Produktivitätskiller: Kaum Zeit für richtige Arbeit [Studie]

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Produktivitätskiller: Kaum Zeit für richtige Arbeit [Studie]
© mrbobdobolina - pixabay.com

Produktivität sieht anders aus – Deutsche Wissensarbeiter gehen einer aktuellen Befragung zufolge davon aus, dass sie rund 32 Prozent ihrer eigentlichen Arbeitszeit für Koordinierungsarbeit aufwenden. Eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Tool-Anbieters Asana zeigt, dass dieser Wert in Wahrheit aber noch deutlich höher liegt:

Nur ein Viertel unserer Arbeitszeit ist richtige Arbeit.

Demnach verschwenden wir satte 60 Prozent unserer Arbeitszeit mit Koordinierungsaufgaben. Lediglich 27 Prozent verbringen wir mit der Arbeit, für die wir eigentlich ausgebildet und auch eingestellt wurden. Für Planung und Strategie sind es nur noch 12 Prozent.

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Infografik: Wenig Zeit für richtige Arbeit

Infografik: Wenig Zeit für richtige Arbeit
(Zum Vergrößern anklicken) Quelle: Asana

Meetings sind wahre Zeitfresser. Nahezu zwei Drittel aller Geschäftsmeetings sind unnötig, so lautet die Einschätzung der mehr als 10.000 Befragten aus sechs Ländern. Weitere Produktivitätskiller, die Angestellte von ihren eigentlichen Aufgaben abhalten, sind Diskussionen im Team-Messenger und E-Mails.

Andere Dinge, die Arbeitnehmer unnötig Zeit kosten, sind Arbeiten, die mehrfach gemacht werden müssen – Mangelnde Kommunikation oder fehlender Überblick sind häufig die Ursache. Im Durchschnitt wenden deutsche Angestellte mehr als fünf Stunden pro Woche für doppelt gemachte Arbeit auf. Rechnet man das auf das Jahr hoch, sind das mehr als 270 Stunden.

Infografik: Zeitverschwundung – doppelt gemachte Arbeit

Infografik: Zeitverschwendung aufrgrund von doppelt gemachter Arbeit
(Zum Vergrößern anklicken) Quelle: Asana

Wert der eigenen Tätigkeit ist vielen unbekannt

Viele Angestellte verstehen den Wert ihrer geleisteten Arbeit nicht. Das lässt vermuten, dass es offenbar vielen Unternehmen an Klarheit darüber mangelt, welche Prioritäten die Firma hat und inwieweit die Aufgaben eines Einzelnen dazu beitragen, die gesteckten Ziele zu erreichen. Das bestätigt die Asana-Studie:

„Nur 46 Prozent der Befragten verstehen, welchen Wert ihre Tätigkeit im Unternehmenskontext hat.“

Darüber hinaus sind sich lediglich 30 Prozent der Befragten sicher, dass ihr direkter Vorgesetzter nachvollziehen kann, wie viel sie eigentlich zu tun haben. Das ist einer der Gründe, weshalb sich die Befragten überlastet fühlen. Überbelastung ist der Hauptgrund, weshalb sich Arbeitnehmer gestresst fühlen. Abgesehen vom negativen Einfluss von Stress auf unser Privatleben, sinkt dadurch auch unsere Arbeitsmoral.

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Vier von fünf Angestellten fühlen sich ihrem Job unter Stress weniger verpflichtet. Abgesehen davon führt dauerhafter Stress oftmals zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen.

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