Büro mit „Wau-Effekt“: Voraussetzungen für Hunde am Arbeitsplatz

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Büro mit „Wau-Effekt“ Voraussetzungen für Hunde am Arbeitsplatz
© StockSnap – pixabay.com

Studien haben unlängst bewiesen, dass Hunde am Arbeitsplatz dabei helfen können, Stress abzubauen und sogar dazu beitragen, dass Mitarbeiter härter arbeiten und an ihrem Arbeitsplatz produktiver sind. Arbeitgeber haben diesen Trend inzwischen erkannt und damit begonnen, sich mit dem Thema Bürohund aktiv auseinander zu setzen. Jedoch gibt es einige Dinge zu beachten, bevor du deinen Vierbeiner zu deinem 9-to-5-Job mitbringst. Hier sind einige Dos und Don’ts von Hunden am Arbeitsplatz.

Voraussetzungen für einen Bürohund

1. Hole dir eine Genehmigung ein

Geh nicht einfach nur davon aus, dass dein Büro tierfreundlich ist. Erkundige dich im Vorfeld bei deinem Vorgesetzten und hole dir dessen Zustimmung ein. Wende dich an die Personalabteilung, um zu fragen, ob es eine Richtlinie oder bestimmte Regeln für Hunde auf der Arbeit gibt.

2. Erkundige dich bei deinen Kollegen, ob sie einverstanden sind

Du liebst deinen treuen Begleiter, aber das bedeutet nicht, dass dein Kollege am anderen Ende des Büros genauso denkt. Bevor du Haustiere zur Arbeit bringst, ist es üblich, diejenigen, die um dich herum sitzen, zu fragen, ob sie durch die Anwesenheit deines Tieres gestört sein könnten.

„Viele Menschen haben Allergien, und einige Leute haben Angst. Ein wenig Kommunikation kann viel dazu beitragen, um Haustiere und Menschen glücklich zu machen“

Melanie Wells, Gründerin und Direktorin der „Lifeologie Institute School for Psychotherapeutic Yoga“ in Dallas, Texas, fügt hinzu, dass es in ihrem Büro darüber hinaus auch wichtig sei, sich mit Kunden zu treffen. „Es ist unwahrscheinlich, dass ein Kunde, der Angst vor Hunden hat, in dein Büro kommen wird. Respektiere die Wünsche deines Kunden und bringe den Hund in einen sicheren Bereich, während Ersterer sich dort aufhält, wo du es tust.“, so Wells.

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3. Behalte aktuelle Impfungen im Blick

Dieser Punkt ist besonders wichtig, schließlich willst du, dass dein Haustier gesund bleibt und sich nicht bei anderen Hunden am Arbeitsplatz ansteckt. Um andere Haustiere und deine Kollegen zu schützen, sollten du auch sicherstellen, dass dein Vierbeiner seine aktuelle Impfung gegen Hundeflöhe und zur Zecken-Prävention erhalten hat.

4. Lass dein Haustier nicht zu einer Ablenkung werden

Tiere sind niedlich, aber sie können auch gelegentlich für Aufregung sorgen. Lass deinen Hund nicht frei durch das Büro spazieren und zu einem Störenfried werden. Das Lifeologie Institut hat beispielsweise eine strenge „No-Barking-Regel“ (Zu Deutsch: Bellen verboten) im Büro. „Bürohunde können ein Gewinn oder eine Ablenkung sein. Ein bellender Hund ist kein Bueno“, sagt Wells.

5. Achte darauf, dass dein Hund gut erzogen ist

Bevor du deinen Hund zur Arbeit mitbringst, ist es wichtig, dass er richtig erzogen ist. Zumindest sollte dein Vierbeiner die grundlegenden Kommandos wie:

  • „Sitz“
  • „Bleib“
  • „Runter“
  • „Komm“

verstehen. „Bürohunde müssen in verschiedensten Situationen freundlich und ruhig bleiben“, sagt Wells. „Wenn du einen scheuen Hund, einen territorialen Hund oder einen neurotischen Hund hast, passt er wahrscheinlich nicht gut ins Büro.“

6. Trainiere und sozialisiere deinen Vierbeiner

Damit Hunde am Arbeitsplatz entspannt bleiben, empfiehlt es sich, sie angemessen zu stimulieren. Wirklich gut trainierte und ausgebildete Hunde zeigen eher ein höfliches und ruhiges Verhalten während des Arbeitstages.

Gibt es noch andere Vierbeiner, sollten sie sich im Vorfeld und außerhalb des Büros kennen lernen.

Um sicherzustellen, dass alle Hunde miteinander auskommen, solltest du dich mit den anderen Besitzern treffen und deinem felligen Freund die Möglichkeit geben, sich außerhalb der Büroräume vorzustellen. Gib ihm die Möglichkeit, sich zu verabreden/zu begrüßen/zu riechen. Somit sind alle Hunde schon befreundet, bevor sie ins Büro kommen.

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7. Vergiss das Hundezubehör nicht

Damit sich dein Vierbeiner am Arbeitsplatz wohlfühlt, solltest du alle wichtigen Dinge einpacken. Ein Hund sollte jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben. Außerdem solltest Snacks und ein Bett für ihn mitbringen.

Denke außerdem an Hundegeschirr und eine Leine, um deinen Hund für eine Töpfchenpause mitzunehmen. Vergiss seine Lieblingsspielzeuge nicht!

Um zu vermeiden, dass dein Hund zu einer Ablenkung für andere wird, ist es auch eine gute Idee, ein KONG-Spielzeug oder einen Ball mitzubringen, der ihn beschäftigen kann. Richte ihm seinen ganz eigenen Ort zum verweilen ein, wie beispielsweise eine Ecke oder unter einem Schreibtisch, sodass er sich jederzeit zurückziehen kann.

8. Achte auf potentielle Gefahrenquellen

Klaube alle Gegenstände vom Boden auf, die potentiell gefährlich sein könnten. Dazu zählen beispielsweise Büroklammern, hier gilt: Vorsicht, Erstickungsgefahr! Kläre deine Kollegen darüber auf, dass bestimmte Lebensmittel für Hunde giftig sind, und dass, wenn sie an sie verfüttert oder auf den Boden fallen gelassen werden, oftmals tödlich enden können. Dazu gehören Trauben, Rosinen, Schokolade und alles, was künstliche Süßstoffe (Xylitol) enthält, darunter bestimmte Kaugummis und einige Sorten Erdnussbutter.

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