5 Wege zur Förderung von Mundpropaganda

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Laut Nielsen vertrauen 92% der Menschen Empfehlungen von Freunden und Familie– Auch das Vertrauen auf die Meinung von Fremden ist nicht gerade gering: 88% der Menschen vertrauen Online-Kundenrezensionen.

Mundpropaganda ist das Fundament jeder Werbestrategie eines Startups. Wenn Menschen bereit sind, dein Produkt oder deine Dienstleistung ihren Freunden zu empfehlen, wird jede Werbemaßnahme, in die du investierst, verstärkt.

Per Definition haben Startups eine Menge Wachstum zu bewältigen und meist nicht viele Ressourcen, um sich selbst zu promoten. Folglich kann es den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen, KundInnen zu haben, die bereit sind, die Arbeit zu machen und dein Produkt zu bewerben.

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1. Pflege eine Beziehung zu deinen ersten Kunden

Als Startup-GründerIn in der Frühphase ist es eine deiner Hauptaufgaben mit deinen KundInnen zu sprechen, um zu beurteilen, ob du dich in die richtige Richtung bewegst. Du solltest diese Gelegenheit nutzen, um eine persönliche Beziehung zu deinen Early Adopters aufzubauen. Hör ihnen zu, um ihre Ansichten und persönlichen Erfahrungen zu verstehen. Die KundInnen, mit denen du sprichst, werden sich viel mehr in dein Projekt integriert fühlen, vor allem wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Feedback und ihre Meinung wertgeschätzt wird. Das wird sie eher dazu bringen, ihre Erfahrungen mit deinem Produkt zu teilen.

Obwohl diese Strategie nicht skalierbar ist, denn du kannst nicht mit jedem Kunden persönlich sprechen, wird sie die erste Welle von MarkenbefürworterInnen schaffen, die den Prozess der Mundpropaganda ankurbeln können.

2. Biete einen Anreiz: Empfehlungsprogramm

Anreize spielen eine große Rolle. Daher kann ein Empfehlungsprogramm der beste Weg sein, um glückliche, aber passive KundInnen in aktive Promoter zu verwandeln. Das berühmteste Fallbeispiel für ein Empfehlungsprogramm in einem Startup ist Dropbox. Ihr Programm war der Hauptgrund dafür, dass das Unternehmen in der Anfangsphase um 3.900% gewachsen ist.

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3. Setze auf benutzergenerierte Inhalte

UGC ist eine extrem mächtige Taktik im Zeitalter der sozialen Medien.

Menschen sind viel eher bereit etwas online zu teilen, das sie selbst erstellt haben.

Während dies ein sehr intuitiver Prozess für Content-Unternehmen ist, kann er auch auf andere Arten von Unternehmen angewendet werden. Wenn du zum Beispiel ein physisches Produkt hast, kannst du einen Wettbewerb mit Belohnungen für die besten Bilder von KundInnen mit deinem Produkt veranstalten. Auf diese Weise schaffst du Anreize für Mundpropaganda und generierst gleichzeitig tolle Inhalte für die Online-Präsenz deiner Marke, deine Website oder deine Social Media Kanäle.

4. Ermutige zu Nutzerbewertungen und Rezensionen und sei reaktionsfähig

Wie bereits erwähnt, schätzen Menschen Online-Bewertungen sehr. Du solltest deine NutzerInnen aktiv dazu ermutigen Bewertungen zu hinterlassen. Gehe zudem besonders in frühen Phasen deines Startups aktiv auf einzelne Bewertungen ein.

Zu sehen, dass du die Meinungen deiner KundInnen ernst nimmst und Kritik öffentlich ansprichst, kann deinem Unternehmen eine Menge Glaubwürdigkeit verleihen. Das kann sich zu deinen Gunsten auswirken.

5. Nutze Influencer Marketing

Zu guter Letzt ist Influencer Marketing die Mundpropaganda des aktuellen Informationszeitalters. Mit Menschen zu arbeiten, deren Fangemeinde eine Überschneidung mit deinem Zielmarkt hat, ist eine der besten Möglichkeiten die Präsenz deiner Marke zu erhöhen.

Bedenke, dass du mit Micro-InfluencerInnen das meiste für dein Geld bekommst. Das ist vor allem in der frühen Phase deines Projekts entscheidend, wenn du noch keinen Zugang zu einem großen Werbebudget hast.

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Fazit

Nutze diese fünf Taktiken, um die Mundpropaganda für dein Startup-Projekt anzukurbeln. Behalte aber immer im Hinterkopf, dass du deinen NutzerInnen ein Angebot machen musst, das ihnen einen echten Mehrwert bietet, um sie zu Promotern zu machen. Menschen promoten deine Produkte nur, weil sie ihr Leben besser machen. Am Ende des Tages geht es bei der Mundpropaganda also darum, was du für deine NutzerInnen tun kannst, nicht andersherum.

Dieser Artikel wurde von Abdo Rian auf Englisch verfasst und am 04. August 2021 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren LeserInnen zu relevanten Themen austauschen können.

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