Vorsätze für das neue Jahr: Vermeide diese 6 Fehler und du setzt sie um

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Und wieder startet ein neues Jahr – neue oder alte Vorsätze spuken bereits seit Wochen in unseren Köpfen, doch wenn wir unsere alten Vorsätze nicht umsetzen konnten, warum dann überhaupt über neue grübeln? Welche Fehler dir bei der Umsetzung der Vorsätze unterlaufen, ist vielen Menschen gar nicht klar – doch einmal richtig gestartet kann es jedem gelingen, seine Vorhaben erfolgreich umzusetzen.

6 Fehler, die du bei deinen neuen Vorsätzen vermeiden musst

Wie du 6 große Fehler bei den neuen Vorsätzen vermeiden und die richtige Strategie aufbauen kannst, um bei der Stange zu bleiben, erfährst du in diesem Gastbeitrag.

1. Wie du aus Wünschen echte Ziele machst

Viele Menschen machen den Fehler, dass sie sich keine echten Ziele setzen, sondern eigentlich nur Wünsche äußern. Du kennst bestimmt die üblichen Gedanken, wenn du an das neue Jahr denkst, und dir vorstellst, wie es idealerweise ablaufen sollte? Es ist dein Herz, was da spricht – denn jeder Mensch trägt heimlich Wünsche und Sehnsüchte in sich, die er gerne ausleben möchte.

Die Kunst ist es nun, daraus auch ein echtes Ziel zu formen. Definiere deinen Wunsch, indem du das Endergebnis konkret festlegst und versehe es mit einem zeitlichen Rahmen, bis wann du es erreicht haben willst. Dann ist es ein handfestes Ziel und dein Kopf kann damit starten, darauf hinzuarbeiten.

Nutze die SMART Methode:

Spezifisch beschriebene Ziele

Messbaren Fakten, d.h. wann ist mein Ziel erreicht

Attraktivität, du hast Lust es umzusetzen

Realistisch, ist es machbar oder nicht

Terminisieren, Zieldatum festlegen

2. Wie du dir dein WARUM bewusst machst

Sich einfach was vornehmen kann ja jeder! Wenn du dir aber deines WARUMs nicht bewusst bist, also der wahren Motivation, die hinter einem Ziel steckt, wird es schwierig, dieses langfristig auch wirklich zu verfolgen. Werde dir also darüber klar, weshalb dieses Ziel für dich so wichtig ist und inwiefern es dein Leben verbessern wird. Dein WARUM ist dein größter Motivator und sollte daher absolut klar sein. Falls du dir unsicher bist, frage dich wie es dir in 2 Jahren gehen wird, wenn du nichts verändern wirst.

3. Wie du Neujahrs-Vorsätze konkret formulierst

Viele Menschen scheitern bei ihren Vorsätzen, weil sie nicht konkret genug formuliert sind. Es ist sehr leicht, eine vage Aussage zu treffen, die Raum lässt für Interpretation an der Umsetzung. Doch genau darum geht es — damit die Umsetzung klar ist und gelingt, gilt es, die Dinge konkret zu formulieren.

Wann möchtest du zu welcher Tages- oder Uhrzeit was genau machen? Es ist ein Unterschied, ob man sich vornimmt, 5 Kilo abzunehmen, oder sagt: „Ich werde 5 Kilo bis Ende des Monats abnehmen, indem ich jeden 3. Tag morgens raus an die frische Luft und eine halbe Stunde joggen gehe“.

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4. Vermeide es, dir zu viel vorzunehmen

Was passiert, wenn man zu viel in zu kurzer Zeit erreichen möchte? Die Motivation erleidet einen Dämpfer, weil die eigene Erwartungshaltung nicht schnell genug erfüllt werden kann. Daher ist es besser, wenn du dir nicht mehrere Dinge gleichzeitig vornimmst und dir ein bisschen Zeit gibst, kleine Erfolge zu erzielen, bzw. die Dinge „step by step“ zu erreichen. Sei nicht zu streng mit dir selbst. Bleibe fokussiert auf das eine Ziel, anstatt dich in 2-3 zu verrennen!

5. Wie du dank Routinen deinen Zielen näher kommst

Es gibt einen tollen Trick, wie man sehr einfach eine Umsetzung von Zielen erreichen kann, ohne groß zusätzlich geistige Kraftanstrengungen aufzuwenden: indem man neue Routinen und Gewohnheiten entwickelt, die den Weg zum Ziel ebnen. Unser Gehirn lässt sich trainieren, und sobald eine neue Aktivität regelmäßig wiederholt wird und in eine Gewohnheit übergeht, kostet es uns nicht mehr so viel Anstrengung, weil es zu einem Automatismus wird, wie z. B. Zähneputzen oder Duschen am frühen Morgen.

Quelle: Mag. Birgit Fahrner-Schneeberger

6. Nutze Mentaltraining, um fokussiert zu bleiben

Den Fokus zu halten fällt unter den Lasten eines normalen Alltags nicht immer leicht. Einfacher wird es, wenn du dir Mentaltraining zu Nutze machst und dir immer wieder vorstellst, was du machen und erreichen möchtest, so dass sich dein Kopf das Vorhaben immer wieder neu vornimmt und einprägt. Das macht es wesentlich leichter, mühelos neue Routinen und Gewohnheiten ausbilden zu können. Mit dem richtigen mentalen Training sind Körper, Geist und Seele viel besser darauf vorbereitet und unterstützen dich optimal in deinem Vorhaben.

Fazit

Wir bleiben letztendlich unser größter Feind, bei der Umsetzung egal welcher Vorsätze, wichtig ist nur zu erkennen, was sind meine Schwächen und wie kann ich diesen mit konkreten Hilfsmitteln entgegen treten. Mit der Umsetzung kleiner Ziele wirst du langfristig mehr Erfolg und Spaß im Alltag haben, ohne das sich ein erneuter Vorsatzfrust einstellt.

Mag. Birgit Fahrner-Schneeberger
Mag. Birgit Fahrner-Schneeberger, Msc. schloss 1998 an der Universität Wien ihr Psychologiestudium ab und erwarb zusätzliche Qualifikationen in Trauma- und Psychotherapie. Neben der Stelle als leitenden Psychologin im LKH Steyr und Enns von Trauma- und Essstörungsstationen ist sie ebenfalls als Dozentin für Psychologie an der Karl-Landsteiner Universität tätig. Sie arbeitet derzeit in eigener Praxis u. a. mit Trauma- und Hypnosecoachings und gründete dieses Jahr die Coaching Academy für Transformation und Kreation, um Menschen zu Dipl. Transformations- und Kreationscoaches auszubilden.

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