8 Ideen für motivierte Mitarbeiter [+Checkliste]

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Mit 8 Ideen zur erfolgreichen Mitarbeiterführung [Praxistipp]

Mit 8 Ideen zur erfolgreichen Mitarbeiterführung [Praxistipp]Es ist so: Ein erfolgreiches Unternehmen ohne motivierte Mitarbeiter existiert nicht. Denn wenn die Leistungsbereitschaft sinkt, beginnt auch die Wirtschaftlichkeit der Firma zu schwächeln. Als Firmenchef solltest du deinen Angestellten also die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten, damit sie ihr Potenzial voll entfalten können. Aber wie lassen sich Mitarbeiter zu Höchstleistungen anregen? Und welche Lösungen versprechen schnelle und nachhaltige Erfolge?

3 Grundregeln für erfolgreiche Mitarbeiterführung

1. Entdecke den Menschen hinter der „Ressource“ Mitarbeiter

Wer Menschen auf ihre Funktionalität als Produktionsfaktor reduziert, schadet einem Unternehmen wirtschaftlich. Die Bilanz wird dadurch verhagelt. Nach jüngsten Berechnungen verursacht die innere Kündigung von Mitarbeitern einen jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 103 Milliarden Euro (Gallup-Studie 2018).

Es ist eine Frage der Unternehmenskultur und damit auch die Aufgabe der Führungskräfte, Menschen respektvoll, achtsam und würdevoll zu behandeln und nicht als Mittel zum Zweck. Das ist ohne ethisch-motivierte Führung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, kaum möglich. Führungskräfte müssen sich bewusst sein, dass sie diejenigen sind, die einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmenskultur haben.

EXTRA: Mitarbeiter fördern: Der Chef als Coach

Es ist an der Zeit, einen neuen Weg der Unternehmensführung zu gehen und sich vom Leistungskontrolleur zum echten Coach seines Teams zu entwickeln. Im Mittelpunkt sollten dabei die emotionalen Bedürfnisse der Mitarbeiter sowie eine auf Dialog zielende Philosophie stehen.

2. Gute Führung beginnt mit bewusster Selbstführung

Wer heute führen und motivieren will, Leistungswillen und Produktivität einfordern sowie Identifikation und Loyalität erreichen will, der braucht vor allem:

  • Rückgrat
  • Beziehungsfähigkeit
  • emotionale Intelligenz
  • Selbstbewusstsein
  • einen achtsamen Blick für sein Team

Gefragt sind insbesondere Führungspersönlichkeiten, die in der „Arbeit am eigenen Ich“ den Schlüssel für Verbesserungen, Veränderungen und nachhaltigen Erfolg sehen. Das erfordert Neugier und auch den Mut, sich persönlichen Themen zu stellen. Eine statische Haltung – ich bin wie ich bin – ist da fehl am Platz.

Führung ist ein ständiges Verhandeln, Interagieren und Reflektieren. Hier musst du kluges Verhalten lernen, deine Anpassungsfähigkeit feintunen und dich stetig weiterentwickeln. Aber auch die Courage, ab und an klar zu sagen, was du willst und erwartest, braucht es. Natürlich nach allen Regeln der Fairness, der Offenheit und des Respekts.

3. Eine Vertrauenskultur schaffen und zulassen

Wenn Mitarbeiter mehr Eigeninitiative zeigen und größere Verantwortung übernehmen sollen, müssen wir uns von der alten Top-Down-Denke verabschieden. Stattdessen sollte eine motivierende Arbeits-, Führungs- und Beziehungskultur geschaffen werden.

Wertschätzung ist dabei nicht nur eine Philosophie, eine Vision, eine Grundhaltung. Sie ist das „Sesam, öffne dich!“ zu Wachstum und Erfolg. Und sie ist eine Managementqualität für:

  • Wertschöpfung in Bezug auf Persönlichkeitsbildung
  • Unternehmensentwicklung
  • Förderung von Mitarbeiterpotenzialen
  • Konfliktlösung

EXTRA: Der Motivationsfaktor Nr. 1: So wichtig ist Wertschätzung

Was wünschen sich Mitarbeiter heutzutage?

  • Selbstständiges Arbeiten und Anerkennung dafür
  • Ein Arbeitsumfeld, in dem sie sich frei entfalten und entwickeln können
  • Flexible Arbeitszeitmodelle und Bürowelten
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Ein offenes Ohr für ihre Anliegen bei den Vorgesetzten
  • Die Welt kennenlernen und dies mit ihrer Arbeit kombinieren zu können
  • Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten
  • Weniger Leitung und Kontrolle durch ihre Vorgesetzten
  • Einen innovativen Arbeitgeber, der mit der Zeit geht und keine Veränderungen scheut
  • Ein Unternehmen, das sie am finanziellen Mehrerfolg beteiligt

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8 Ideen, mit denen du deine Mitarbeiter begeisterst

1. Gründe Innovationsgruppen

Führe mit deinen Mitarbeitern intensive Brainstormings außerhalb deiner Geschäftsräume durch. Du wirst überrascht sein, was für tolle Ideen sie in sich tragen, wenn man sie zu Wort kommen lässt.

2. Initiiere einen Wettbewerb

Biete deinen Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Ideen direkt einer Jury vorzustellen. Die drei besten Ideen des Jahres werden dann ausgezeichnet.

3. Schaffe Arbeitswelten

Kombiniere Großraum- und Einzelbüros, in die sich deine Mitarbeiter zurückziehen können, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Biete ihnen ein möglichst breites Spektrum an Themenräumen an.

4. Ermögliche flexible Arbeitsmodelle

Nutze die zahllosen neuen Kommunikationsmittel, um die Mitarbeiter intelligent miteinander zu vernetzen. So können sie je nach Verfügbarkeit und von jedem Ort aus als Team agieren.

5. Schaffe einzigartige Bonusmodelle

Nach dem Grundsatz: Wenn du als Unternehmen einen finanziellen Mehrwert erwirtschaftet hast, dann sollte ein Teil dieses Mehrgewinns auch an deine Mitarbeiter zurückfließen.

EXTRA: Ein kleiner Leitfaden für großes Engagement

6. Schaffe großen Freiraum

In jedem Unternehmen gibt es schon genügend Prozessdefinitionen, Workflows und Controlling Parameter. Jeder Mitarbeitertyp ist anders, also versuche nicht, jeden nach deinen Vorstellungen zu formen. Die neuen Generationen X, Y und Z sind sowieso nur über neue Formen der Selbstorganisation zu motivieren.

7. Formuliere eine neue Führungsphilosophie

Ziehe dich mit deiner Führungsmannschaft beispielsweise für zwei Tage aus dem Arbeitsalltag zurück, um gemeinsam die Unternehmensrichtlinien zu entwerfen. Verständigt euch auch darauf, dass Liebe und Wertschätzung, nach denen sich jeder Mensch sehnt, die Leitgedanken der Unternehmenskultur zu sein haben.

8. Formuliere einen Führungskanon

Dieser gilt speziell für dein Management. Mache bewusst, dass der Change-Prozess nur dann dauerhaft gelingt, wenn Führung eine klare und einheitliche Sprache spricht und sich von der alten Top-Down-Denke löst. Wandel muss authentisch gelebt werden und darf kein Lippenbekenntnis sein.

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