5 Corona-Learnings für Kleinunternehmen

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5 Corona-Learnings für Kleinunternehmen
© Alexandra_Koch - pexels.com

Bist du auch erstaunt darüber, wie sich die Welt in wenigen Wochen völlig verändert hat? Vielleicht fürchtest du dich davor, wie sie aussehen wird, wenn die Bedrohung durch das Coronavirus nachlässt. So viele Kleinunternehmen sind davon betroffen, die Unternehmenslandschaft wird sich für immer verändern.

Wir alle hatten unsere Momente der Verzweiflung, doch sind wir auf der Suche nach dem Silberstreif am Horizont. Im Chaos gibt es immer Lektionen, die man lernen kann – Es liegt an uns, ob wir sie beherzigen oder nicht.

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1. Wir sind nicht allein

Viele wurden vor einigen Wochen als direkte Folge von COVID-19 entlassen. Das war sehr schmerzhaft. Es fühlte sich an, als hätte man in einer Beziehung, die völlig gesund und glücklich gewesen war, mit einem Schluss gemacht.

Einige von ihnen waren darüber weder wütend noch verbittert, obwohl es im Rahmen des Zumutbaren wäre. Aber warum? Weil sie wissen, dass sie nicht allein sind.

Millionen anderer Menschen wurden entlassen, beurlaubt oder haben eine Verringerung ihrer Arbeitsstunden erlebt. Wir sind alle in Panik. Wir haben alle Angst davor, wie wir über die Runden kommen.

Geschäftsinhaber kennen die andere Seite der Medaille. Die wenigen Kunden, die einige von ihnen behalten konnten, haben unter anderem um vorübergehende Preissenkungen gebeten. Gewährt man ihnen diesen Wunsch und ist froh, etwas Geld zu verdienen? Oder sagt man „nein“ und verdient kein Geld? Vielleicht hast du mit den gleichen Entscheidungen zu kämpfen.

Diese Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Noch nie in unser aller Leben gab es etwas, das jeden Menschen auf der Erde so beeinflusst hat wie das Coronavirus. Das ist ein gewisser Trost, denn du bist nicht der einzige Angestellte, der entlassen wurde und auch nicht der einzige Unternehmer, der mit Problemen zu kämpfen hat.

2. Was wir jetzt tun, wird unseren zukünftigen Erfolg bestimmen

Was machst du jetzt gerade in deinem Unternehmen? Bist du in einer fötalen Position zusammengerollt und wartest darauf, dass die Dinge besser werden, oder suchst du proaktiv nach kreativen Wegen, dein Unternehmen zu vermarkten? Steckst du im Prozess der Beantragung von Finanzierungen fest oder behältst du auch im Auge, wie du deine Mitarbeiter am Arbeitsplatz halten kannst?

Das ist beängstigend. Darin sind wir uns einig. Aber nichts zu tun, wird den Millionen von Kleinunternehmen in diesem Land nicht helfen, dies zu überstehen. Wir müssen jetzt proaktiv planen – auch wenn das bedeutet, dass wir vom Pfad des Geschäftsplans abkommen müssen – und auch darüber nachdenken, wie wir uns für die Zukunft orientieren müssen.

3. Die Zukunft hat sich bereits verändert

Wenn wir über die Zukunft sprechen, sprechen wir immer wieder darüber, wie wir hoffen, dass es bald wieder „business as usual“ geben wird. Aber die Wahrheit ist, dass die Dinge nicht „normal“ sein werden. Für eine Weile wird es das nicht sein. Vielleicht niemals. Wir haben ein ungutes Gefühl im Magen, wenn wir daran denken, wie viele Geschäfte wegen COVID-19 schließen und nie wieder öffnen werden. Ganze Branchen werden ihre Arbeitsweise ändern.

Die Art und Weise, wie du deine Geschäfte bisher gemacht hast muss sich wahrscheinlich ändern. Wenn du jetzt darüber nachdenkst, wird es dir helfen, einen Plan zu entwerfen, wie du diese Veränderungen angehen kannst.

Eine gute Sache, die sich aus all dem ergeben hat ist, dass viele Unternehmen gelernt haben, wie man aus der Ferne operiert. Vielleicht gab es auch für dich einen Silberstreif am Horizont. Vielleicht weißt du jetzt, dass du eine verteilte Belegschaft haben kannst, was dir Geld sparen kann. Vielleicht kannst du nun neuen Bewerbern Homeoffice anbieten. Nutze diesen Hoffnungsschimmer, um deine Arbeitsweise zum Besseren zu verändern.

4. Wir können nie zu vorbereitet sein

Niemand hat diese Krise kommen sehen. Aber was hätten wir tun können, wenn wir sie vorhergesehen hätten? Wir erkennen jetzt, dass wir eine Katastrophe nicht immer voraussehen können. Aber wir können uns, zumindest teilweise, auf sie vorbereiten.

Viele Unternehmer erkennen genau, wie unvorbereitet sie sind, wenn sie sich um SBA-Darlehen bewerben. Die meisten geben ihre Einnahmen und Ausgaben nur einmal im Jahr für Steuerzwecke an, und haben nun damit zu kämpfen, diese Zahlen für ihre Kreditanträge zu sammeln. Das ist ein großartiges Beispiel für etwas, das du monatlich oder vierteljährlich tun kannst, damit deine Finanzen in Ordnung sind, sollte das Schlimmste passieren.

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5. Jede Krise geht vorüber

Das sagen wir uns jeden Tag. Für die meisten von uns ist die Lage im Moment bescheiden. Viele von uns sitzen zu Hause mit Kindern fest, die die Wände hochgehen. Wir wissen vielleicht nicht, wie wir die Rechnungen für den nächsten Monat bezahlen sollen. Wir sind sogar darin eingeschränkt, nach draußen zu gehen und die Natur zu genießen.

Aber das wird bald vorbei sein. Denke an diejenigen, die die Weltwirtschaftskrise überlebt haben. Oder den Zweiten Weltkrieg. Oder 9/11. Alle schlimmen Ereignisse haben eines gemeinsam: Irgendwann wurde es besser. Ja, das Trauma und die finanziellen Auswirkungen mögen länger andauern, aber wir werden das überleben. Wir müssen nur positiv bleiben und wissen, dass Gutes auf uns zukommt.

Dieser Artikel wurde von Susan Guillory auf Englisch verfasst und am 21.05.2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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