So stärken kleine Unternehmen ihr Online Marketing in 2021

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So stärken kleine Unternehmen ihr Online Marketing in 2021
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Wenn kleine Unternehmen gegründet werden, ist die erste große Frage: Wie finde ich einen Weg, die ersten KundInnen zu gewinnen? Viele Unternehmen neigen dann dazu, sich zunächst auf traditionelle Formen der Werbung zu verlassen. Sie verschicken Flyer in der Nachbarschaft oder plakatieren die Fußgängerzonen. Aber in der heutigen Zeit gibt es viel mehr Möglichkeiten und kaum ein modernes Unternehmen kann ohne die Hilfe von Online Marketing auskommen.

Online Marketing mag für einige neu und verwirrend erscheinen, besonders für die ältere Generation. Aber in der heutigen Zeit ist Online Marketing zu einer Notwendigkeit geworden und einfacher als du denkst. Es muss weder kompliziert noch entmutigend sein, sondern es ist etwas, das jeder tun kann und auch sollte. Manche würden sagen, es ist sogar einfacher als traditionelle Werbung.

Du bist Betreiber eines kleinen Unternehmens oder Freelancer und du möchtest dein Geschäft kräftig ankurbeln oder erweitern? Dann hast du jetzt allen Grund weiterzulesen. Hier sind die besten Tipps und Tricks mit denen du starten kannst dein Unternehmen durch Online Marketing zu stärken und zu erweitern.

Was ist Online Marketing?

Online Marketing bezeichnet jegliche Werbung für ein Unternehmen über komplett digitale Kanäle. Sei es über Suchmaschinen, Social Media oder auch jede andere Art von Multimedia-Botschaften. Jede Werbestrategie, die auf digitalem Wege mit Kunden kommuniziert, fällt unter Online Marketing. 

Wie du als kleines Unternehmen dein Online Marketing stärkst

1. Sei dort wo deine Kunden sind – Online!

Ob du willst oder nicht, wir leben in einer digitalen Welt. Von der Arbeit bis hin zum Familienessen wird alles über einen Bildschirm organisiert oder kommuniziert. Face-to-Face Interaktionen, also von Angesicht zu Angesicht werden zunehmend rar. Warum solltest du diesen Trend also nicht ausnutzen? 

Deine bestehenden, aber auch potenziellen KundInnen sind bereits online. Alles, was du tun musst, ist sie zu identifizieren und sie gezielt anzusprechen. Und selbst das ist einfacher, als es scheint. Im besten Fall machst du dein Geschäft so verfügbar und zugänglich, dass die KundInnen von alleine zu dir kommen. 

Insbesondere die lokale “In meiner Nähe” Suche wird hier immer wichtiger werden, denn Kunden nutzen vermehrt ihre mobilen Geräte, um im Internet nach einem Geschäft oder Service zu suchen. Laut GoGulf beziehen sich 46% aller Suchanfragen bei Google auf lokale Informationen, was den Trend hin zu lokalen Suchen verdeutlicht. 

Außerdem kaufen KundInnen heutzutage nicht mehr einfach irgendwo, sondern durchlaufen einen Prozess der Kaufvorbereitung. Sie recherchieren proaktiv über den Ort, an dem sie kaufen wollen. Wenn sie nach deinem Unternehmen suchen, erwarten sie daher eine übersichtliche Website mit jeglichen Informationen über dein Angebot, sowie eine Präsenz in Social Media. Dort suchen sie auch die Bewertungen anderer KundInnen

Erst nach einer gründlichen Recherche werden sie sich für einen endgültigen Kauf entscheiden. Und wenn sie dein Unternehmen nicht online finden, dann werden potenzielle KundInnen schnell zur nächstbesten Option weitergehen und damit KundInnen deiner Konkurrenz.

Selbst wenn du noch keine eigene Website hast, solltest du dir in diesem Fall zumindest dein Google my Business Profil als ersten Anlaufpunkt für dein Publikum einrichten. 

2. Schau der Konkurrenz über die Schulter

Du verpasst nicht nur potenzielle KundInnen, wenn du nicht online bist, sondern auch die Marketingstrategien deiner KonkurrentInnen. Um ein erfolgreiches Unternehmen zu führen, solltest du daher jederzeit wissen, wer deine KonkurrentInnen sind und was sie tun. 

Welche digitalen Kanäle nutzen sie? Was sind ihre Social-Media-Strategien? Setzen sie Display-Ads ein? Wie viele Follower haben sie? Wie interagieren sie mit ihrem Publikum und wie kommunizieren sie über ihre Marke? 

Wenn du all diese Fragen im Hinterkopf behältst, musst du deinen Plan entsprechend ausarbeiten. Frage dich stets, welche Marketing Aktivitäten nutzt der Wettbewerb und wie kann ich diese verbessern und für mich nutzen

Stell dir vor, ein Wettbewerber in deiner Branche schaltet Google Ads auf deine Keywords, jetzt könntest du ebenfalls auf dieser Grundlage aufbauen und deinen eigenen Anzeigentext verbessern, sowie die Wahl von Keywords anpassen, um einen Schritt voraus zu sein.

Nutze also deinen Wettbewerb, um über deine Zielgruppe zu lernen. Wie willst du konkurrenzfähig sein, wenn die Welt deine Konkurrenz findet und nicht dich? Das bringt uns zu unserem nächsten Punkt

3. Stelle sicher, dass du gefunden wirst

Das Internet wird nicht nur genutzt, um KundInnen zu identifizieren und anzusprechen, sondern auch, um es ihnen einfach zu machen dich zu erreichen. Wenn potenzielle KundInnen etwas suchen und deine KonkurrentInnen findet und nicht dich, dann läuft etwas falsch.

Es ist also wichtig, dass du nicht nur eine Website aus einem Selbstzweck erstellst, sondern auch die Suchmaschinenoptimierung erlernst, damit du deinen MitbewerberInnen voraus bist und du bei einer Google-Suche an erster Stelle erscheinst

Daher ist es enorm wichtig, deine Website so zu strukturieren und zu codieren, dass Google ganz genau weiß, wo welche Informationen zu finden sind. Um dies auch für deine Website zu gewährleisten, kannst du zum Beispiel eine Sitemap einreichen.

Der spezifische Inhalt deiner Website ist ebenfalls maßgeblich für den Erfolg. Dein Fokus sollte hier sein, relevante Inhalte zu verfassen und entsprechende Keywords, für die du gefunden werden möchtest, einzuweben. Schreibe Blogartikel, welche potenziellen KundInnen bei ihren Problemen helfen und passe dabei auf, kein Keyword-Spamming zu betreiben. Die Texte sollten damit stets sowohl für Suchmaschinen als auch für die BesucherInnen deiner Website inhaltlich sinnvoll und leserlich sein

Ein Blog ist hier eine großartige Möglichkeit, deine Website stets mit frischen Inhalten zu befüllen, denn hierdurch wird deine Website von Google als relevanter eingestuft werden.

Zu einfachen Anfragen, die deine KundInnen vielleicht schnell beantwortet haben wollen, wie z. B. Adresse deines Unternehmens, wie sind deine Öffnungszeiten und worauf hast du dich spezialisiert, sollten die jeweiligen Antworten einfach online auf deiner Website zu finden sein. Deine InteressentInnen sollten also stets in der Lage sein, Öffnungszeiten, Preise und Sonderangebote zugänglich zu haben, um die Informationen mit denen deiner Konkurrenz vergleichen zu können. 

4. Nutze kostenlose Tools

Das Beste am Online Marketing ist, dass es kein großes Budget braucht. Stattdessen sind die Preise für Social Media und digitale Anzeigen im Vergleich zu anderen Marketingmethoden viel niedriger. Beispielsweise fallen keine Vertriebskosten an. 

Und normalerweise brauchst du nicht mehr als eine Person, die alles für dich macht; von der Planung bis zur Ausführung. Du brauchst auch keinen Hochschulabschluss, um zu lernen, wie Online Marketing funktioniert. Technisch kann jeder damit anfangen, einzig ein wenig Wissen und Durchhaltevermögen sind gefragt.

Es gibt einige kostenlose Tools die kleine Unternehmen nutzen können, um relevante Informationen zu ihrem Markt und ihrem Wettbewerb zu erhalten. 

Hier eine kleine Auswahl an kostenlosen Tools von Google für kleine Unternehmen :

  • Google Search Console: Das kostenlose Analysetool von Google
  • Google Trends: Überprüfe das Suchvolumen deiner Keywords
  • Pagespeed Insights: Teste die Geschwindigkeit deiner Website
  • Google Alerts: Werde bei Neuigkeiten in deiner Branche informiert
  • Google Analytics: Führe Besucheranalysen auf deiner Website durch

Sich nach effektiven Tools umzusehen lohnt sich immer und du wirst überrascht sein zu sehen, wieviele es tatsächlich kostenlos gibt.

5. Nutze Werbung budgetgerecht

Wenn es um Online Marketing geht, ist es nicht auf einige wenige Dinge beschränkt, sondern deckt ein breites Spektrum an Möglichkeiten ab. Du kannst Bannerwerbung, gesponserte Social-Media-Posts, E-Mail-Marketing, Content-Marketing usw. nutzen. 

Außerdem gibt dir digitales Marketing die Freiheit, eine laufende Kampagne zu testen und zu stoppen, wann immer du willst, falls sie nicht so funktioniert, wie du es dir vorstellst. Diese Möglichkeit ist bei traditionellen Marketingmethoden eingeschränkt. 

Als wichtigster Tipp kann ich dir geben: Kenne dein Budget. 

Du brauchst zwar kein Vermögen, aber einen Rahmen solltest du dir definieren bevor du beispielsweise mit Suchmaschinenwerbung (SEA) startest. Diese bezahlten Anzeigen, führen zu einer fast sofortigen Sichtbarkeit in den Suchmaschinen und wird hier mit “Anzeige” gekennzeichnet. Diese Anzeigen basieren auf dem Pay-per-Click Modell was bedeutet, dass du nur dann dafür zahlen musst wenn ein Kunde auf deine Anzeige klickt. Du kannst eine Menge Geld sparen indem du hier darauf achtest, Keywords zu nutzen, die besonders preiswert, aber relevant für deine Zielgruppe sind.

SEA kann sehr effektiv sein, direkt relevante Kunden anzusprechen oder auch Angebote oder saisonale Produkte hervorzuheben. Gerade eine ausgewogene Kombination aus SEO und SEA kann Wunder wirken, da beide in Synthese einen positiven gegenseitigen Einfluss haben. 

6. Gehe in die Interaktion

Eine Sache, welche das digitale Marketing allen anderen Marketingformen überlegen macht, ist die Tatsache, dass es dir erlaubt, mit deinen KundInnen direkt zu interagieren. Es erlaubt dir, direkt mit den KundInnen zu kommunizieren, egal welche Probleme oder Anliegen sie haben, Außerdem können sie Bewertungen schreiben und Feedback in Echtzeit geben. 

Du solltest also die Möglichkeiten der Interaktion nutzen und proaktiv den Kontakt zu deinen KundInnen und InteressentInnen suchen. Dies ist nicht nur vorteilhaft für dein Unternehmen, in dem Sinne, dass du konstruktive Kritik nutzen kannst, sondern kannst du ebenfalls durch eine schnelle Reaktion auf einen Kommentar oder eine Bewertung deinen KundInnen zeigen, dass du dich um ihre Meinung kümmerst.

Fazit

Wie du siehst, ist Online Marketing nicht die Raketenwissenschaft, für die sie manchmal von kleinen Unternehmen gehalten wird. Stattdessen ist es heutzutage die einfachste und günstigste Möglichkeit, als ein kleines Unternehmen oder Freelancer ein großes Publikum gezielt anzusprechen. Da kein großes Wissen oder Budget benötigt wird, ist der ultimative Online Marketing Tipp – einfach anfangen!

Jan Reutelsterz
Bei rankingCoach ist Jan Reutelsterz als Brand Manager für den deutschsprachigen DACH Markt verantwortlich. rankingCoach ist die All-In-One Online Marketing App für kleine Unternehmen und Freelancer. Hier geht's zur kostenlosen Brand Monitoring App rankingCoach FREE.

1 Kommentar

  1. Soziale Netzwerke, Online-Werbung, Branchenverzeichnisse,… Das kann man in der Tat getrost alles vergessen. Das Einzige, was zählt, ist wirklich, dass man ganz weit oben auf der ersten Seite bei Google gefunden wird. Schon einwenig erschreckend – oder?

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