7-Punkte-Checkliste für deine wirkungsvolle Präsentation

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7-Punkte-Checkliste für deine wirkungsvolle Präsentation

Hier kommen die ersten 4 Punkte deiner 7-Punkte-Checkliste fürs Präsentieren.

1. Ziel & Thema erarbeiten und festlegen

Das Thema ist meistens schnell gefunden: Firmenpräsentation, Umsatzzahlen präsentieren, Marketingaktivitäten darstellen, etc. Das Ziel der Präsentation kann jedoch ein ganz anderes sein, z. B. neues Vertrauen aufbauen oder die Mitarbeitermotivation fördern. Die Informationen und Argumentationen werden dann auf dieses Ziel abgestimmt.

Überlege dir genau, welches Ziel du mit deiner Präsentation verfolgst. Was willst du mit deiner Präsentation aussagen und erreichen? Was genau soll der Zuhörer am Ende wissen, fühlen, machen oder denken? Überprüfe deine Ziele immer mit deinen nächsten Schritten: Erwartungen der Zuhörer, Stoffsammlung, Themenauswahl, Einleitung, Hauptteil, Schluss. Wenn du dein Ziel immer im Blick hast, wird es sich auch in der Präsentation widerspiegeln.

Die meisten Präsentationen haben folgende Punkte als Ziel:

  • Kunden/Gruppe überzeugen.
  • Wissen weitergeben.
  • Angebot/Vorschlag machen.
  • Entscheidungen vorbereiten.
  • Verständnis erwirken.
  • Begeistern und positive Einstellung entwickeln.

2. Zielgruppe und Zuhörerkreis

Falls du zu deiner Präsentation selbst einlädst, kann das zu einem entscheidenden Vorteil werden. Du kannst dann den Teilnehmerkreis so wählen, dass dein Publikum dich bei der Realisierung deiner Ziele unterstützt. Möchtest du also für dein Produkt werben, dann lade neben den Entscheidungsträgern auch die Personen ein, die bereits von deinem Produkt überzeugt sind. Diese Personen sind dann deine Verbündeten vor Ort und können auch nach der Präsentation bei den Entscheidungsträgern für dein Produkt werben. Sie wirken also als eine Art Multiplikator.

In jedem Fall solltest du dich über deine Zuhörer informieren.

Es ist ein entscheidender Unterschied, ob du als Gesundheitsexperte vor Ärzten, Patienten oder vor einer gemischten Gruppe präsentierst. Es ist auch von Bedeutung, ob du in diesem Fall vor jungen Patienten oder vor Senioren präsentierst. Diese Zuhörergruppen haben ganz unterschiedliche Interessen, die du berücksichtigen musst.

Um deine Zielgruppe eindeutig zu definieren, mache dir Gedanken über dein Publikum (Name, Abteilung, Zusammensetzung) sowie deren Handlungsspielraum (Hierarchie, Verantwortlichkeit, Entscheidungskompetenz), Erwartungen, Interessen und Wissensstand. Frage dich: Was ist der konkrete Nutzen für meine Zuhörer.

3. Inhalts- und Stoffsammlung

Bringe deine Gedanken auf Papier.

Hierzu eignet sich eine vorerst unstrukturierte MindMap, die du zu einem ersten Brainstorming nutzen kannst. Schreibe auch vorerst Unsinniges auf. Nicht selten ergeben sich daraus neue Sichtweisen und Ideen. Dadurch, dass du eine MindMap nutzt, sind die Ideen und Gedanken bereits teilweise strukturiert. In einer zweiten MindMap kannst du dies noch verstärken und eine eindeutige Struktur festlegen. Es ergeben sich Haupt- und Unterpunkte, die dir einen roten Faden für deine Präsentation liefern. Die graphische Darstellung des MindMaps unterstützt dich dabei, die Haupt- und Unterpunkte besser im Gedächtnis zu verankern.

EXTRA: 10 Tipps, wie großartige Ideen entstehen [+Kreativsoundtrack]

Jetzt kommt der schwierigste Teil – die Themenauswahl für deine Präsentation. Hier gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr! Achte auf deine Zeit und beantworte dir ehrlich: Wie viel kannst du in dieser Zeit wirklich so präsentieren, dass du deine formulierten Ziele erreichst? Überlegen dir dann, für welche Themenschwerpunkte sich die Zuhörer interessieren könnten. Eine junge Patientengruppe interessiert sich sicherlich nicht für Inkontinenz oder Demenz, sondern eher für Vorsorgeuntersuchungen oder Fitnesskurse.

Stimme die Inhalte sowohl auf deine Ziele wie auch auf deine Zielgruppe ab.

4. Präsentationsablauf

Habe auch hier wieder deine Zielgruppe im Auge:

Eröffnung: 1/10 der Zeit

  1. Begrüßung und eigene Vorstellung.
  2. Anlass, Thema, Problem, Nutzen darstellen.
  3. Orientierung geben und Spielregeln festlegen, falls nötig.
  4. Durch Fragetechniken Interesse wecken.

Ziele ist es, einen positiven Eindruck zu vermitteln und eine positive Grundstimmung zu schaffen. Sammle Sympathie-Punkte durch eine offene Körperhaltung, lächle regelmäßig, halte Blickkontakt und passe deine Kleidung dem Publikum an. Hole deine Zuhörer aber auch gedanklich ab, indem du zum Beispiel Vorerfahrungen ansprichst. In einem Telefontraining könnte dies folgendermaßen ablaufen:

„Vielleicht haben Sie sich gefragt, warum Sie ein Telefontraining besuchen sollen, wo Sie doch bereits seit Jahren telefonieren. War Ihr Telefonverhalten falsch? Doch es geht uns heute nicht um richtig oder falsch, sondern wir wollen schauen, was es für Techniken gibt, um das Telefon noch professioneller zu nutzen.“

Hauptteil: 6/10 der Zeit

Hier präsentierst du Inhalte und Argumente, systematisch in Haupt- und Unterpunkten. Nach längeren Ausführungen fasst du das Gesagte kurz zusammen. Dein Publikum hört deinen Vortrag zum ersten Mal und ist froh, wenn es noch mal eine Orientierung bekommt. Pro Kapitel solltest du nicht mehr als 7 Detailinformationen einfügen. Die Präsentation des Hauptteils orientiert sich ebenfalls an deiner Zielsetzung und deinem Zuhörerkreis. Überlege daher genau, was, wie viel und wie du deine Informationen präsentieren willst.

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Abschluss: 2/10 der Zeit

Der erste Eindruck entscheidet über Sympathie und Vertrauen, der letzte bleibt im Gedächtnis.

Fokussiere hier noch mal dein Ziel. Wenn du die Teilnehmer zu einer Handlung motivieren willst, solltest du jetzt noch einmal einen Appell an deine Zuhörer richten. Wiederhole hier das Wichtigste und fasse die zentralen Punkte zusammen. Bedanke dich anschließend für die Teilnahme und die Aufmerksamkeit. Zum Beispiel:

„Ich habe Ihnen unsere neuen Marketingstrategien präsentiert. Unser Ziel ist es, unseren Umsatz auf 10 Prozent zu steigern. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung und freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Vielen Dank für Ihre aktive Teilnahme.“

Schluss-Einleitungen könnten lauten:

  • Was bedeutet das alles für uns? …
  • Ich fasse zusammen: …
  • Was bringt uns das? …
  • Unser Ziel ist es …

Die restliche Zeit (1/10) ist dein Zeitpuffer.

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