Unproduktive „Fake Work“: 5 Tipps, wie du sie vermeidest

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Unproduktive „Fake Work“ 5 Tipps, wie du sie vermeidest

Viele Leute verbringen ihre fünf Tage im Büro, vertreiben dort ihre Zeit und haben dann am Ende nicht wirklich viel erreicht. Oftmals ist das gar nicht ihre Schuld. Die Kultur des 9-to-5-Jobs ist tief in der Geschäftswelt verankert. Von daher ist es ein Leichtes, jede Menge „Fake Work“ zu leisten, die nur wenige Ergebnisse bringt. Stattdessen sollten wir uns eigentlich auf die Aufgaben konzentrieren, die auch tatsächlich etwas bewirken.

Dem Pareto-Prinzip zufolge werden 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent des Gesamtaufwands erzielt. Die Frage ist also, wie legen wir fest, was diese 20 Prozent sind, die wir eigentlich tun müssen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zuerst die Begrifflichkeit Fake Work klären:

Fake Work ist Arbeit, die nicht explizit auf die Strategien und Ziele des Unternehmens ausgerichtet ist.

Um effizient und produktiv zu arbeiten musst du verstehen, inwiefern die Dinge, die du tust, mit den Zielen deines Unternehmens übereinstimmen. Dafür gibt es fünf Kriterien:

1. Aufgaben und Ziele festlegen

Stell sicher, dass alles was du tust, sich mit den Quartals- oder Jahresziele deiner Arbeit vereinbaren lässt. Eine der besten Möglichkeiten zur Zielorientierung ist die Verwendung des Konzepts der Objectives and Key Results (OKRs). Die von Intel erstmals vorgestellten OKRs erfreuen sich inzwischen großer Beliebtheit, Google nutzt sie beispielsweise auch schon lange. Um loslegen zu können musst du zuallererst klare Ziele auf Unternehmensebene definieren, anschließend können deine persönliche Ziele festgelegt werden, die in direktem Zusammenhang damit stehen.

2. Priorisieren

Sobald deine Ziele aufeinander abgestimmt sind, ist es einfacher zu entscheiden, was wichtig ist und was nicht. Wenn du den größten Teil deiner Zeit und Energie darin investierst, die wirklich wichtigen Dinge zu erledigen (Aufgaben, die dir sinnvolle Ergebnisse liefern), kannst du das Maximale aus dem Pareto-Prinzip rausholen.

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3. Feedback erfragen und geben

Die einzige Art und Weise um tatsächlich zu unterscheiden, was „echte“ Arbeit ist und was nicht, ist zu verstehen, was auf deiner Arbeit eigentlich vor sich geht. Dafür ist es wichtig, dich hinsichtlich deiner Ideen sowohl mit deinem Vorgesetzten als auch deinen Kollegen auszutauschen. In diesem Zusammenhang ist es besonders hilfreich, über ein gutes internes Kommunikationssystem zu verfügen. Ob das regelmäßige Meetings, spezielle Softwares für Statusberichte oder ein anderer Dienst für das Unternehmensnetzwerk sind: Das Besprechen und Teilen von Ideen ist unabdingbar um sicherzustellen, dass die Arbeit, die du leistest, auch wirklich wichtig ist.

4. Tage in sinnvolle Arbeitsblöcke unterteilen

Im Büro werden wir viel zu oft von Kollegen, E-Mails und verschiedensten externen Faktoren abgelenkt. Kein Wunder also, dass sich einige Leute dazu entschließen Samstags zu arbeiten, um sich somit ganz in Ruhe auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Einige dieser Ablenkungen können wir leider nicht vermeiden, dennoch müssen wir trotzdem versuchen, ein gewisses Maß an Kontrolle zu behalten.

Um also Dinge erledigt zu bekommen, versuch einfach mal deinen Tag in verschiedene Arbeitsblöcke aufzuteilen.

Ignoriere während dieser Blöcke deine E-Mails, Messenger-Dienste und, wenn möglich, auch dein Handy. Einige Ablenkungen lassen sich nicht vermeiden, aber wenn du versuchst, die auf ein Minimum zu reduzieren, auf die du einen Einfluss hast, hilft das trotzdem: Multitasking verringert die Produktivität um 40 Prozent.

5. Pausen machen

Wenn du merkst, dass dein Energie-Level im Laufe des Tages und der Woche sinkt, gibt es eine ganz einfache Lösung: Setz dich an deinen Schreibtisch, beantworte E-Mails und träume vom Wochenende. Es ist wichtig, mit deinen Kräften zu haushalten, damit du nicht deine ganze Energie am Montagmorgen verbrauchst.

Regelmäßige Pausen von geistig fordernden Aufgaben verbessern die Produktivität und Kreativität, Pausen ausfallen lassen kann zu Stress und Erschöpfung führen.

Die Vermeidung von Fake Work erfordert ein unternehmensweites Engagement. Ein Einzelner kann nur wenig bewirken. Wenn du glaubst, dass dein Unternehmen nicht genug tut, um produktiv zu sein, solltest du das deinen Vorgesetzten so kommunizieren, da sie höchstwahrscheinlich auch erfolgreicher sein wollen.

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Dieser Artikel wurde von Alexander Maasik auf Englisch verfasst und am 01.12.2015 auf www.entrepreneur.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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1 Kommentar

  1. Ich habe mich auch schon öfters dabei erwischt, wie ich sinnfreie Aufgaben den sinnvolleren vorziehe. Aber wie gesagt, die 20% des Aufwandes, die WIRLKICH etwas bringen, muss man erstmal ausfindig machen.

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