Erfolgreich werben im Google Display-Netzwerk

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Erfolgreich werben im Google Display-Netzwerk
© jmexclusives - pixabay.com

Werbung findet sich nicht nur an Litfaßsäulen, Bussen oder in Schaufenstern – wir begegnen ihr alltäglich im Internet. Wer zeitgemäß eine möglichst spezifische Zielgruppe erreichen will, für den spielt Onlinewerbung eine große Rolle. Die Chancen von Onlinewerbung reichen weit: Deine Anzeige kann auf potenzielle KundInnen sehr genau angepasst werden und nicht relevante NutzerInnen herausfiltern. Außerdem kannst du nachvollziehen, welche NutzerInnen eine Anzeige wie oft geklickt haben, damit der Erfolg einer Marketingaktion ermittelt werden kann. Auch das Gerät von Laptop, Desktop, Tablet oder Smartphone kann ausgewählt werden und die Effizienz steigern.

Was ist das Google Display-Netzwerk?

Die Onlinewerbung über Google Ads teilt sich in zwei Kategorien: Das Such-Werbenetzwerk und das Display-Netzwerk. Das Google Display-Netzwerk (kurz: GDN) ist eine Werbeplattform von Google, auf der ein Netzwerk aus mehr als zwei Millionen Websites, Videos und Apps zu finden ist. Dabei handelt es sich um Internetseiten, die Platz für Werbung bereitstellen oder vermieten. Über Google Ads werden diese dann in einem Wettbewerb versteigert.

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Werbung im Google Display-Netzwerk?

Durch die große Bandbreite an Internetseiten, die von kleinen, unbekannteren bis hin zu populären Seiten reicht, können 90 Prozent aller InternetnutzerInnen erreicht und Zielgruppen weltweit vergrößert werden. Du steigerst nicht nur deine Reichweite, sondern auch deine Bekanntheit. Genau hier macht sich der größte Vorteil der Onlinewerbung bemerkbar: Wie präzise deine Anzeige an die Bedürfnisse und Interessen bestimmter Zielgruppen angepasst werden kann. Schon in der Art der Darstellung kannst du zwischen Textanzeigen, visuell prägnanten Bannern, Rich Media und sogar Videoanzeigen wählen. Für die Platzierung deiner Anzeigen stehen dir die Targeting-Tools zur Verfügung. Doch wie erreichst du nun die für dich relevante Zielgruppe? Hier ein grober Überblick.

Die Targeting Tools

  • Kontext-Targeting spricht die NutzerInnen an, die über Interesse an ähnlichen Webseiten ein potenzielles Interesse an deiner Seite haben. Dafür werden wichtige Begriffe, sogenannte Keywords, verwendet. Google ermittelt also Seiten mit ähnlichen oder gleichen Keywords, um dort deine Werbung zu schalten.
  • Placement Targeting kannst du dann einsetzen, wenn du bereits passende Websites kennst oder vermutest, über die du deine NutzerInnen am besten erreichst. Hiermit platzierst du deine Anzeige gezielt auf ausgewählten Seiten.
  • Themenbezogenes Targeting schaltet deine Anzeige auf Webseiten, die von deinen ausgewählten Themen entsprechen.

Targeting kann nach einer Fülle weiterer Kriterien wie Interessen, Standort, bestimmten Regionen oder Sprachen ausgerichtet werden. Die Tools können nach Bedarf kombiniert werden, sodass die individuelle Zielgruppe optimal erfasst werden kann.

Remarketing im Google Display-Netzwerk

Die hervorstechendste Möglichkeit des Display-Netzwerkes ist allerdings das Remarketing. Hierbei werden BesucherInnen einer Webseite auf einer anderen Seite wieder auf den jeweiligen Shop oder die Marke angesprochen. Das Remarketing orientiert sich dabei am Surfverhalten der NutzerInnen, sodass mittlerweile auch NutzerInnen mit dem gleichen Surfverhalten angesprochen werden können, auch wenn sie die Seite nicht besucht haben.

Vorteile des Remarketings

Die Zielgruppe wird eingegrenzt auf die NutzerInnen, die bereits Interesse an deinem Unternehmen oder deinen Produkten gezeigt haben. Dadurch ist die Conversionrate auch viel höher, das heißt, viel mehr von den erreichten NutzerInnen nehmen Kontakt auf oder führen eine Kaufaktion durch. Remarketing eignet sich in Zusammenarbeit mit einer professionellen Ads Agentur besonders zur Pflege von BestandskundInnen. Deshalb generiert Remarketing zwar auch Reichweite, ist aber besonders effektiv im Hinblick auf deinen Umsatz.

Dynamisches Remarketing

Unser Top-Tipp ist das dynamische Remarketing. Der Unterschied zum herkömmlichen Remarketing besteht schon darin, dass mit dem dynamischen Remarketing wieder mehr auf Neukundengewinnung abgezielt wird. Außerdem ist das Remarketing an sich allgemeiner gefasst: Es werden Zielgruppen angesprochen, die deine Webseite besucht haben. Beim dynamischen Remarketing kannst du jedoch NutzerInnen konkret an das Produkt erinnern, das sie sich angesehen oder das er vielleicht in ihrem Warenkorb vergessen haben.

Dynamisches Remarketing lohnt sich

Schon allein dadurch, dass diese Variante sehr viel konkreter und persönlicher auf das Interesse der NutzerInnen eingeht, ist sie besonders effektiv. Häufig kehren bis zu einem Fünftel der NutzerInnen nach der Ansprache durch dynamisches Remarketing tatsächlich zurück und tätigen die gewünschte Conversion, also eine unternehmensrelevante Aktion. Das kann der Kauf deines Produktes sein, oder zum Beispiel eine Kontaktaufnahme, wenn NutzerInnen zuvor ein Kontaktformular ausgefüllt, aber nicht abgeschickt haben.

Vivien Wagner arbeitet für Online Marketing und Web-Agenturen als Redakteurin mit dem Themenschwerpunkt PPC-Marketing.

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