Willst du loyale Mitarbeiter? Sei ein Coach, kein Chef

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Willst du loyale Mitarbeiter? Sei ein Coach, kein Chef
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Hattest du auch bereits eine schwierige Führungskraft, welche dir jeden Tag Angst vor der Arbeit machte? Dabei sollte eine Führungskraft auch ein Coach sein. Die Realität sieht jedoch anders aus: einige überhebliche ManagerInnen zwingen ihre MitarbeiterInnen zur Kündigung, weil sie ihnen die Leidenschaft für die Arbeit nehmen oder stressbedingte Gesundheitsprobleme verursachen.

Obwohl Angst und Einschüchterung nie Teil einer Stellenbeschreibung sind, sind einige der erfolgreichsten UnternehmensführerInnen dafür bekannt, ihre MitarbeiterInnen zu schikanieren und auszunutzen.

Vorgesetzter oder Vorgesetzte zu sein, ist für viele GründerInnen Neuland. Während die meisten UnternehmerInnen instinktiv wissen, wie man innovativ ist und Ideen umsetzt, weiß nicht jeder, wie man Menschen am besten führt. Führungskräfte, denen es an klarer Kommunikation mangelt, fühlen sich möglicherweise überfordert. Mit der Zeit baut sich der Stress auf und selbst gut gemeinte ManagerInnen verlieren die Beherrschung.

Führung zu befehlen und zu kontrollieren ist nicht nur archaisch, sondern auch ineffizient. Menschen können unter Druck und aus Angst vor ihren Führungskräften gute Leistungen erbringen. Jedoch haben Unternehmen, die sich diese Kultur zu eigen machen, eine hohe Fluktuationsrate.

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Der effektivste Weg, ein Team zu führen, besteht darin, jede Person zu coachen und ihr das Gefühl zu geben, geschätzt zu werden. Hebe als Coach hervor, wie die Mitglieder des Teams zum Gesamtbild und zur Vision deines Unternehmens beitragen. MitarbeiterInnen gedeihen, wenn sie wissen, dass sie für etwas Sinnvolles arbeiten.

Du weißt nicht, wo du anfangen sollst? Beginne mit diesen drei Tipps, um dein Team als Coach zu führen.

1. Sei klar und setze Fristen

Führungskräfte müssen ihre Arbeitserwartungen klar und konsequent an ihre MitarbeiterInnen kommunizieren. Vage Aussagen führen zum Scheitern beider Parteien. Gib ein bestimmtes Datum an, wann jedes Projekt fällig ist. Wenn die Zeit knapp wird, solltest du die MitarbeiterInnen die Dringlichkeit der Aufgabe, an der sie arbeiten, wissen lassen.

In den meisten Fällen kündigen MitarbeiterInnen nicht wegen ihres Unternehmens, sondern wegen ihrer Führungskraft.

Eine Führungskraft muss kontinuierlich bewerten, ob ihre MitarbeiterInnen ihre Erwartungen erfüllen. Wenn dies nicht der Fall ist, muss er oder sie die MitarbeiterInnen „coachen“, damit diese erfolgreich sein können.

2. Durchsetzungsvermögen und Freundlichkeit können koexistieren

Eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit verfügt über ein hohes Maß an:

  • Geduld
  • Einfühlungsvermögen
  • emotionaler Intelligenz

Reibungen zwischen einer Führungskraft und einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin können aus schlechter Kommunikation und schlechtem Tonfall resultieren. Direkt und freundlich per E-Mail, Zoom oder persönlich zu sein, fördert den Respekt und die Motivation, gute Arbeit zu leisten. Es ist leicht, um sich zu schlagen, wenn die Dinge nicht so gemacht werden, wie man es möchte.

Die Umleitung des Gesprächs und die Übernahme von Verantwortung kann helfen. Folgende Aussagen und Fragen können sehr hilfreich sein:

  • „Ich hätte das, was ich brauche, besser vermitteln können. Gibt es etwas, was ich tun kann, um zu helfen?“
  • „Lassen Sie mich wissen, wenn Sie Beratung brauchen“
  • „Ich gebe Ihnen gerne Rückmeldung“

Der Aufbau einer ausgewogenen Beziehung ermöglicht es deinen MitarbeiterInnen, sich wohl zu fühlen und selbstbewusst zu fragen, wenn sie eine Anleitung brauchen.

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3. Danksagung für gut gemachte Arbeit und unverzügliches Feedback für Fehler

Denke daran, dass dein Team auf deiner Seite steht. Sie wollen, dass du und dein Unternehmen Erfolg haben und kümmern sich darum, gute Arbeit zu leisten. Lob zu geben, ermutigt und motiviert die MitarbeiterInnen oft.

Die Überprüfung ihrer Fehler und die Diskussion darüber, was ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin hätte besser machen können, wird sie zu Verbesserungen inspirieren. Biete eine Lösung an, indem du konstruktive Kritik mit Tipps und Hilfsmitteln gibst, wie sie die Dinge anders angehen können.

Weise nie auf frühere Fehler hin, die du nie angesprochen hast, wenn du ein Feedbackgespräch führst. Wenn MitarbeiterInnen über ihre lange vergangenen Fehler im Unklaren sind, liegt es an dir als Führungskraft, dass du es liegen lässt. Wenn du es zur Sprache bringst, wird die Person überrumpelt und frustriert sein.

GründerInnen müssen:

  • neue Talente klug rekrutieren
  • ihnen das zahlen, was sie wert sind
  • sie jeden Tag coachen

Die meisten MitarbeiterInnen wollen glänzen. Sei ein Coach und gib ihnen diese Möglichkeit. Wenn man den Menschen das Gefühl gibt, ein Teil des Teams zu sein, und wenn man ein Vorbild ist, schafft man loyale, produktive und glückliche MitarbeiterInnen.

Dieser Artikel wurde auf Englisch von Holly Eve verfasst und am 07. Dezember 2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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