Workation im Allgäu: Urlaub und Arbeit in Einem – funktioniert das?

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Workation im Allgäu: Urlaub und Arbeit in Einem – funktioniert das?
© FS-Stock – stock.adobe.com

Die Tatsache, dass viele Menschen im selben Büro arbeiten, ist kein Garant dafür, dass MitarbeiterInnen in einem Unternehmen auch als Team zusammenarbeiten. Oftmals kennt man sich dann doch nicht so gut und weiß vom Anderen nicht viel mehr, als sich in der Mittagspause kurz erzählen lässt. Kurze Team-Events, die nur einen Tag dauern, helfen dabei auch nicht viel weiter. Was ist aber, wenn du den Zusammenhalt in deinem Team nachhaltig stärken und die Motivation dabei sogar noch erhöhen könntest?

Workation was ist das?

Workations werden unter Unternehmen immer bekannter und beliebter, weil sie die perfekte Work-Life-Balance sind. Das macht deinen MitarbeiterInnen Freude und du kannst für etwas Abwechslung sorgen, ohne dabei den Job und seine Aufgaben aus dem Blick zu verlieren.

Workation Allgäu: Bild 1

Auf einer Workation werden Arbeit und Urlaub in Einklang gebracht. Ein Team fährt gemeinsam an einen fremden Ort, zum Beispiel in die Berge oder ans Meer. Vor Ort wird dann zwar gearbeitet, aber auch Freizeit gemacht und Dinge unternommen, die dem Vergnügen dienen oder den Teamgeist stärken.

Was bringt dir eine Workation?

Eine Workation ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung an dein Team, immerhin lädst du sie mehr oder weniger in den Urlaub ein. Auch für dich als UnternehmerIn lohnt sie sich definitiv:

  • Motivierte MitarbeiterInnen
  • Team lernt sich besser kennen
  • Stärkerer Teamzusammenhalt
  • Produktiver bei der Arbeit
  • Mehr Fokus und weniger Ablenkung durch Umgebungswechsel

EXTRA: Workation: Gemeinsames Arbeiten und Reisen als digitale Nomaden

Die viele Zeit zusammen ist natürlich ein großer Vorteil bei der Workation. Mit den passenden Teambuilding-Aktivitäten habt ihr Spaß und wachst noch mehr zusammen. Diese Auswirkungen kannst du bei einem Team feststellen, das sich jeden Tag im Büro trifft und sich zumindest schon einmal kennt.

Aber gerade für remote arbeitende Teams lohnt sich eine Workation besonders. Dadurch, dass sich die Teammitglieder kaum bis gar nicht kennen oder sich sogar noch nie persönlich getroffen haben, werden alle immens von der Workation profitieren. Dadurch, dass zuvor kaum Berührungspunkte bestanden, werden sich deine MitarbeiterInnen extrem schnell zu einem Team entwickeln.

Und auch auf die Arbeit wird sich das auswirken: Durch das Zusammenleben werden Berührungsängste abgebaut und neue Kontakte geknüpft, die die Arbeit verbessern. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass Skills ausgetauscht werden, deine MitarbeiterInnen sich untereinander helfen und Tipps geben und generell Gruppenmitglieder mehr an einem Strang ziehen. Du und dein Team könnt nur von einer Workation profitieren:

Ihr kommt als ArbeitskollegInnen und geht als Team.

Was du auf der Workation alles machen kannst?

Prinzipiell sind dir auf der Workation keine Grenzen gesetzt: Ihr könnt die Umgebung anschauen, verschiedene Team-Events durchführen, im Haus arbeiten und danach in der Sonne liegen oder nur unterwegs sein. Unsere Workation im Allgäu war ein guter Mix aus allen diesen Faktoren. Der Arbeit haben wir uns hauptsächlich in unserem Haus in den Bergen angenommen. Dank schnellem Internet und vielen verschiedenen Arbeitsorten und Sitzmöglichkeiten in ruhiger Umgebung war das absolut kein Problem und wir waren sogar produktiver als im „normalen“ Alltag.

Wenn es die Lage erlaubt, kann es sich zum Beispiel lohnen, einen Unternehmensstrategie-Workshop abzuhalten. Das kannst du auch immer gut mit einer Workation verbinden, da deine MitarbeiterInnen sowieso entspannter sind und sich mehr als Team fühlen. Eine neue Strategie mitsamt Veränderungen nehmen sie so besser auf als im hektischen Arbeitsalltag.

Da aber nicht nur Arbeit zu einer Workation dazu gehört, sollte auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen: Um das Teamgefühl zu stärken und die Kommunikation zu verbessern, kannst du beispielsweise Aktivitäten planen, die Zusammenarbeit erfordern: etwa gemeinsam ein Floß bauen. Durch das „Alle-in-einem-Boot-sitzen“ müssen alle aufeinander hören, Rücksicht nehmen und die individuellen Fähigkeiten optimal kombinieren. Wie es im besten Fall ja auch im Berufsalltag sein sollte.

Oder ihr werdet sportlich aktiv, in den Bergen bietet sich zum Beispiel eine E-Bike-Mountainbike-Tour an. Hier geht es vor allem darum, Spaß zu haben, die schöne Landschaft zu genießen und an was anderes zu denken als an die Arbeit.

Workation Allgäu: Bild 2

Fazit: Ihr kommt als Kollegen und geht als Team!

Das Verhältnis Arbeit und Vergnügen sollte ausgeglichen sein und dem Team ein gutes Gefühl geben. Stellt man es richtig an und wird beidem gerecht, kann man Urlaub machen, ohne seine Aufgaben zu vernachlässigen.

Alles in allem, solltest du einfach darauf achten, dass du die Workation abwechslungsreich gestaltest, damit für jeden was dabei ist. Nicht zu viel arbeiten, sondern auch mal was anderes machen und eine schöne, aber sinnvolle Zeit haben – das sollte dein Ansporn sein.

Tipp: Lege die Freizeit-Events an den Anfang der Workation. So kommen alle KollegInnen entspannt an und schaffen gemeinsame Erlebnisse. Das Momentum, welches dadurch entsteht, befeuert die kommenden Arbeitsphasen. Am Ende geht ihr mit vielen neuen Erfahrungen und vielleicht sogar neuen Freundschaften, aber auf jeden Fall als Team nach Hause.

Wenn du deinen MitarbeiterInnen so etwas für ihre Arbeit zurück gibst, sind sie auch bereit, mehr für dein Unternehmen zu geben. Bei uns hat es funktioniert und die Motivation hat sogar bis nach der Workation angehalten.

Janina Horn
Janina Horn ist Bloggerin und sorgt für ordentlich frischen Content im Team Inboundly. Sie schätzt es sehr, ortsunabhängig arbeiten zu können und ist ein großer Fan von Workations.

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