Was Onlineshops mit übrig gebliebener Ware tun können

82
Was Onlineshops mit übrig gebliebener Ware tun können
© phonlamaiphoto – stock.adobe.com

Was machen Onlineshops, wenn sie zu viel Ware auf Lager haben? Onlinehändler handeln bekanntlich mit verschiedensten Waren und Produkten. Diese Aufgabe gehört zu der Kernkompetenz eines jeden Onlinehändlers, wozu letztendlich die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf bis zum Verkauf zählt.

Zu einem erfolgreichen Onlineshop gehört außerdem eine möglichst kurze Lagerzeit, was bei den meisten Onlineshops jedoch nicht der Fall ist. Die Lagerzeit ist oft länger als gewünscht, was zwei verschiedene Ursachen hat: Zum einen gibt es in jedem Onlineshop Ware, die nie verkauft wird und somit dauerhaft im Lager ist. Zum anderen gibt es die Ware, die von KundInnen als Retoure zurückgeschickt wird und somit ebenfalls wieder eingelagert werden muss.

Aus diesen Gründen gerät der Warenkreislauf schnell ins Stocken. Der Lagerraum in Onlineshops ist mit seiner Fläche, Struktur und Organisation begrenzt, weshalb sich spätestens bei dem Eintreffen neuer A-Ware ein Problem einstellt: Sobald die Kapazitäten des Warenlagers voll ausgeschöpft sind, muss die Ware an einem anderen Ort zwischengelagert werden. Doch wohin mit all der Ware und welche Ware sollte hier priorisiert werden?

So wird die Ware definiert

Bei A-Ware handelt es sich um sogenannte Handelsware, die frei von allen Mängeln ist. Unter B-Ware versteht man hingegen Produkte, welche aus dem normalen Vertrieb herausfallen und zu einem Sonderpreis verkauft werden. Zu der sogenannten C-Ware gehören dagegen alle Produkte, die entweder defekt sind oder lediglich zu den ungeprüften Retouren gehören.

Des Weiteren werden die Waren in Farben unterschieden, wobei weiße Ware zu Elektro- und Kleingeräten im Haushalt gehört. Endgeräte, in denen Informations- und Kommunikationstechniken zu erwarten sind, werden als graue Ware klassifiziert. Endgeräte der Unterhaltungselektronik sowie Computer und Spielekonsolen gelten als braune Ware.

Nicht zuletzt gibt es noch die sogenannten Sonderposten, zu denen jegliche Produktions- und Lagerüberhänge gehören und die zu Sonderkonditionen verkauft werden.

Das können Onlinehändler mit Lagerüberschuss tun

Bevor du auf deiner Ware und den damit einhergehenden Kosten sitzen bleibst, kannst du immer versuchen, einen großen Abnehmer für die Ware zu finden, welcher sich auf die Abwicklung von Retouren verschiedenster Waren fokussiert hat. Es gibt einige AnbieterInnen, die sich genau dieser Kernaufgabe widmen. Beispielsweise bietet Amazon Onlineshopbetreibern die Möglichkeit, die zurückgeschickte Ware auf der eigenen Plattform weiterzuverkaufen.

Darüber hinaus kannst du gebrauchte oder B-Ware über Onlineportale wie eBay oder idealo weiterverkaufen.

Die Akzeptanz für B-Ware oder Retouren ist beim Endverbraucher seit dem Jahr 2020 deutlich gestiegen. Vermutlich ist dieser Trend auch auf den verstärkten Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit zurückzuführen. Hier wird nach dem Grundsatz vorgegangen „Was produziert ist, soll auch konsumiert werden“, und zwar am besten so lange, bis es nicht mehr brauchbar ist. Nagelneue Ware umkommen oder gar vernichten zu lassen, sollte dagegen für keinen Onlineshop eine Option sein.

EXTRA: Handel mit B-Ware – So läuft das Geschäft mit den Restposten

Konstantinos Vasiadis
Unternehmen aus der Produktion und dem Handel profitieren von der guten Wirtschaftslage in Deutschland. Doch Überproduktion, Restanten und Rücksendungen o. Ä. binden Ressourcen und verursachen unnötige Kosten. Elvinci hat sich darauf spezialisiert diese Problematik ökonomisch und nach dem Maximalprinzip zu lösen.

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib hier deinen Namen ein

Der Artikel hat dir gefallen? Gib uns einen Kaffee aus!