So starten Unternehmensnachfolger digital in die Zukunft

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So starten Unternehmensnachfolger digital in die Zukunft
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Nachfolger gesucht, heißt es derzeit im deutschen Mittelstand. Wer die Geschäfte an die jüngere Generation weitergibt, sollte diese Phase des Übergangs auch dazu nutzen, den digitalen Wandel des eigenen Betriebs und Geschäftsmodells strategisch anzugehen, um das Unternehmen wettbewerbsstark und zukunftsfähig aufzustellen. Im Artikel erfährst du, auf welche Aspekte du besonders achten musst.

Wer ein Investment als Nachfolger plant, sollte das Geschäftsmodell, das den Betrieb erfolgreich gemacht hat, gründlich auf den Prüfstand stellen. Auch das künftige Potenzial des Unternehmens sollte Teil einer umfangreichen Analyse sein.

Dabei spielt vor allem der digitale Wandel eine Schlüsselrolle. So lassen sich in fast jedem mittelständischen Unternehmen zentrale Prozesse – von der Kundenkommunikation bis zum Verkauf – umgestalten und digitalisieren. Genau dort ist mit dem höchsten Return on Investment zu rechnen. Mit Blick auf die Digitalisierung gibt es zwar gerade im Mittelstand großen Nachholbedarf. Gleichzeitig birgt dieses Thema aber großes Potenzial. Denn es geht hier nicht nur darum, Unternehmensprozesse zu automatisieren und effizienter zu gestalten. Vielmehr lässt sich damit auch die Umsetzung strategischer Ziele vorantreiben – beispielsweise der Ausbau von Marktanteilen durch die gezielte Erweiterung des Portfolios um digitale Services.

Ein guter erster Ansatzpunkt, um in der Due-Diligence-Phase die Bereiche Zukunftsfähigkeit und digitaler Wandel genau unter die Lupe zu nehmen, sind Markenchecks, wie sie beispielsweise das Institut für Entrepreneurship Mittelstand und Familienunternehmen der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin online anbietet. Auf Basis der Ergebnisse dieses Analyse-Tools lässt sich im nächsten Schritt eine Entscheidung treffen, welche Technologien und Lösungen konkret helfen:

  • Mitarbeiter zu entlasten.
  • Kosten zu sparen.
  • Kunden besser zu adressieren.
  • Abläufe effizienter zu gestalten.

Leistungsfähige Software für Unternehmensbereiche wie Personalwesen, Warenwirtschaft oder Buchhaltung kann in jedem Fall helfen, Prozesse zu vereinfachen und datengestützt zu steuern. So ist es beispielsweise möglich, auf der Basis von Datenmodellen Prognosen zu Marktentwicklungen und zu erwartenden Absätzen zu erstellen und so noch besser und proaktiver auf Kundenwünsche zu reagieren. In der produzierenden Industrie ergeben sich damit zudem neue Verfahren wie vorausschauende Wartung (Predictive Maintanance) oder eine effizientere Produktionsplanung.

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Zukunftsprognosen optimieren mithilfe integrierter Anwendungen

Auch moderne CRM-Lösungen liefern einen umfassenden Überblick über Verkaufswahrscheinlichkeiten, die Umsatzentwicklung bestimmter Kunden sowie die Wirksamkeit von Marketing-Aktionen. Damit profitieren von ihrem Einsatz nicht nur die Mitarbeiter von Kundenverwaltung und -service, sondern auch die Marketingabteilung und der Vertrieb. Im Bereich HR können wiederum Lösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz präzise Zukunftsprognosen erstellen und den Mitarbeiterbedarf ermitteln. Auf diese Weise lassen sich strategische Wachstumsziele eines Betriebs auch personalseitig zielgerichtet unterstützen.

Besonders große Vorteile entstehen, wenn diese und andere Geschäfts-IT-Anwendungen – vom Produktions- und Warenwirtschaftssystem bis zur Finanzbuchhaltung – auf einer einzigen Plattform mit einheitlicher Datenbasis arbeiten. Dadurch lässt sich wesentlich mehr Effizienz in sämtlichen Bereichen erzielen. So wird die Produktion besser planbar, der Vertrieb kann besser auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren, und auch für Service und Support ergeben sich neue Einblicke. Im Idealfall hilft eine entsprechende IT-Infrastruktur, neue Geschäfts- und Wachstumsfelder zu entwickeln, die das Unternehmen unter der neuen Führung entscheidend voranbringen.

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Jan Friedrich
Jan Friedrich ist Vice President Field Marketing Central Europe bei Sage. Er ist Mitglied des Executive Teams und verantwortet in dieser Funktion das Marketing für Zentraleuropa. Neben seiner Passion für agiles- und performanceorientiertes Marketing, beschäftigt er sich mit den vielen Facetten des Themas Unternehmensnachfolge. Die unternehmerischen Herausforderungen der Gegenwart, die Transformation des Arbeitens sowie die Veränderung des Mindset im Zuge des Generationenwechsels in Betrieben interessieren ihn in diesem Zusammenhang besonders.

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