5 Tipps, wie du im Homeoffice sicher arbeitest [+Checkliste]

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5 Tipps, wie du im Homeoffice sicher arbeitest [+Checkliste]
© TheDigitalWay - pixabay.com

Wer kann, arbeitet in diesen Tagen zuhause – das Homeoffice macht’s möglich. Doch nicht nur Mitarbeiter wollen von außerhalb auf Firmennetzwerke zugreifen, auch Cyberkriminelle wittern ihre Chance. Dabei kannst du deinen Arbeitsplatz mit einfachen Maßnahmen sicher einrichten.

1. Berufliches und Privates trennen

Grundsätzlich solltest du für deinen Job die Geräte nutzen, die dein Unternehmen dir bereitstellt. Wer einen stationären Computer im Büro stehen hat, kann den aber nicht mal eben mit nach Hause nehmen. Damit du berufliche Informationen auch auf deinem privaten Rechner schützt, empfehlen sich zumindest unterschiedliche Browser – zum Beispiel Chrome für private Zwecke und Firefox für Geschäftliches.

Noch mehr Sicherheit bekommst du, wenn du für deinen Job ein extra Konto ohne Admin-Rechte einrichtest. Typischerweise gelangt schädliche Software bei ganz normalen Aufgaben wie dem Lesen von E-Mails auf den Computer. Wird die Software ausgeführt, während der Nutzer Admin-Rechte hat, kann ein entsprechend größerer Schaden als in einem regulären Benutzerkonto angerichtet werden. Über die Einstellungen deines Rechners kannst du deine Nutzerkonten ganz einfach verwalten.

2. WLAN schützen

Viele Menschen haben das Standardpasswort ihres WLANs nie geändert – und das ist ziemlich fahrlässig. Cyberkriminelle setzen darauf, dass das private Netzwerk weniger geschützt ist als das Arbeitsnetzwerk. Bist du zurzeit im Homeoffice, solltest du dein Passwort also spätestens jetzt ändern. Wie genau das funktioniert, hängt davon ab, von welchem Hersteller dein Router ist. In der Regel gehst du für eine Passwortänderung so vor: Logge dich bei deinem Router ein und suche nach Einstellungen, die etwas mit „WLAN“ und „Sicherheit“ zu tun haben. Anschließend kannst du dein neues Passwort setzen.

Für das Passwort selbst gilt: Je länger und komplexer es ist, desto schwieriger ist es zu knacken.

Du solltest also große und kleine Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen benutzen. Nicht schaden kann es, wenn du dir für dein Passwort eine Eselsbrücke baust – dann kannst du es dir besser merken. Nimm beispielsweise die Anfangsbuchstaben der ersten Zeile deines Lieblingsliedes und ersetze einige der Buchstaben durch Zahlen und Sonderzeichen.

EXTRA: Viele Unternehmen sind leichte Beute für Hacker

3. Updates installieren

Hacker nutzen gerne Schwachstellen in Programmen aus, um alle mögliche Schadsoftware einzuschleusen. Deswegen sollten die Programme auf deinem Rechner auf dem neuesten Stand sein. Wirst du also zum Update aufgefordert, solltest du die Installation nicht unnötig lange herauszögern – denn mit ihr werden auch mögliche aufgetretene Schwachstellen wieder geschlossen. Besonders häufig genutzte Programme sollten immer aktuell sein. Dazu zählen zum Beispiel das Betriebssystem, der Browser oder die Office-Software, die du nutzt.

4. Antivirenprogramm aktivieren

Antivirenprogramme können ganz schön nerven. In den ungünstigsten Momenten tauchen Warnungen auf, die deinen Arbeitslauf unterbrechen und die Konzentration stören. Und manchmal blockiert ein besonders übereifriger Vertreter sogar unverdächtige Software. Allerdings ist es eben auch das Antivirenprogramm, das Computerviren, Würmer oder Trojaner aufspürt, blockiert und beseitigt – und damit verhindert, dass die Viren sich ungehindert auf deinem Rechner ausbreiten.

Wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Antivirenprogramm bist, achte darauf, dass es sich permanent selbst updatet – dann musst du das nicht immer im Hinterkopf behalten. Außerdem sollte das Antivirenprogramm deiner Wahl von Spezialisten auf seine Tauglichkeit überprüft worden sein. Dazu lohnt es sich, Testberichte von seriösen Anbietern, wie zum Beispiel der Stiftung Warentest, zu lesen.

5. VPN einrichten

Auch wenn du zu Hause arbeitest, brauchst du wahrscheinlich Zugriff auf das Firmennetzwerk, um an deine Arbeitsmaterialien zu kommen. Eine sichere Lösung dafür ist ein VPN. VPN steht für Virtual Private Network. Du kannst dich damit mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden und auf eure internen Strukturen zugreifen. Besonders sicher wird das VPN durch eine 2-Faktor-Authentifizierung: Hier wird etwas, dass du weißt, mit etwas, dass du hast kombiniert – also zum Beispiel Login-Daten mit einem Zugangscode, der auf dein Smartphone geschickt wird.

Wenn du dich mit dem Firmennetzwerk verbindest, sollten keine privaten Aktivitäten im Hintergrund laufen. Das heißt, dass du etwa private E-Mails erst nach Feierabend checken solltest. Öffnest du nämlich versehentlich einen infizierten E-Mail-Anhang, lädt dieser automatisiert die Schadsoftware herunter. Und die könnte wiederum in das Netzwerk deines Unternehmens gelangen.

Extra: Achtung bei E-Mails!

Viele Cyberkriminelle setzen momentan auf das Versenden von E-Mails, die mit dem Coronavirus in Bezug stehen. Dabei nutzen sie aus, dass das Thema mit starken Emotionen behaftet ist. Denn wer emotional ist, wird unvorsichtig – und klickt deshalb eher auf einen Link oder öffnet einen Anhang, der sonst Misstrauen ausgelöst hätte. Sei also besonders vorsichtig, wenn du auf einmal E-Mails mit vermeintlich wichtigen Informationen und Ratschlägen, dubiosen Shop-Angeboten oder Aufrufen zu Spendenaktionen bekommst. Im schlimmsten Fall sollen sie dich nämlich dazu bringen, vertrauliche Daten wie Passwörter preiszugeben oder Schadsoftware zu installieren.

So kannst du dich vor Phishing-Mails schützen:

  • Sei vorsichtig bei E-Mails von unbekannten Absendern. Öffne keine Links oder Anhänge.
  • Frage dich, ob du überhaupt eine E-Mail von diesem Kontakt erwartest. Frage im Zweifelsfall persönlich nach.
  • Vergleiche den angezeigten Absendernamen mit der tatsächlichen Absenderadresse. Der Absendername lässt sich besonders leicht fälschen.
  • Achte generell auf Hinweise, die auf eine gefälschte E-Mail hindeuten können. Dazu gehören zum Beispiel eine unpersönliche Ansprache wie „Sehr geehrter Kunde“ statt des eigenen Namens oder eine schlechte Rechtschreibung.

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Ann-Kathrin Gräfe
Verfasserin zahlreicher Fachbeiträge zu den Themen Internetadressen und Webseitengestaltung. Die studierte Literaturwissenschaftlerin ist Pressereferentin bei dotBerlin, der Betreiberin der Internet-Endung ".berlin", und der auf Internetadressen spezialisierten Beratungsgesellschaft "DOTZON".

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