3 Mind-Hacks für mehr Produktivität und Erfolg [Praxistipp]

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3 Mind-Hacks für mehr Produktivität und Erfolg [Praxistipp]
Bild: Adobe Stock | © yunava1

Das Neurolinguistische Programmieren (kurz NLP) ist vielen bekannt als Kommunikationsmodell oder als Coaching-Methode. Was für Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter allerdings viel spannender sein dürfte, ist die Möglichkeit der positiven Selbstbeeinflussung durch NLP in Bezug auf die eigene Produktivität. NLP wirkt hier ähnlich wie ein mentaler Espresso, nur stärker. Zwei Dinge sind ganz zentral, wenn es darum geht, die eigene Produktivität und somit auch den Umsatz zu steigern:

  • Der eigene Zustand
  • Die Strategie, die angewandt wird, um ein spezifisches Ergebnis zu erreichen

Viele kennen das: ein müdes Gefühl nach einem schweren Essen. Das ist der Grund, warum viele Führungskräfte zu Mittag nur ein leichtes Essen wie etwa einen Salat konsumieren. Danach bleibt einfach mehr Energie, um produktiv weiter arbeiten zu können. Was können wir nun aber konkret tun, wenn wir merken, dass unser Körper müde wird?

Grafik Mind-Hacks

1. Körperliche Interventionen (State-Management)

Unser Körper beeinflusst unseren Geist genauso, wie unser Geist unseren Körper beeinflusst.

Das Gefühl der Müdigkeit kann daher durch eine körperliche Intervention aufgelöst werden. Eine schnelle und wirkungsvolle Methode kennen wir aus dem Leistungssport, das sogenanntes High Intensity Training (HIT). Die Idee dahinter: einfach alles geben. In unserem Fall würden wir das für nur etwa 20 Sekunden machen. In dieser Zeit können wir etwa sprinten, schnelle Hampelmänner machen oder irgendetwas anderes tun. Hauptsache, es läuft rasend schnell ab. Dadurch bringen wir den Puls in Sekundenschnelle hoch – und die Müdigkeit ist auf einen Schlag weg.

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2. Energie-Schalter nutzen (Ankern)

Für manche mag die erste Strategie etwas unbequem sein. Man ist ja müde und möchte gerade deshalb nicht unbedingt Sport machen. Auch die Kleidung, die man trägt, ist meist unpassend. Ganz abgesehen davon, was so manche Kollegen denken könnten. Daher gibt es im NLP eine Abkürzung: Ankern.

Ankern meint nichts anderes als eine Reiz-Reaktionskoppelung herzustellen.

Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn wir unser Hochzeitslied hören, einen Duft wahrnehmen, den wir nur aus unserer Kindheit kennen, oder ein altes Foto von einem besonderen Ereignis ansehen. In allen drei Beispielen verändert sich – meist sofort – unser Zustand. Genau diesen Effekt nennen wir Ankern. Mit dem Unterschied, dass wir im NLP bewusst einen Anker installieren wollen. Das heißt, wir benötigen einen Zielzustand (zum Beispiel: fit und wach zu sein) und einen Auslöser (zum Beispiel: ein spezielles Lied). Diese beiden Komponenten werden immer wieder miteinander in Verbindung gebracht, wodurch ein Anker entsteht.

Konkret könnte das zum Beispiel ein Musik-Track sein, den wir immer nur beim Laufen hören und sonst nie – andernfalls besteht die Gefahr, dass unser Anker „verwaschen“ wird. Durch die ständige Wiederholung von sportlichen Übungen und diesem einen speziellen Lied schaffen wir in unserem Gehirn eine neuronale Verknüpfung. Oft genug angewandt, haben wir nun eine Art Aufweck-Schalter, den wir jederzeit aktivieren können, wenn wir ihn brauchen.

Das einzige, was wir dafür tun müssen, ist das Lied auf unserem Smartphone abzuspeichern und bei Bedarf abzuspielen. Diese Technik ist so mächtig und so einfach, dass viele es gar nicht ausprobieren. Das ist schade. Für dich ist es aber ein Vorteil, wenn deine Konkurrenz NLP nicht anwendet. Mach es dir daher zum Vorteil, indem du NLP in deinen Berufsalltag integrierst.

3. Mehr erreichen durch Fokus-Fragen

Manchmal reicht Motivation allein nicht aus. Manchmal muss auch die Strategie verändert werden.

Die einfachste Technik hierzu sind Fragen. Fragen sind wie Laserstrahlen, sie bündeln deine ganze Aufmerksamkeit auf ein Ziel. Wähle deine Fragen deswegen weise – sie können dir genauso schaden, wie auch nützen. Wenn du dich etwa fragst, weshalb die Konkurrenz vor euch auf diese eine Idee gekommen ist, dann wird deine gesamte mentale Energie auf die Beantwortung dieser Frage gelenkt. Kurzum, du verschwendest wertvolle Zeit und Energie!

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Eine ganz andere Frage wäre: „Wie können wir diese Situation zu unserem Vorteil nutzen?“ In diesem Fall wird dein Gehirn als das genutzt, was es ist – nämlich ein Hochleistungs-Biocomputer zur Entwicklung genialer Lösungen. Wie können wir jetzt Fragen nutzen, um mehr in unserem Business zu erreichen? Stell dir einfach folgende vier Fragen in genau dieser Reihenfolge:

Tipp: Am Anfang empfiehlt es sich, die Antworten auch wirklich aufzuschreiben. Das verlangsamt den Prozess und hilft deinem Gehirn dadurch noch bessere Antworten zu finden.

Wie sieht das optimale Ergebnis aus?

Mit dieser einfachen Frage bringen wir unser Gehirn in einen Ergebnisfokus – anstatt in einen oft anstrengenden Prozessfokus, wo wir ständig daran denken, was wir noch alles machen müssen.

Warum will ich das?

Hiermit koppeln wir das Ergebnis mit einer tieferen Motivationsschicht. Diese eine Frage kann sehr motivierend sein. Wenn sie dich nicht motiviert, solltest du die Aufgabe eher delegieren oder von deiner To-do-Liste streichen.

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Wie könnte ich das Ergebnis am einfachsten / am schnellsten erreichen?

Bei dieser Frage gehen wir davon aus, dass erstens das Erreichen des Ziels möglich ist, zweitens es mehrere Möglichkeiten dazu gibt und drittens wir die einfachste/schnellste Strategie dafür haben wollen. Diese Vorannahmen sind ein sehr mächtiges rhetorisches Instrument, welches auch zur Selbstbeeinflussung genutzt werden kann.

Wie kann ich den Prozess genießen?

Hier kommt die entscheidende Frage: Ich weiß vielleicht, dass die Telefonakquise wichtig ist, aber trotzdem motiviert sie mich nicht genug. Wie kann ich den Prozess des Akquirierens genießen? Vielleicht wenn ich draußen am Pool in der Sonne telefoniere? Vielleicht mit einem leckeren Getränk, das ich in der Zwischenzeit konsumiere? Vielleicht durch eine Belohnung im Anschluss? Was auch immer dein Gehirn dir als Antwort gibt: Tu es!

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