Job Crafting: Gib deinen Tätigkeiten einen Sinn!

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Job Crafting: Gib deinen Tätigkeiten einen Sinn!
© LubosHouska - pixabay.com

Hattest du schon einmal einen Motivationsverlust auf der Arbeit oder das Gefühl, dass dein Job nicht mehr so spannend ist wie früher? Vielleicht liegst du sogar jeden Morgen im Bett und fragst dich, warum zum Teufel du aufwachen solltest und drückst noch einmal auf die Schlummer-Taste…

An diesem Punkt können dir einige Optionen in den Sinn kommen. Entweder du beschließt zu kündigen oder du gehst davon aus, dass man eh nichts ändern kann, die Arbeit nichts mit Leidenschaft zu tun hat und du dich lieber auf den nächsten Urlaub konzentrierst.

Zwischen Kündigung und Resignation liegt das Job Crafting.

Was ist Job Crafting?

Job Crafting besteht darin, deinen Job zu überdenken und umzugestalten.

Du wirst proaktiv tätig, indem du deine Aufgaben neu oder anders definierst und gestaltest, deine Einstellung zum Job änderst und (neue) Beziehungen pflegst, die nützlich für weitere Aufgaben sind.

Job Crafting basiert auf deinen Kompetenzen, Talenten, Leidenschaften, deiner Motivation und Energie. Du bleibst in deiner Rolle, gibst deiner Aufgabe jedoch eine neue Bedeutung. Eine, die sinnvoll für dich ist.

Job Crafting geht vom Mitarbeiter aus und wird von unten nach oben initiiert und nicht, wie meist üblich, von oben nach unten durch den Vorgesetzten.

Es gibt 3 Arten von Job Crafting:

  1. Task Crafting ist das Hinzufügen, Löschen oder Ändern der Aufgaben, die in der Stellenbeschreibung verlangt werden. Alternativ kannst du auch die Prioritäten deiner Aufgaben verlagern, je nach individuellen Interessen und Fähigkeiten.
  2. Relational Crafting beinhaltet die Änderung, wie, wann und mit wem du bei der Erfüllung deiner Arbeitsaufgaben interagierst. Das können Kollegen, Führungskräfte oder auch externe Personen sein.
  3. Kognitives Crafting ist die Änderung deiner Einstellung zum Job. Du veränderst die Art und Weise, wie du Aufgaben und Beziehungen wahrnimmst, die deine Arbeit ausmachen.

Wenn du deine Arbeit selber gestaltest, fühlst du dich zufriedener und erfüllter, weil du deinen Tätigkeiten einen Sinn gibst. Zudem ist es eine Win-Win-Situation für das Unternehmen, weil du engagierter und effizienter arbeitest.

5 Gründe für Job Crafting

Man kann lange darüber diskutieren, ob es die Verantwortung des Mitarbeiters sein sollte, seine Arbeit zu gestalten oder die des Unternehmens.

Es liegt an dir, ob du etwas zu deinem beruflichen und persönlichen Wohlbefinden beitragen willst.

Fünf Gründe sprechen dafür:

1. Eigenverantwortung übernehmen

Einen Prozess des Job Crafting zu beginnen bedeutet, Eigenverantwortung für deine Karriere zu übernehmen. Du bewegst dich von der Passivität zur Proaktivität und verlässt die Rolle des Opfers.

Wenn du deinen beruflichen Spielraum auslotest, entdeckst du, was wirklich in deiner Kontrolle oder in deinem Einflussbereich liegt. Du wirst überrascht sein zu erkennen, dass es mehr Dinge gibt, die du beeinflussen kannst. Besonders wenn du Leidenschaft dafür zeigst.

Du startest einen Prozess, der während deiner gesamten Karriere von Vorteil sein wird. Es ist keine einmalige Übung, sondern eine völlig neue Art, sich einen Job so vorzustellen, dass er sinnvoll ist und zu deiner Erfüllung beiträgt.

2. Selbsterkenntnis

Einer der ersten Schritte des Job Crafting ist es zu identifizieren, was dich motiviert und was dir Energie in deinem aktuellen Job gibt.

Es ist eine Gelegenheit, sich selbst kennen zu lernen. Zu erkennen, welche Werte dir wichtig sind, was deine Bedürfnisse sind, deine Ressourcen, deine Kompetenzen und Talente. Aus diesem Wissen kannst du eine Vision von einem erfüllten Job entwickeln.

Job Crafting ist ein Werkzeug zur Selbsterkenntnis.

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3. Neue Kompetenzen entwickeln

Indem du Umfang und Inhalt deiner Aufgaben, Projekte und/oder Arbeitsprozesse veränderst, erbringst du neue Leistungen. Diese können auch beim Übergang in einen neuen Job oder bei einem Berufswechsel geschätzt werden.

Die Neuerfindung deines Jobs wird auch deine Kreativität, deinen Mut, deine Anpassungsfähigkeit und deine Belastbarkeit weiterentwickeln.

All diese Fähigkeiten werden in der heutigen Arbeitswelt hoch geschätzt und in der Zukunft noch mehr. Auf dem Arbeitsmarkt von morgen wird es notwendig sein, sich neu zu erfinden.

4. Gewinn an Zufriedenheit & Selbstvertrauen

Werde ich es wagen, über die Freude an der Arbeit zu sprechen? Aber sicher! Wenn du proaktiv bist, hast du das Gefühl mehr Kontrolle über deine Motivation zu haben. Du kommst aus deiner Komfortzone heraus und gibst deinen Unternehmungen einen Sinn. All dies trägt zu deiner Zufriedenheit, deinem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen bei.

Du könntest sogar eine Quelle der Inspiration für andere werden. Das Glück verbreitet sich schnell.

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5. Evaluiere deinen Karriereweg

Schließlich kannst du einen Schritt zurücktreten und einschätzen, wo du in deiner Karriere stehst und wohin du gehen willst.

Vielleicht reichen die Anpassungen im Job, die du vorgenommen hast, um deine Zufriedenheit wiederzufinden. Vielleicht suchst du dir intern einen neuen Job. Oder vielleicht wird dir einfach klar, dass du etwas ganz anderes machen willst.

Dieser Artikel wurde auf Englisch verfasst und auf delphine-blanc.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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