#staythefuckhome & #staypositive: Social Media & Corona

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#staythefuckhome & #staypositive: Social Media & Corona
© Matias - stock.adobe.com

Schöne, heile Welt. So zeigt sich uns Instagram in der Regel, wenn wir durch unseren Feed scrollen. Doch derzeit steht die Welt aufgrund der Corona-Krise Kopf. Was sehen wir also in Social Media statt Meal-Prepping fürs Büro, fitten 5-Tage-Sportwochen im Gym oder Ausflügen zum gesündesten Avocadobrot der Stadt? Was tun unsere Lieblingscafés in dieser Zeit und die Influencer, denen wir folgen? Zum Glück Zuhause bleiben und ihre Reichweite nutzen, um die derzeit wichtigste Message immer wieder und wieder an alle zu transportieren:

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Wir alle sind so unterschiedlich. Wir sind Künstlerinnen, Lehrerinnen, Journalistinnen, Muddis, Freigeister… ⠀ ⠀ Aber nie war es so wichtig, wie jetzt, dass wir alle an einem Strang ziehen. ⠀⠀ ⠀⠀ Denn es ist nicht „nur eine Grippe“. ⠀⠀ ⠀⠀ Lasst mich hier mal ein paar Hardfacts⠀einstreuen für die Zweifler:⠀⠀ Gestern erst haben wir in Deutschland⠀die 10K geknackt. Über 10.000 nachgewiesene (!) Corona- Infektionen.⠀⠀ ⠀⠀ Heute, nur einen Tag später 13979, knapp 4000 Neuerkrankungen. An einem Tag.⠀⠀ ⠀⠀ So und jetzt dürft ihr gerne rechnen. ⠀⠀ Was ist morgen? ⠀⠀ In einer Woche?⠀⠀ ⠀⠀ Was denkt ihr, wie lange es noch möglich ist, die Neuinfektionen optimal medizinisch zu versorgen?⠀⠀ ⠀⠀ Ihr müsst kein Mathegenie sein. Hauptsache ihr habt Herz. ⠀⠀ ⠀⠀ Was wenn eure Mama, Oma, Papa bald auch eine Nummer sind? Gibt’s dann noch genügend Beatmungsgeräte? Pflegekräfte? ⠀⠀ ⠀⠀ Ich weiß, zu Hause bleiben ist doof. Bei Sonnenschein extrem doof. Für Erwachsene und für Kinder erst Recht. Aber es wäre toll, wenn wir alle jetzt an einem Strang ziehen könnten. ⠀⠀ Damit der Spuk bald vorüber ist. ⠀⠀ ⠀⠀ Wenn raus, dann Wald statt Spielplatz, Videotelefonie statt Kaffeekränzchen. Keiner steinigt euch, wenn ihr den Fernseher länger laufen lasst, weil ihr einfach mal ’ne Pause braucht. ⠀⠀ ⠀⠀ Was meint ihr? Kriegen wir das zusammen hin? ⠀⠀ ⠀⠀ #staythefuckhome #wirbleibenzuhause #flattenthecurve #covid19 #covid19germany #coronadeutschland #zusammenhalt

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Positiv & kreativ bleiben

Viele Influencer nutzen die neu gewonnene Zeit zuhause beispielsweise für Live-Sessions, um ihre Anhänger für eine Stunde im Kampf gegen die Langeweile virtuell zu versammeln, Fragen zu beatworten, ein kleines Konzert gegen die Vereinsamung zu bieten und ähnliches. Hier sind kreativen Aktionen keine Grenzen gesetzt. Denn auch wenn wir derzeit reale, physische Kontakte meiden müssen, können wir Dank Digitalisierung und Internet unsere Liebsten über Videochats bestens erreichen und von Livestreams unserer liebsten Influencer erheitern lassen.

EXTRA: Digitalisierung: Hat Deutschland den Anschluss verpasst? [Infografik]9

Physically distant, but socially close.

Unter den Hashtags #staythefuckhome, #wirbleibenzuhause und zahlreichen ähnlichen, die sich in den letzten Wochen etabliert haben, nutzen Meinungsmacher, Stars und Medien ihre Reichweite und appellieren an die Gesellschaft, ihre Bürgerpflicht wahrzunehmen und an die Gesundheit aller zu denken. Wenn jeder #socialdistancing betreibt, schaffen wir es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und wertvolle Zeit zu gewinnen, um eine gute medizinische Versorgung jedes Einzelnen zu gewährleisten. #flattenthecurve ist hier das erklärte Ziel.

Kleine und mittelständische Unternehmen & Selbstständige leiden

Auf Instagram folgen wir zahlreichen Accounts von Unternehmen, die sich mit den schönen Dingen des Lebens befassen: Schöne Fotos, schöne Möbel, schönes Essen… Alle aus Branchen, die jetzt gerade ums Überleben kämpfen. Vor allem Gastronomen und den Einzelhandel trifft es hart, Solopreneure und Selbstständige kämpfen um Aufträge.

Wie verdienen kleine Geschäfte jetzt ihr Geld?

Auch hier ist Kreativität gefragt. Viele Restaurants und Läden rufen Gutschein-Aktionen ins Leben, um sich finanziell über Wasser zu halten. Wir alle glauben schließlich an die Zeit nach der Krise, in der wir langsam unser gewohntes Leben wieder aufnehmen werden können. Was würden wir da lieber tun, als unserem lang vermissten Lieblingsspot wieder einen Besuch abzustatten? Daher lohnt es sich, genau jetzt unsere Lieblingshändler mit einem Gutschein zu unterstützen, damit er weiterhin Einnahmen hat, auch wenn diese aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und Öffnunsgsverbote vorerst ausbleiben. Viele bieten hierzu sogar noch Zusatzvorteile an, wie etwa 10 % Rabatt beim Einkauf mit dem Gutschein oder einen Gratis-Kaffee dazu.

Fakt ist: Wir müssen agil und flexibel sein und die Chancen der Digitalisierung nutzen.

Bargeldloses Zahlen, Online-Shops, virtuelle Vernetzung

Viele andere Geschäfte versuchen über die digitalen Kanäle ihr Geschäft aufrechtzuerhalten und bieten den kostenlosesn Versand ihrer Produkte an oder stampfen gar in 24 Stunden einen Online-Shop aus dem Boden.

Solltest du derzeit nicht die Einzelhändler deines Vertrauens aufsuchen können: Weiche bitte nicht auf unnötiges Onlineshopping aus Langeweile aus. Unterstütze beispielsweise deinen #localbookstore, wenn du dich mit neuer Quarantäne-Lektüre eindecken willst und hake nach, ob er noch weiterhin seinen Service anbietet. Auch einige Restaurants haben in den letzten Tagen einen Lieferservice auf die Beine gestellt, um ihr Überleben zu sichern und bieten zum Schutze aller kontaktlose Bezahlmöglichkeiten. Fallen dir noch mehr Positivbeispiele im Umgang mit der Corona-Krise ein?

EXTRA: Coronavirus-Champions: 4 Unternehmen, die mit gutem Beispiel vorangehen

Was können wir tun? Jetzt ist jeder gefragt!

Habt ihr noch Anregungen und Ideen, was Unternehmen in ihrer häuslichen Quarantäne alles anstellen können? Wie wir auch weiterhin KMU und Selbstständige unterstützen können? Was Unternehmen jetzt in Krisenzeiten tun können, um zu überleben?

In den Kommentaren ist Platz für eure Diskussionen! Wenn ihr euch Themen von uns wünscht oder Fragen habt, schreibt uns gerne auch jederzeit an texte@unternehmer.de oder über unsere Social-Media-Kanäle. Jetzt sind Zusammenhalt & Austausch gefragt.

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Hana Kus
Nach ihrem Masterabschluss in Medienwissenschaft und ihrem Volontariat in Print und Online war sie bis Juni 2020 Chefredakteurin von unternehmer.de.

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