Künstliche Intelligenz: Wie KI die Modewelt verändert

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Seit jeher wollen die Menschen ihre Individualität ausdrücken. Ein Weg, dies zu verwirklichen, ist durch die Mode.

Die Modebranche ist eine der größten Branchen der Welt. Sie wurde 2018 auf etwa 3 Billionen Dollar geschätzt, was 2 Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes entspricht. Ein Großteil des klassischen Einzelhandels und des Online-E-Commerce besteht aus dem Verkauf von Kleidung und Modeartikeln.

2010 hat Amazon den Schuhhändler Zappos für 1 Milliarde Dollar übernommen. Daneben sind große Einzelhändler, wie:

  • Walmart
  • Target
  • Amazon
  • und viele weitere

bereits in den Mode-Einzelhandel eingetreten.

Obwohl die Branche sehr etabliert ist, verändert KI sie grundlegend:

  • die Art und Weise, wie Modeunternehmen ihre Produkte herstellen
  • die Art und Weise, wie Mode vermarktet und verkauft wird

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KI-Technologien verändern die Modebranche in jedem Element ihrer Wertschöpfungskette, wie:

  • Design
  • Fertigung
  • Logistik
  • Marketing
  • Vertrieb

Infografik: Nur 5% der Unternehmen setzen auf KI

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Hilfe und Förderung bei dem Verkauf

Modemarken sind ständig auf der Suche nach neuen Wegen, um ihre Waren an den Mann zu bringen und Bewusstsein und Nachfrage auf dem Markt zu schaffen.

Immer mehr Modemarken nutzen KI und maschinelles Lernen, um:

  • das Einkaufserlebnis der Benutzer zu optimieren
  • die Effizienz von Verkaufssystemen zu verbessern
  • die Verkaufsprozesse durch prädiktive Analysen und geführte Verkaufsprozesse zu verbessern

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Modemarken beginnen auch, Gesprächsassistenten durch Chatbots und Sprachassistenzgeräte zu nutzen. Bekannte Beispiele wären:

  • Amazon Alexa
  • Apple Siri
  • Google Home
  • Microsoft Cortana

Über Konversationsschnittstellen können Modemarken Daten sammeln, indem sie:

  • Kunden Fragen stellen
  • Kundenwünsche und -trends verstehen
  • Tiefer in das Kaufverhalten eintauchen
  • Verwandte und zusätzliche Artikel vorschlagen

Wenn ein Kunde beispielsweise neue Schuhe oder eine neue Hose benötigt, kann er einfach eine Konversation mit einem intelligenten Gesprächspartner führen, anstatt mit einer Website oder einer mobilen App zu interagieren.

Im Dialog findet der Kunde das optimale Modeprodukt oder Accessoire. Diese Interaktion sorgt für mehr Zufriedenheit beim Kunden und für mehr wertvolle Informationen für die Modemarke.

Neben den Konversationssystemen hält die KI auch Einzug in den E-Commerce und in mobile Apps. Kunden können nun Fotos von Produkten machen, wie:

  • Kleidungsstücke, die ihnen gefallen
  • Mode-Stile, die sie imitieren möchten

Anschließend können intelligente Bilderkennungssysteme die Fotos mit realen, zum Verkauf stehenden Produkten abgleichen.

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Darüber hinaus ermöglichen KI-fähige Einkaufsanwendungen viele neue Möglichkeiten. Beispielsweise können Kunden Screenshots von der Kleidung machen, die sie online sehen. Daraufhin wird die Kleidung auf diesem Foto identifiziert und dann das gleiche Outfit gefunden und nach ähnlichen Stilen gesucht.

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KI-gestütztes Modedesign und -herstellung

Angesichts der ständigen Veränderungen in der Mode und im Design müssen die Einzelhändler konsequent mit den neuesten Trends Schritt halten und die Verbraucherpräferenzen für die nächste Saison vorhersagen.

Traditionell stützen sich die Einzelhändler bei ihrer Schätzung des aktuellen Jahresumsatzes auf Daten aus dem Vorjahr. Dies ist jedoch nicht immer korrekt, da der Umsatz von vielen schwer vorhersehbaren Faktoren beeinflusst werden kann, wie beispielsweise von sich ändernden Trends.

KI-basierte Ansätze zur Bedarfsprognose können jedoch Prognosefehler um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Dieser Artikel wurde von Ron Schmelzer auf Englisch verfasst und am 16.07.2019 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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