Mensch statt Ressource: Warum wechseln Mitarbeiter den Job?

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Mensch statt Ressource: Warum wechseln Mitarbeiter den Job?
© Andrea Piacquadio - pexels.com

Häufig wechseln Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen den Arbeitgeber, weil sie nur als Ressource gesehen werden. Sie hinterlassen Lücken, welche durch den Fachkräftemangel nicht sofort oder nur durch hohe Investitionen besetzt werden können. Der Wechsel bedeutet für Unternehmen enorme Verluste, welche definitiv vermeidbar sind.

Es bedarf eines Umdenkens, um nicht unter dem Fachkräftemangel zu leiden. Es gibt auch in der heutigen Zeit Unternehmen, für die der Fachkräftemangel nur ein Mythos ist. Und warum? Weil eben diese Unternehmen wissen, wie es richtig geht.

»Wer für Geld kommt, der geht auch für Geld. Aber: Besser wird’s nie, nur anders!«

Es lohnt sich mehr denn je, in den bestehenden MitarbeiterInnenbestand zu investieren und sich darum zu kümmern, dass sich MitarbeiterInnen wohl fühlen. Was nicht zwangsläufig heißen soll, die Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen mit materiellen Anreizen zu locken oder halten zu wollen. Nein, denn wer für Geld kommt, der geht auch für Geld. Jene, die das nicht erkennen, werden weiterhin in die Suche und Einarbeitung der „Neuen“ investieren müssen.

Die Zeiten, in denen ein Unternehmen eine Stellenanzeige aufgegeben hat und sich dann unter einer Flut von Bewerbungen den vermeintlich „Besten“ aussuchen konnte, ist in den meisten Berufen vorbei. Vielleicht werden irgendwann Unternehmen Bewerbungen an potenzielle MitarbeiterInnen schreiben? – Bis dahin ist Umdenken und situationsbedingtes Handeln angesagt.

Hinter jeder Forderung steht ein Bedürfnis oder Interesse

Warum wechseln MitarbeiterInnen die ArbeitgeberInnen? Warum bleiben sie nicht? – In den meisten Fällen, weil sie unzufrieden sind. Weil die Nachteile für sie größer sind als die Vorteile. Also wechselt er oder sie, in der Hoffnung, dass es beim nächsten Arbeitgeber oder bei der nächsten Arbeitgeberin besser wird. – Dabei sagt der Volksmund: Besser wird’s nie, nur anders!

Wer in seinem Unternehmen Zufriedenheit, Motivation und Sehnsucht nach einem gemeinsamen Ziel schafft, dem folgen die MitarbeiterInnen. Den unterstützen die MitarbeiterInnen, dem bleiben die MitarbeiterInnen treu erhalten.

Dann, wenn die Führungskräfte der Unternehmen beginnen, die Interessen und Bedürfnisse der MitarbeiterInnen zu erkennen, können auch sie lernen, eben diese nutzbringend zu integrieren.

Wie die Zufriedenheit der Mitarbeiter den Umsatz befeuert

Unternehmen, die eine hohe MitarbeiterInnenzufriedenheit erreichen, sind die Gewinner von morgen. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin, der/die gerne zur Arbeit geht, der/die mit Freude seine Arbeit verrichtet, ist unter der richtigen Führung eine große Bereicherung für das Unternehmen. Ein unerlässlicher Schritt zur Zufriedenheit ist eine angemessene Kommunikation.

Kommunikation ist grundsätzlich das A und das O. – Doch auch dieser Part will gelernt sein. Dort, wo sich Kommunikation in Wertschätzung äußert und Anerkennung für Leistung forciert wird, befeuern MitarbeiterInnen den Wachstumsmotor automatisch.

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Die Lösung: Kommunikation

Wer glaubt, es reicht, nur Lob zu verteilen, um gut zu kommunizieren, der irrt. Denn auch das sind nur Anreize, die für eine gewisse Zeit wirken. Wer lernt, im richtigen Maße Lob, Kritik und Aufgaben zu kommunizieren, der wird erfolgsorientierte MitarbeiterInnen in seinem Unternehmen haben.

Es heißt nicht umsonst Führungskraft. Und nicht automatisch ist jemand, der mit Kraft führt, eine Führungskraft. Wenn Führungskräfte lernen, wie wichtig die Menschen sind, die für sie arbeiten und hinter dem großen Ganzen stehen, wenn sie in eben diese Menschen investieren, anstatt viel Geld mit Fluktuation zu verlieren, dann werden die vorhandenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit der richtigen Führung den Umsatz durch Zufriedenheit steigern.

Mit der richtigen Kommunikation wird die Führungskraft in den MitarbeiterInnen den Wunsch, die Sehnsucht, nach einem gemeinsamen Ziel schaffen. Das ist der Weg zum Erfolg. Die Lösung und der Erfolgsfaktor heißt Kommunikation – etwas, das jeder wieder lernen sollte, nicht nur Führungskräfte. Ein antriebsstarker Wachstumsmotor.

Stephanie Huber
Durch langjährige Unternehmensführung und Managementtätigkeit, als Unternehmerin, hat Stephanie Huber die Wichtigkeit der Führungskompetenz und der Kommunikationsstruktur kennen und schätzen gelernt. Eine qualifizierte Ausbildung zur Mediatorin (Universität), regelmäßige Fortbildungen und ihr Interesse an Menschen machen ihr Know-how aus. Mehr unter: www.konsensation.de.

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