Kunden für den Betrachter unvergesslich werden.

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