Auf diese 5 HR-Trends gilt es im Jahr 2021 zu achten

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Nicht nur die Privatperson ist von der Covid-19 Pandemie beeinträchtigt, auch Unternehmen mussten sich an die neue Situation gewöhnen, und einen Weg finden, unter den neuen Umständen zu funktionieren; dazu gehört auch das kontinuierliche Einstellen von neuen MitarbeiterInnen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bietet 2021 dem Personalmanagement die Chance ihre Konzepte von A bis Z zu überdenken und zu optimieren, neue Recruiting-Strategien zu entwickeln und in neue Recruiting-Tools und eine intelligente Karriereseite zu investieren. Im  Jahr 2021 gilt es für Unternehmen das Gelernte umzusetzen, anzuknüpfen und die Digitalisierung zu seinen Gunsten zu nutzen. 

Das neue Normal: Remote Working 

Ein Trend, der sich in diesem Jahr sehr deutlich hervor kristallisiert hat und in den kommenden Jahren unverzichtbar sein wird, ist das Remote Working. In Zukunft werden die Grenzen zwischen den physischen Standorten von Unternehmen und dem Zuhause der MitarbeiterInnen in einen virtuellen Raum verschwimmen. Dies ermöglicht sowohl den MitarbeiterInnen flexibel zu sein in der Standortwahl als auch den Unternehmen Mitarbeiter/Fachkräfte aus anderen Regionen oder Länder zu finden und zu rekrutieren. Damit dies erfolgreich funktioniert, sind mehr digitale, mobile und dezentralisierte Management-, Rekrutierungs- und Einarbeitungsprozesse notwendig. 

Personalbeschaffung per Video wird immer beliebter

Rekrutierungstools mit Video On-Demand sind keine neue Erfindung, doch haben sie einen neuen Stellenwert im Laufe des Jahres 2020 erlangt.

Der Umfang an Einladungen zu Video-Interviews stieg im September 2020 im Vergleich zum September 2019 um 330 Prozent.

Das Rekrutieren mit Video On-Demand hat gegenüber dem klassischen „Telefoninterview“ den Vorteil einer flexibleren Natur und erfordert weniger Organisation. Auf diese Weise können die BewerberInnen die Fragen beantworten, wann immer es ihnen passt und die Personalvermittler können die Antworten zu einem für sie passenden Zeitpunkt einsehen. Gleichzeitig lassen sich Unternehmenswerte zielgruppenspezifischer vermitteln, kulturelle Übereinstimmung einfacher herausfiltern und Soft-Skills schneller entdecken.

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Künstiche Intelligenz und virtuelle Realität helfen beim Rekrutieren und Onboarden 

HR-Teams können sich KI-basierte Instrumente zu Nutze machen bei der Suche, Einstufung und Auswahl von BewerberInnen, dabei werden Daten objektiv mit der jeweiligen Position verknüpft und so der passende Kandidat gefunden. Noch wichtiger ist jedoch, dass Personalmanager KI-basierte Rekrutierungsinstrumente so programmieren können, dass demografische Informationen wie ethnische Zugehörigkeit, Alter und Geschlecht ignoriert werden. Dank diesem Prozess wird die Diversität im Unternehmen gefördert und es wird gewährleistet, dass alle BewerberInnen die gleichen Chancen auf einen Arbeitsplatz erhalten. Es trägt auch dazu bei, menschliche und oft unbewusste Vorurteile zu minimieren, die den Einstellungsprozess beeinflussen können.

Ein weiterer Trend, der sich weiter in den Vordergrund spielt, ist die virtuelle Realität. Für das Rekrutieren und Onboarden bietet die VR-Technologie eine große Auswahl an Möglichkeiten. Beispielsweise können Assessment Center unabhängig von Zeit und Ort durchgeführt werden, aber auch der Onboarding-Prozess kann mit Hilfe von VR-Tools  unterstützt werden. 

HR-Chatbots und robotergestützte Prozessautomatisierung ist im Kommen 

Chatroboter und robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA) können verstärkt eingesetzt werden, um Arbeitsprozesse von HR-Teams zu erleichtern, damit sie sich auf hochwertigere Aufgaben konzentrieren können. RPA’s können demnach bei der Einstellung eines neuen Mitglieds im Unternehmen automatisch das System zur Antragsverfolgung aktualisieren, einen Datensatz anlegen und die nötigen Unterlagen zusammenstellen. Bei der Einarbeitung hingegen können Chatbots helfen. Mögliche Fragen zu den Unternehmensrichtlinien oder dem Mitarbeiterhandbuch können Chatbots beantworten und ebenso in Verbindung mit VR-Tools für Weiterbildung eingesetzt werden. 

Interne Rekrutierung: Mitarbeiter befördern

Mit den sich ändernden Unternehmensanforderungen und -bedürfnissen, dem Mangel an nachkommenden Talenten und interner Umstrukturierungen fokussieren sich immer mehr CEOs und HR-Teams auf die interne Weiterbildung ihrer MitarbeiterInnen. Strategien für Weiterentwicklung in verschiedenen Bereichen wie Soft-Skills und digitale Kompetenz werden immer wichtiger für Unternehmen. Besonders Arbeitsstellen, die von der zunehmenden Automatisierung betroffen sind, müssen neue Kompetenzen erwerben, um dem veränderten Anforderungsprofil gerecht zu werden sowie wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben.

Stéphane Brunner
Stéphane Brunner, Absolvent der Ingenieurschule ISEN und der Wilhelm Universität Münster, begann seine Karriere in Deutschland bei der Vision Consulting Group als Berater im IT-Projektmanagement. Im Jahr 2012 wechselte er zu IBM Schweiz, wo er als Key Account Manager im Bereich IT Resourcing tätig war, bevor er zum Manager für die DACH-Region ernannt wurde. Im Jahr 2016 wechselte er zu Indeed, wo er das Unternehmen bei der Aufnahme seiner Geschäftstätigkeit in der DACH-Region unterstützte. 2019 wechselte er dann zu CleverConnect als Leiter des internationalen Vertriebs.

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