5 Gründe, warum der Domainhandel immer noch boomt

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5 Gründe, warum der Domainhandel immer noch boomt
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Gegenüber dem Domainhandel gibt es ein großes Vorurteil: Viele denken, das Geschäft läge am Boden. Schließlich gibt es das Internet mittlerweile seit geraumer Zeit; da müssten eigentlich alle guten Domains vergeben und der Domainhandel ein wenig lukratives Business sein.

Der Autor Walter Temmer sieht das vollkommen anders:

„Mit einer guten Domain verhält es sich wie mit einer guten Immobilie. Nur weil die schon jemandem gehört, bedeutet das ja noch lange nicht, man könnte kein Geld damit verdienen!“

Zudem gäbe es auch noch Millionen von Domains, die noch ganz frei seien.   

Für Temmer verhält sich der Domainhandel wie fast jede andere Handelsbranche:

„Die Kunst ist immer, wirklich profitable Domains zu finden, sie günstig einzukaufen und dann teuer zu verkaufen.“

Warum der Domainhandel ein attraktives Geschäftsfeld ist und worauf du achten solltest, wenn du in das Business einsteigen möchtest, erfährst du in diesem Artikel.  

Warum Domainhandel ein Zusatzeinkommen einbringen kann: 5 Gründe

1. Kaum Startkapital nötig

Wer mit irgendetwas handeln möchte, braucht in der Regel Startkapital. In der Domain-Branche sieht das anders aus: Eine .de-Domain kannst du bereits für sechs Euro inklusive Mehrwertsteuer registrieren und für ein Vielfaches weiterverkaufen.  

2. Hohe Marge

Eine Domain kannst du nicht nur günstig einkaufen, sondern sie erfährt oft auch eine Wertsteigerung. Da ist es nicht selten, sie für sechs Euro einzukaufen, aber für 250 Euro weiterzuverkaufen.  

3. Große Nachfrage aufgrund der Digitalisierung

Dabei spielt besonders die Digitalisierung dem Domainhandel in die Karten, wobei die Corona-Krise diesen Trend noch einmal verstärkt hat: Denn seit immer mehr Unternehmen in der digitalen Welt unterwegs sind, benötigen sie nun oft keine Immobilie mehr (Homeoffice lässt grüßen), dafür aber eine wirklich gute Internetadresse.  

4. Wenig Know-How nötig

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Du musst nur einen PC einschalten können. Und du brauchst ein Gespür dafür, welche Domains verkaufbar sind – hinterfrage das immer kritisch.  

5. Auch als Nebentätigkeit lukrativ

Zuletzt kannst du mit dem Domainhandel auch nebenbei beginnen. Es gibt kaum eine flexiblere berufliche Tätigkeit und verlieren kannst du nahezu nichts.  

EXTRA: Storytelling mit der Domain: 3 Tipps, wie du Neugier weckst

Domainhandel: Gute Domains finden  

Es gibt Millionen von Domains, die noch frei sind – doch nur ein kleiner Bruchteil davon sind „verkaufbar“. Damit du dich direkt auf diese Varianten konzentrierst, sind hier ein paar wichtige Punkte: Die Königsdisziplin, aber sehr schwer zu bekommen, sind sogenannte „generische“ Domains. Damit sind Domains gemeint wie:

  • auto.de
  • haus.de
  • steuer.de

Die genannten Kandidaten sind natürlich schon vergeben. Letztgenannte steht aber gerade zum Beispiel zum Verkauf. Dadurch, dass immer wieder neue Wörter und Produkte entstehen, kannst auch du vielleicht mal zuschlagen. Zuletzt wurden übrigens Domains rund um Corona hoch gehandelt –  der Zug ist aber schon abgefahren. Du musst wirklich schnell sein.  

Auf die Endung kommt es an!  

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Domains mit folgenden Endungen sehr beliebt:

  • .de
  • .at
  • .ch
  • .com

Eine .de-Domain ist immer noch ein Must-Have: Zwar gibt es auch andere Varianten mit .net, .info, .biz, .org, .new sowie viele neue exotische Domainendungen. Diese zeugen allerdings davon, dass jemand nur darauf ausweichen musste, weil die gewünschte .de, .com, .at oder .ch- Domain bereits belegt ist.

Außerdem vertrauen besonders in Deutschland Suchende immer noch am meisten der .de. Nimm außerdem Abstand von neumodischen Endungen wie media, .gmbh oder ähnlichem. Diese Domains lassen sich kaum verkaufen. Das sollte immer deine größte Prämisse sein:

Frag dich, warum jemand diese Domain kaufen sollte!  

Typische Anfänger-Fehler  

Wenn du eine passende Domain gefunden hast, willst du sie natürlich weiterverkaufen. Für AnfängerInnen klingt es verlockend, einem börsennotierten Konzern – wo Geld scheinbar keine Rolle spielt – eine Domain teuer zum Kauf anzubieten. Aber versuche als AnfängerIn erst gar nicht einem großen Konzern eine Domain zu verkaufen, sondern konzentriere dich bei deinen ersten Domainverkäufen auf kleine inhabergeführte Unternehmen.

Der Grund ist ganz einfach: Hier kommst du viel einfacher zu EntscheidungsträgerInnen und somit viel leichter zu deinem ersten Domainverkauf. Wähle einen realistischen Preis, der mindestens im dreistelligen Eurobereich liegen sollte.  

Walter Temmer
Walter Temmer ist mit dem Handel von Domains zum mehrfachen Millionär geworden, hat unter anderem die Domain Aktien.de für eine halbe Million Euro verkauft und den Mobile.de-Konkurrent Gebrauchtwagen.at mit aufgebaut. Heute hat er außerdem 340k Follower bei Insta und ist einer der größten TikToker Österreichs. Sein Wissen gibt er heute in seiner Domain Masterclass weiter.

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