Trust me: 7 gute Gründe für User Generated Content

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Trust me: 7 gute Gründe für User Generated Content

Trust me: 7 gute Gründe für User Generated ContentWas ist User Generated Content – oder kurz: UGC? Es kann vieles sein, aber es ist sicherlich kein neuer Trend. Das Videoportal YouTube hat mit der Idee des UGC bereits vor über zehn Jahren eine Revolution im Internet angestoßen: Nicht mehr das Unternehmen bzw. den Webseiten-Betreiber in den Mittelpunkt stellen, sondern den User selbst – und seine Möglichkeit, zu beliebigen Themen eigenständig digitale Inhalte zu erstellen.

Ganz nach dem Motto: Do it yourself!

Bilder, Videos, Musik, Blogartikel, Rezensionen und noch mehr – all diese Content-Formate werden inzwischen massenweise von Privatpersonen produziert und auf diversen Webseiten oder Social-Media-Kanälen hochgeladen. Das Resultat: kein einseitiges Sender-Empfänger-Modell mehr, sondern Interaktion und Austausch zwischen Plattform und Mensch.

Viele Marketer haben den wirtschaftlichen Nutzen von UGC und das große Potenzial, das darin steckt, bereits erkannt. Die Inhalte von Kunden bzw. Lesern sind insbesondere bei Online-Unternehmen längst zu einem Teil der Markenkommunikation, wenn nicht gar zum Geschäftsmodell geworden.

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Denn eines ist klar: In den meisten Fällen entsteht dabei eine Win-Win-Situation, von der sowohl das Unternehmen als auch der User profitiert. Aus den folgenden 7 Gründen solltest auch du User Generated Content nutzen.

1. Authentizität

Trust me: 7 gute Gründe für User Generated Content(Gefunden auf stackla.com)

Laut einer Studie von Stackla sind User 2,4 Mal häufiger der Meinung, dass nutzergenerierter Content authentischer wirkt als jener, der von der Marke selbst erstellt wird. Es ist dasselbe Prinzip wie bei der altbewährten Mund-zu-Mund-Propaganda – nur eben in der Onlinewelt: Was direkt vom Unternehmen kommt, wird häufig als Werbung aufgefasst und sofort abgelehnt. Privatpersonen dagegen stehen noch eher auf einer Stufe mit dem Konsumenten und wirken dadurch vertrauenswürdiger.

2. Community-Gefühl

Wer selbst kreativ wird und Content einbringt, der hat automatisch das Gefühl an etwas Größerem teilzunehmen. Die Auseinandersetzung mit der Marke geschieht so auf einer viel intensiveren und emotionaleren Ebene, als dies bei einseitigen Kommunikationsmodellen der Fall sein könnte. Zwei positive Effekte davon sind:

  • ein Gemeinschaftsgefühl unter den Usern
  • eine stärkere Bindung an das Unternehmen

Die Kampagne der Tourismusbehörde in Queensland beispielsweise, bei der Kandidaten für den „besten Job der Welt“ ausgewählt wurden, erzielte eine unglaubliche Resonanz. Mehr als 35.000 Menschen bewarben sich mit kreativem UGC auf die einmalige Stellenanzeige: Ein halbes Jahr lang das Meer und die Sonne auf einer australischen Insel genießen und darüber bloggen. So haben letztlich die User dazu beigetragen, dass Queensland als Reiseziel um einiges bekannter und attraktiver wurde.

Beispiel-Video: Kreativer User Generated Content

3. Engagement & SEO

Es ist nachgewiesen und wenig überraschend, dass User mehr Zeit auf einer Webseite verbringen, wenn sich dort UGC befindet. Man liked andere Beiträge, kommentiert, diskutiert, tauscht sich aus. Bestenfalls wird die Kampagne auf diese Weise zu einem viralen Selbstläufer, bei dem das Unternehmen nur noch in grenzwertigen Situationen, etwa bei Shitstorms oder gehässigen Kommentaren, eingreifen muss. Gefragt sind hierbei vor allem:

  • Aufmerksamkeit
  • schnelle Reaktion

Die sogenannte „Dwell Time“, d. h. die Zeit, wie lange ein User auf der Webseite verweilt, spricht nicht nur für die allgemeine Qualität des Seiten-Contents, sondern wirkt sich auch positiv auf das Suchmaschinen-Ranking aus. Außerdem wird nutzergenerierter Content, sei es nur ein Kommentar oder eine Bewertung, von Suchmaschinen wie Google berücksichtigt und bei der Erstellung des Rankings miteinbezogen.

EXTRA: Relevanter Content: Das Ranking-Kriterium für Google

4. Social Proof

Trust me: 7 gute Gründe für User Generated Content(Gefunden auf stackla.com)

Wie die Studie von Stackla zeigt, hat UGC bei 79 Prozent der Befragten einen enormen Einfluss auf die Kaufentscheidung – das sind ganze 19 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Dagegen schätzen nur noch 8 Prozent den Content von Influencern oder Celebrities als ausschlaggebend ein.

Menschen sind leicht zu beeinflussen. Hier zeigt sich ganz deutlich das psychologische Phänomen des „Social Proof“, das sich auch bei Kundenrezensionen oder -bewertungen auf Online-Shops, wie etwa Amazon, beobachten lässt. Da man im Voraus wenig über das jeweilige Produkt weiß, ist man eher dazu geneigt, sich auf die Meinung der breiten Masse zu verlassen, anstatt sich umfassend zu informieren.

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5. Kostenfreie Werbung

Neben diesen teils schwer messbaren Vorteilen darf man nicht vergessen, dass UGC (so gut wie) kostenlose Werbung für die eigene Marke ist. Die Gestaltung der Inhalte liegt schließlich voll und ganz in den Händen der User. Sie entscheiden darüber, wie viel Zeit und Mühe sie in ihren Beitrag stecken. Das Unternehmen gibt indessen nur grobe Richtlinien und Rahmenbedingungen vor. So kann schon mit kleinem Budget eine große Wirkung erzielt werden.

Die Modemarke Aerie beispielsweise hat ihre User dazu aufgerufen, ihre eigenen unbearbeiteten Fotos von sich in den neuen Badeanzügen auf Instagram zu teilen. Damit hat die Marke nicht nur ihre Verkäufe gesteigert, sondern auch Geld für teure Fotokampagnen gespart.

6. User kennenlernen

Eines steht außer Frage: Wer auf UGC setzt, lernt seine Kunden bzw. Leser besser kennen als derjenige, der Kommunikation nur in eine Richtung zulässt. Mit dem Hochladen von Bildern, dem Posten von Kommentaren oder dem bloßen Liken bzw. Sharen von Beiträge zeigt sich deutlich:

  • Worauf die Community-Mitglieder Wert legen
  • Was sie besonders interessiert
  • Wie sie untereinander kommunizieren

Man kann deshalb sagen, dass eine UGC-Kampagne auch eine Art von Marktforschung ist, aus der Unternehmen wertvolles Wissen über ihre Kunden gewinnen können – und das Ganze völlig umsonst.

7. Unique Content

Wenn es bis jetzt nicht ohnehin schon klar geworden sein sollte, hier nochmal auf den Punkt:

User Generated Content ist Unique Content.

Vor allem der Ideenreichtum vieler Menschen führt meist zu den kreativsten Ergebnissen. So veröffentlichen etwa GoPro-Fans ihre selbst aufgenommenen Bilder regelmäßig unter dem Hashtag #goprolife.

Damit hebt man sich schnell von der Konkurrenz ab. Denn: Inzwischen sind die Algorithmen von Suchmaschinen wie Google & Co. bereits so intelligent, dass sie zwischen gutem und weniger gutem Content leicht unterscheiden können.

 

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