Ist dein Unternehmen bereit für Remote Work? Eine Checkliste

932
Ist dein Unternehmen bereit für Remote Work? Eine Checkliste
© Maridav - stock.adobe.com

Früher war es üblich, jeden Tag zur Arbeit zu kommen, heute sind Homeoffice und „virtueller Arbeitsplatz“ normal. Aber nicht alle ArbeitnehmerInnen sind an Bord, und viele fühlen sich unvorbereitet. Umso wichtiger ist es für die Unternehmen, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie auf Remote Work umstellen können.

Hier findest eine Checkliste rechtlicher und praktischer Fragen, die Organisationen für Remote Work in Betracht ziehen sollten.

1. Richtlinien für Remote Work

Organisationen sollten alle Vereinbarungen zur Remote Work schriftlich festhalten. Diese Vereinbarungen umfassen zum Beispiel:

  • Kriterien für die Anspruchsberechtigung für Fernarbeit
  • Ob es sich bei der Fernarbeit um eine vorübergehende oder laufende Vereinbarung handelt
  • Ob die Vereinbarung zu 100 % aus Fernarbeit oder teilweise aus Büroarbeit besteht.
  • Sicherheit am Arbeitsplatz und Sicherheit/Privatsphäre
  • Leistungs- und Zeitplanerwartungen in einer unternehmensexternen Umgebung
  • Überprüfung der Arbeitsaufgaben und Zuständigkeiten, um den Anforderungen der Fernarbeit gerecht zu werden
  • Einhaltung von Lohn und Arbeitszeit, einschließlich Zeiterfassung und Einhaltung von Pausen
  • Integration in bestehende Mitarbeiterrichtlinien

2. Rückerstattung von Ausgaben

In einer Büroumgebung stellen Unternehmen in der Regel das zur Verfügung, was die MitarbeiterInnen zur Erledigung ihrer Arbeit benötigen.

Das Gegenteil kann in einer unternehmensexternen Arbeitsumgebung der Fall sein, in der die MitarbeiterInnen das bereitstellen müssen, was sie zur Erledigung der Arbeit benötigen. Organisationen sollten unter Berücksichtigung der Produktivitätsanforderungen festlegen, was die MitarbeiterInnen für die Remote-Arbeit benötigen, und dann entscheiden, ob sie die MitarbeiterInnen dafür entschädigen. Zum Beispiel wird benötig:

  • Computer/Laptop
  • Internetanschluss
  • Mobiles Gerät und Dienst
  • Anwendungen oder Software
  • Drucker (wenn Dokumente nicht virtuell für die Stelle genutzt werden können).
  • Büromaterial (Stifte, Papier, Druckerpatronen)
  • Ergonomische Büromöbel

EXTRA: So optimierst du deine IT-Infrastruktur im Homeoffice

3. Einrichtung eines Remote-Arbeitsplatzes

Die Art der Arbeit kann sich auf den Arbeitsbereich auswirken, der für die Fernarbeit benötigt wird. Zu den wichtigsten Überlegungen gehören:

  • Die Sicherheit des Arbeitsbereichs, wie z.B. Einschränkungen bei der Nutzung durch andere Mitglieder des Haushalts für nicht arbeitsbezogene Zwecke und Passwortschutz von Geräten (insbesondere für MitarbeiterInnen, die mit vertraulichen Geschäftsgeheimnissen, Kundeninformationen oder medizinischen Aufzeichnungen zu tun haben)
  • Der Umfang, in dem der Arbeitgeber den physischen Arbeitsbereich strukturieren/überwachen/inspektieren darf
  • Ob der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer einen Schreibtisch, einen Stuhl, Büromaterial, IT-Ausrüstung (Computer/Tisch/Telefon) und entsprechende Unterstützung zur Verfügung stellt
  • Bring Your Own Device (BYOD)-Richtlinie für persönliche Geräte der MitarbeiterInnen, die für Arbeitszwecke verwendet werden

Dieser Artikel wurde von Aaron Colby auf Englisch verfasst und am 26.08.2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

unternehmer.de
unternehmer.de ist das Wissensportal für Fach- und Führungskräfte im Mittelstand, Selbständige, Freiberufler und Existenzgründer.

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib hier deinen Namen ein

Der Artikel hat dir gefallen? Gib uns einen Kaffee aus!