So schaffst du Klarheit, auch wenn dein nächster Schritt ungewiss ist

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So findest du Klarheit, auch wenn dein nächster Schritt ungewiss ist
© Cla78 – stock.adobe.com

Egal, ob du:

  • vor kurzem deinen Job gekündigt hast
  • beurlaubt wurdest
  • dein Unternehmen verkauft hast
  • deine Firma geschlossen wurde
  • gerade erst deinen Abschluss gemacht hast und nach zukünftigen Karrieremöglichkeiten suchst

– es kann schwierig sein, Klarheit zu finden.

Hast du oft das Gefühl, dass dein nächster Karriereschritt von den aktuellen Möglichkeiten abhängt? Dies ist ein häufiger Trugschluss. Klarheit bedeutet einfach, dass du die Gewissheit hast, dass du dich für das entscheidest, was das Beste für deine langfristige Vision ist. Dies kann sich spannend anfühlen.

Du hast die Macht Klarheit zu schaffen. Erstelle eine neue Vision wie dein nächster Karriereschritt aussehen soll, anstatt zu versuchen deine Vision an Stellenangebote anzupassen.

Für viele ist dies eine plötzliche Offenbarung. Es ist jedoch nicht immer so einfach. Wenn du dich bei deinem nächsten Karriereschritt verloren und nebulös fühlst, kannst du die folgenden vier Tipps ausprobieren. Gib dich nicht mit etwas Unbefriedigendem zufrieden. Schließlich ist deine Karriere einer der größten Teile deines Lebens. Du verdienst es, etwas zu finden das du wirklich liebst.

1. Bestandsaufnahme deines Lebens

Auch wenn es sich so anfühlen mag, als ob du in gewisser Weise neu anfängst, tust du das nicht. Du hast bestimmte Lebenserfahrungen, frühere Jobs oder Beziehungen, in denen du ein oder zwei Dinge über dich selbst gelernt hast:

  • was du magst, was du nicht magst
  • deine Stärken und Schwächen

Was ist der wichtigste Ort auf einer Karte, wenn du auf der Suche nach einer Richtung bist? Es ist der Ort, an dem du dich gerade befindest. Du kannst nur dann eine Route zu deinem Ziel planen, wenn du zuerst genau weist, wo du dich gerade befindest. Dies erfordert eine offene und ehrliche Einschätzung. Außerdem setzt es die Klarheit über deine aktuellen Ergebnisse und deine Lebensrealität voraus:

  • Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse aus früheren Erfahrungen?
  • Hast du jemals ein Problem gesehen, das einer Lösung bedurfte?
  • Ist dir mal aufgefallen, dass jemand an deinem alten Arbeitsplatz die beste Arbeit aller Zeiten zu haben schien?

Du hast mehr, als du in glaubst – nutze das.

2. Visualisiere deinen „Traum“

Tief in deinem Inneren weist du genau, wie dein „perfekter Tag“ aussehen würde. Denke nicht an das oft erwähnte Szenario „Was würdest du tun, wenn du noch 24 Stunden zu leben hättest?“, sondern vielmehr daran, wie dein perfekter Alltag aussehen würde. Versuche ihn zu visualisieren:

  • Um wie viel Uhr wachst du auf?
  • Woraus besteht dein Tag?

Frage dich: Würde es dir deine Berufswahl erlauben, so zu leben?

Auf diese Weise wirst du sicherlich mehr Erfüllung finden. Versuche nicht einer bestimmten Karriere hinterherzulaufen und zu „hoffen“, dass der Lebensstil deiner Träume dazu passt. Oder schlimmer noch: wette nicht darauf, dass du lange genug leben wirst, um diesen Lebensstil der Träume irgendwann in der Zukunft genießen zu können.

EXTRA: Warum es in unsicheren Zeiten Mut braucht

Visualisieren ist großartig. Sitze einfach mit geschlossenen Augen und lasse deine Gedanken schweifen. Wenn du dabei unruhig wirst oder dich nur schwer konzentrieren kannst, kannst du deine Gedanken zu Papier bringen.

Schreibe eine Geschichte, die detailliert beschreibt, wie deine Zukunft aussehen soll – bis hin zu den Bildern an der Wand deines zukünftigen Büros. Erwachsene lernen, indem sie alle ihre Sinne einsetzen. Indem du diese Übung schreibst, nutzt du deine Gedanken ebenso wie die körperliche Aktivität des Schreibens. Dies besiegelt die Idee und macht sie konkreter.

3. Networking

Sobald du mehr Klarheit hast, solltest du deinen geschärften Fokus nutzen. Sprich mit Menschen, die das tun, was du später tun willst. Aus deren Erfahrungen und Gedanken kannst du viele Einsichten gewinnen, die dir helfen können. Auf diese Weise kannst du dir ein genaues Bild davon machen, wie ein Tag im Leben deiner Traum-Karriere aussehen könnte.

Beginne darüber nachzudenken, wen du kennst, der das tut, was du tun willst – und frage Freunde, Familie, Nachbarn und Kollegen, ob sie jemanden kennen.

Beschränke dich nicht auf Personen, die du kennst oder mit denen du auf irgendeine Weise verbunden bist. Gehe auf LinkedIn und lese die Stellenbeschreibungen durch. Daneben kannst du auch online gehen und Interviews und Artikel über Leute lesen, die du bewunderst.

Sieh nach, ob diese Personen Podcasts oder Blogs haben oder jemals interviewt wurden. So kannst du von den Inhalten lernen, die sie bereits zur Verfügung gestellt haben.

Nimm persönlich oder online an Branchenveranstaltungen und Konferenzen teil. Diese werden dich in neue Kreise einführen. So kannst du Beziehungen zu wichtigen Allianzen aufbauen. Auf diese Weise findest du schnell deinen Weg zur Erfüllung deiner ultimativen Vision. Der Schlüssel liegt darin, zu dienen und ein Gebender zu sein, nicht nur jemand, der nimmt. Bietet dein Idol vielleicht sogar ein Mentorenprogramm an?

4. Zeige deinen Wert

Gibt es jemanden, den du wirklich bewunderst und zu dem du aufschaust? Frage diese Person, ob du für eine gewisse Zeit kostenlos für ihn arbeiten kannst. In dieser Zeit kannst du abliefern, sobald du die Gelegenheit dazu hast. Je nach deiner finanziellen Situation kann das für dich funktionieren oder auch nicht.

Dies ist eine kluge Art, einen Fuß in die richtige Tür zu setzen. Es setzt jedoch voraus, dass du dir ziemlich sicher bist, dass es dein Traumjob ist.

Wenn du die ersten 3 Tipps wirklich angewandt hast, wirst du in ein paar Monaten Praktikum unter dem richtigen Mentor eine weitaus höhere Rendite generieren als jeder Lohnausfall.

Letztendlich muss Klarheit geschaffen werden, indem du Maßnahmen ergreifst. Gehe über das Sichtbarmachen, Reden und Nachdenken von vergangene Erfahrungen hinaus – mache dir die Hände schmutzig und sieh, was du auf möglichst anregende Weise ins Leben bringst. Es ist möglich, deinen Traumjob zu finden – oder zu schaffen.

Dieser Artikel wurde auf Englisch von Stephanie Burns verfasst und am 14. Juni 2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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