5 Fähigkeiten, die du im Homeoffice benötigst

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5 Fähigkeiten, die du im Homeoffice benötigst
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Homeoffice wird es künftig verstärkt geben. Die Tatsache, dass viele Unternehmen Homeoffice Angebote bis Ende des Jahres anbieten wollen, zeigt, dass dies mehr als nur ein Trend ist.

Um auch im Homeoffice erfolgreich zu sein und zu gedeihen, müssen sich sowohl MitarbeiterInnen als auch Führungskräfte auf die Entwicklung dieser vier Fähigkeiten konzentrieren.

1. Schriftliche Kommunikation

Wenn Teams aus dem Homeoffice zusammenarbeiten, erfolgt mindestens die Hälfte der gesamten Kommunikation nicht mündlich, sondern schriftlich. Das bedeutet, dass die Kommunikation über E-Mails, Slack oder Messaging erfolgt. Dies gilt sogar, wenn du während eines Videoanrufs die Chatfunktion verwendest. Du solltest in der Lage sein, unabhängig von der verwendeten Plattform klar zu kommunizieren.

Überprüfe deine E-Mails immer auf:

  • Rechtschreibung
  • Grammatik
  • Interpunktion

Du solltest deine E-Mails vor dem Versenden Korrektur lesen.

Je nachdem mit wem du kommunizierst, solltest du auch sicherstellen, dass du den richtigen Grad an Formalität und den richtigen Tonfall verwendest. Du kannst deine Nachrichten an Kollegen weniger formal verfassen als jene, die du deinem Chef schickst. Auch Kurznachrichten und Slack erfordern weniger Formalität als eine E-Mail.

2. Zusammenarbeit im Homeoffice

Im Homeoffice zu arbeiten bedeutet nicht, allein zu arbeiten. Du wirst nach wie vor Teil eines Teams sein. Das bedeutet: du wirst weiterhin mit KollegInnen an Projekten und Aufgaben arbeiten. Ohne einen physischen Raum, in dem man sich versammeln kann, kann die Zusammenarbeit etwas schwieriger sein.

Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten gehen Hand in Hand, denn Kommunikation spielt eine große Rolle für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Finde die richtige Balance zwischen Videokonferenzen, Telefongesprächen und Nachrichten, um eine umfassende, aber nicht überwältigende Kommunikation zu gewährleisten.

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Nutze Werkzeuge wie:

  • eine Projektmanagementsoftware
  • gemeinsam genutzte Dokumente und Ordner
  • spezielle Slack-Kanäle, über welche die TeilnehmerInnen problemlos miteinander chatten und Informationen finden können

Nutze alle Anwendungen und arbeite in gemeinsam genutzten Dokumenten. Werde ein Experte für benötigte Werkzeuge und Anwendungen, damit du alle Funktionen nutzen kannst.

3. Konzentration

Die Arbeit im Homeoffice bedeutet, dass es immer Ablenkungen geben wird. Von Haustieren und Kindern bis hin zu Lärm von MitbewohnerInnen oder NachbarInnen – es ist fast unmöglich einen Raum zu finden, der zu 100 Prozent frei von Ablenkung ist. Deine Fähigkeit dich nicht auf diese Ablenkungen zu konzentrieren, ist wichtig.

Behalte deinen Fokus, indem du einige der visuellen und hörbaren Ablenkungen ausblendest. Noise cancelling Kopfhörer eignen sich gut, ebenso wie ein organisierter Arbeitsbereich. Entferne so viel Unordnung wie möglich, damit du dich nur auf deine Arbeit konzentrieren kannst. Akzeptiere die Tatsache, dass es Unterbrechungen geben wird und halte dich nicht mit einer Unterbrechung auf, wenn sie passiert. Entscheide, ob die Unterbrechung sofortige Aufmerksamkeit erfordert oder ob sie später behandelt werden kann. Konzentriere dich dann schnell wieder auf deine Arbeit.

4. Zeitmanagement

Die Fähigkeit, die eigene Zeit erfolgreich zu managen, ist eine wertvolle Fähigkeit. Von dieser können sowohl du selbst als auch ArbeitgeberInnen profitieren. Wenn du von zu Hause aus arbeitest, gibt es niemanden, der dir über die Schulter schaut. Somit fehlt die Motivation, die dadurch entsteht, dass deine KollegInnen jederzeit vorbeischauen können. Es liegt an dir dich auf deine Arbeit zu konzentrieren und sicherzustellen, dass du alles erledigst, was dir aufgetragen wurde.

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Wenn du Probleme mit deinem Zeitmanagement hast, kannst du es mit Apps versuchen, die deine Produktivität steigern und deine Zeit verfolgen. Plane bestimmte Tageszeiten als Fokus-Stunden ein, in denen du jeweils nur an einer einzigen wichtigen Aufgabe arbeitest. Lasse dich nicht mit E-Mails oder Slack-Benachrichtigungen ablenken.

Versuche in Sprints zu arbeiten, in denen du eine Zeit lang arbeitest und dann eine kurze Pause einlegst, bevor du den Zyklus wiederholst. Experimentiere, um die Methode zu finden, die für dich am besten geeignet ist.

5. Anpassungsfähigkeit

Arbeitsplätze im Homeoffice bieten viel Flexibilität. Jedoch geht diese Flexibilität über die einfache Möglichkeit hinaus, die Arbeitszeit und den Arbeitsort frei zu wählen. Sie bedeutet, dass du bereit sein musst, dich an neue Arbeitsweisen, sporadische Veränderungen und unerwartete Situationen anzupassen.

Möglicherweise arbeitest du mit KollegInnen zusammen, die sich in einer anderen Zeitzone aufhalten, was sich auf Fristen auswirken kann. Plane: wann können Besprechungen anberaumt werden und wann kannst du mit diesen KollegInnen in Kontakt treten. Wenn dir die Arbeit mit einem neuen Team zugewiesen wird, musst du dich möglicherweise an die Arbeitsweise dieses Teams anpassen.

Es ergeben sich auch unerwartete Herausforderungen wie Internet- oder WLAN-Probleme, Serverprobleme und nicht funktionierende Logins. Sei auf solche Situationen vorbereitet. Somit weißt du an wen du dich wenden musst, um sie zu lösen. Stelle deshalb einen Notfallplan bereit. Manchmal ist eine kreative Problemlösung nötig, um eine Lösung zu finden, aber das ist alles Teil des Anpassungsvermögens.

Dieser Artikel wurde auf Englisch von Ashira Prossack verfasst und am 30. Juli 2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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