Employer Reputation: So stärkst du dein Image als Arbeitgeber

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Employer Reputation: So stärkst du dein Image als Arbeitgeber
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Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels sehen sich viele Unternehmen damit konfrontiert, qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden. Im Kampf um die Fachkräfte gewinnt die digitale Employer Reputation eine immer größere Bedeutung. Für viele KandidatInnen, die auf der Suche nach einem Arbeitgebersind, ist die Online-Recherche zum Unternehmen der erste Schritt ihrer Candidate Journey. Wichtige Anlaufpunkte sind neben einer Suchanfrage in den gängigen Suchmaschinen die Unternehmenswebsite sowie Online-Plattformen, auf denen bestehende und ehemalige MitarbeiterInnen ihre Erfahrungen teilen. Umso wichtiger ist es für dich als ArbeitgeberIn, aktiv und authentisch in Bewertungsportalen Präsenz zu zeigen, um deine digitale Reputation mitzugestalten und den Recruiting-Prozess positiv zu beeinflussen.

Warum ist digitale Employer Reputation für das Recruiting so relevant?

Nicht nur bei der Jobsuche gehen potenzielle KandidatInnen online, um geeignete ArbeitgeberInnen zu finden.

Vor einer Bewerbung unterziehen BewerberInnen das Unternehmen im Internet einem Rund-um-Check.

Wesentliche Faktoren, die die Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen beeinflussen, sind nicht mehr nur hard facts, wie Gehalt, Bonuszahlungen, Urlaubszeiten, flexible Arbeitszeitmodelle die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten.

Soft facts, wie

  • die Firmenphilosophie,
  • der Umgang mit MitarbeiterInnen
  • und die grundsätzlichen Werte, darunter Nachhaltigkeit, Umweltschutz oder soziales Engagement,

stehen zunehmend im Fokus potenzieller neuer MitarbeiterInnen und bilden die Employer Reputation eines Unternehmens ab. KandidatInnen schauen hierbei genau hin, ob ArbeitgeberInnen einen wertschätzenden Umgang mit ihren MitarbeiterInnen pflegen. Online-Jobbörsen und Bewertungsportale, wie Xing/kununu, LinkedIn oder Indeed, sowie Social-Media-Plattformen haben hierbei eine Schlüsselrolle. Bestehende und ehemalige MitarbeiterInnen und BewerberInnen gewähren mit ihren Erfahrungsberichten und Bewertungen einen authentischen Einblick in das Unternehmen. ArbeitgeberInnen, die ihre MitarbeiterInnen explizit auf diese Möglichkeit hinweisen, können wertvolle Bewertungen akquirieren. Außerdem können sie zufriedene Angestellte zu einem Beitrag animieren, die bekanntermaßen seltener ihre Erfahrungen teilen als unzufriedene ArbeitnehmerInnen. 

Employer Reputation aktiv mitgestalten

Die Employer Reputation ist ein wichtiger Bestandteil des Employer Brandings. Doch anders als dieses bezeichnet es nicht das aktive Konstruieren eines positiven Markenimages, sondern ist das natürlich gewachsene Ansehen eines Arbeitgebers bei seiner Zielgruppe, das auf Vertrauen und Anerkennung basiert.

Die digitale Reputation deines Unternehmens kannst du selbst aktiv mitgestalten, indem du mit einem gezielten Employer Reputationsmanagement neben Online-PR-Maßnahmen, die auf Arbeitgeberthemen ausgerichtet sind, auch auf den wichtigsten Bewertungsportalen vertreten bist. Da echte Erfahrungsberichte für KandidatInnen so hohe Relevanz haben, ist das sogar unverzichtbar für den Recruiting-Prozess. Potenzielle BewerberInnen lesen mit und beobachten genau, ob und wie Arbeitgeber auf die Beiträge und Bewertungen reagieren.

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Aktives Bewertungsmanagement: Authentizität und Transparenz vermitteln

Der erste Schritt ist zu prüfen, auf welchen Plattformen deine Zielgruppe vertreten ist und dort ein Unternehmensprofil anzulegen. Danach ist die regelmäßige Pflege das A und O, um KandidatInnen zu signalisieren, dass die Belange von MitarbeiterInnen und BewerberInnen ernst genommen werden.

Indem ArbeitgeberInnen konsequent, zeitnah und regelmäßig auf Erfahrungsberichte und Bewertungen reagieren, vermitteln sie Authentizität.

Vor allem negative Inhalte erfordern hierbei einen sensiblen Umgang. Dem Verfasser kann beispielsweise die persönliche Kontaktaufnahme angeboten werden, um seine Kritik an entsprechender Stelle auszuführen. Unternehmen zeigen auf diese Weise, dass sie gewillt und in der Lage sind, sich in eine andere Betrachtungsperspektive zu versetzen. Wenn sie Feedback und Kritik zum Anlass nehmen, um tatsächlich Unternehmensprozesse dahingehend zu ändern, erlangen sie als ArbeitgeberInnen zusätzlich Glaubwürdigkeit und Vertrauen

Alexander Hundeshagen
Alexander Hundeshagen ist Geschäftsführer der reputativ GmbH. Mit der Marke reputativ®, die auf Reputationsmanagement und Omnichannel-PR spezialisiert ist, engagiert sich das Unternehmen für die Steigerung und den Erhalt des guten Rufes und fördert das positive Bild ihrer Kunden.

2 Kommentare

  1. Man weiß mitunter gar nicht, ob man lachen oder weinen soll, wenn man die Mitarbeiterbewertungen mancher Unternehmen etwa auf Kununu liest. Mal ehrlich, ein Unternehmen, das den Ruf „der kleine Horrorladen“ weg hat, kann doch einpacken. Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt man in der Personalabteilung recht ungestört. Wer will denn da noch arbeiten?

    • wenn ich die Bewertung meines Unternehmens sehe, komme ich auch erstmal ins Grüppeln. Dann weis ich aber, dass es sich hierbei um ehemalige Mitarbeiter handelt, die alle unzufrieden sind, weil Sie sich selbst nicht reflektieren können. Wirkt eben nach außen hin trotzdem doof.

      Aber auch nur, weil die zufriedenen Mitarbeiter eben nicht kommentiert haben.

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