Wie Covid-19 den Recruiting-Prozess verändert hat

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Wie Covid-19 den Recruiting-Prozess verändert hat
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Die Covid-19-Pandemie hat Menschen auf der ganzen Welt dazu gezwungen, ihr alltägliches Leben zu überdenken, von der Arbeit über die Schule bis hin zur Unterhaltung. Es war notwendig, die Orte, an denen wir arbeiten und lernen, digital umzugestalten, damit wir effektiv arbeiten können. Eine unerwartete Folge der Coronakrise ist, dass diese die digitale Transformation vieler Unternehmen angetrieben hat und somit den Weg für mehr Flexibilität im Arbeitsalltag freigemacht hat. Es hat sich bewiesen, das diejenigen Unternehmen, die neue Technologien gut und smart nutzen ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus sein können, da sie in der Lage sind Kontinuität zu gewährleisten und eine hohe Anpassungsfähigkeit aufweisen.

Einfluss auf unsere Arbeitswelt

Die Coronakrise hat unter anderem großen Einfluss auf unsere Arbeitswelt genommen. Das Arbeiten aus dem Homeoffice ist quasi über Nacht zu unserer neuen Normalität geworden. Laut der Randstad ifo Personalleiterbefragung für das zweite Quartal 2020, stieg der Anteil der Firmen, die während der Corona-Pandemie Homeoffice angeboten haben auf 61 Prozent.

Vor dem Ausbruch haben durchschnittlich lediglich 39 Prozent der Beschäftigten zeitweise aus dem Homeoffice gearbeitet.

Manche Unternehmen haben bereits vor Wochen angekündigt, ihre Belegschaft bis 2021 aus der Ferne aus weiter arbeiten zu lassen. Das virtuelle miteinander Arbeiten und das Entwickeln neuer virtueller Geschäftsprozesse hat längst Einzug in unseren neuen Berufsalltag genommen. Davon betroffen ist auch der Rekrutierungsprozess von Unternehmen, die neuen Herausforderungen aber auch Chancen gegenüberstehen.

Die Auswirkungen auf den Rekrutierungssektor

Durch die Pandemie mussten manche Unternehmen einen Einstellungsstopp verhängen oder Bewerbungsgespräche verschieben. Viele Unternehmen rekrutieren jedoch weiterhin, um die Unternehmensprozesse so gut wie möglich aufrechtzuhalten und auszubauen. Das Finden von motiviertem und passendem Personal spielen hierbei eine essenzielle Rolle.

Vor Covid-19 fand der Rekrutierungsprozess überwiegend auf Basis von Email Kommunikation und persönlichen Gespräche mit den BewerberInnen statt.

Viele Prozesse in der Personalauswahl waren in den Anfangsphasen der Digitalisierung und der Fokus auf die User Experince in ihren Kinderschuhen. Jedoch auch hier – wie auch in anderen Geschäftsprozessen findet die Personalsuche und -auswahl jetzt meist virtuell statt und ebnet den Weg für neue digitale HR-Lösungen wie zum Beispiel On-Demand-Videorekrutierungstools.

Vorteile von Online-Videorekrutierung

Dass Vorstellungsgespräche bequem digital durchgeführt werden können, ist keine neue Erkenntnis. Während jedoch Meeting-Tools wie Teams, Zoom oder Sykpe hilfreich sind, um soziale „face-to-face“ Kontakte zu vermeiden und dennoch ein Bild vom Bewerber zu erhalten, bieten On-Demand-Videorekrutierungstools eine weitaus breitere Pallette an Vorteilen für Unternehmen.

Virtuelle On-Demand-Video-Anwendungstools bieten ein hohes Maß an Flexibilität und Effizienz, sowohl für die Personalvermittler als auch für die BewerberInnen. Sie ermöglichen beispielsweise den BewerberInnen eine zeitliche und räumliche Flexibilität auf Interviewfragen zu antworten. Personalvermittler können dann die Antworten zu einem für sie passenden Zeitpunkt einsehen. Im Vergleich zu herkömmlichen „Telefon-Vorstellungsgesprächen“ spart diese Art Zeit und erfordert weniger Planung, so können auch BewerberInnen mit Kindern zeitlich flexibel Fragen beantworten. Zusätzlich sind diese Tools darauf ausgerichtet, den BewerberInnen eine angenehme User Experience zu bieten und den Auswahlprozess so reibungslos wie möglich ablaufen zu lassen.

EXTRA: Jobsuche: Digitale Bewerbung ist mehr als ein Lebenslauf mit Videoclip

PersonalvermittlerInnen und Unternehmen hat sich eine weitere neue Tür geöffnet. Unternehmen können sich als Arbeitgeber besser profilieren und potenziellen neuen MitarbeiterInnen zeigen, dass sie flexibel und direkt auf Veränderungen reagieren. Durch die Adaption neuer Tools und digitaler Lösungen können Unternehmen eine jüngere Zielgruppe einfacher und organischer ansprechen und von sich als Arbeitgebermarke überzeugen.

Anhand einer offeneren Unternehmenspräsentation, ist es ebenso möglich Unternehmenswerte zielgruppenspezifisch zu kommunizieren und so den Cultural Fit und die Persönlichkeit der BewerberInnen zu erfassen.

Die Covid-19 Pandemie hat viele Teile des Arbeitslebens zum Umdenken gezwungen, so auch den Rekrutierungsprozess von Unternehmen. Während On-Demand-Videorekrutierungstools keine Erfindung der letzten Monate sind, haben diese durch die Pandemie an neuer Bedeutung gewonnen und können in Zeiten wie diesen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil in der Suche nach passenden Talenten bieten. Die Pandemie hat viele wichtige und für manche Unternehmen längst fällige Strukturen und Prozesse digitalisiert und bleibende Veränderungen hervorgebracht. Neben dem teilweise Arbeiten im Homeoffice gehört hierzu auch die Verwendung von  Videorekrutierungslösungen.

Stéphane Brunner
Stéphane Brunner, Absolvent der Ingenieurschule ISEN und der Wilhelm Universität Münster, begann seine Karriere in Deutschland bei der Vision Consulting Group als Berater im IT-Projektmanagement. Im Jahr 2012 wechselte er zu IBM Schweiz, wo er als Key Account Manager im Bereich IT Resourcing tätig war, bevor er zum Manager für die DACH-Region ernannt wurde. Im Jahr 2016 wechselte er zu Indeed, wo er das Unternehmen bei der Aufnahme seiner Geschäftstätigkeit in der DACH-Region unterstützte. 2019 wechselte er dann zu CleverConnect als Leiter des internationalen Vertriebs.

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