Aus der Masse herausstechen: 3 Kernelemente, die deine Marke braucht

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Aus der Masse herausstechen: 3 Kernelemente, die deine Marke braucht
© ngad – stock.adobe.com

Nimm dir einen Moment Zeit und denke an einige deiner Lieblingsunternehmen. Damit sind Firmen gemeint, deren Produkte und Dienstleistungen dir wirklich gefallen. Schon die Erwähnung ihres Namens löst eine Reaktion aus. Manch einem mag da Apple sofort in den Sinn kommen – Kein Wunder, schließlich wurde der Konzern 2019 zum beliebtesten Unternehmen weltweit gekürt.

Lass uns etwas in der Zeit zurückgehen. In den späten 90er und frühen 2000er Jahren gab es eine Vielzahl von Unternehmen, die Mobiltelefone herstellten, genau dann, als das Produkt immer populärer wurde. Dann, im Jahr 2007, brachte Apple das iPhone auf den Markt. Und alles hat sich auf Schlag verändert.

Wenn kleine Geschäftsleuten über ihre Marke sprechen, fällt es ihnen oft schwer, sie vollständig als solche zu erfassen und etwas Eigenes wie Apple und das iPhone zu kreieren. Die Elemente, die das iPhone erfolgreich gemacht haben, fußen auf Strategien, die es in der Marketingwelt schon lange gibt. Man kann sie durchaus zur Verbesserung der eigenen Marktfähigkeit einsetzen. Lass uns der Sache auf den Grund gehen.

Die drei Kernelemente einer erfolgreichen Marke

1. Einprägsamer Name

Ein auffälliger Name kann ein enormer Gewinn sein und die Effektivität deines Marketings vervielfachen. Der Name „iPhone“ wurde unter anderem deshalb entwickelt, weil Apple die mit dem Telefon angebotene Individualität hervorheben wollte. Der Buchstabe „i“ hilft, dies zu veranschaulichen. Er ist einfach und prägnant, aber dennoch leistungsstark.

Geschäftsinhaber hängen häufig ihren Nachnamen an ihre Firma hinten dran, wie beispielsweise „Smith Heating & Cooling“. Nicht selten wird dann in so einem Fall eine Namensänderung empfohlen, selbst wenn der Großvater das Unternehmen gegründet hat. Wenn sich leider niemand an den Namen deines Unternehmens erinnern kann, welchen Wert hat dann der Name? Dein Name sollte helfen, dich zu verkaufen. Er sollte aussagekräftig und einprägsam sein.

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2. Simples, attraktives Logo

Apple hat mit seiner Marke eine außergewöhnliche Arbeit geleistet – vom gut gestalteten Logo über die Verwendung der Farbe Weiß bis hin zum stilvollen, hippen Marketing auf jedem Kanal. Apple gilt als neu, innovativ und aufregend. Kommuniziert dein Logo dasselbe an deine Kunden?

Viele Unternehmer haben ihre Logos seit 20 oder 30 Jahren nicht mehr angerührt. Oder schlimmer noch, sie haben es von einem Freund in Microsoft Paint entwerfen lassen. Es ist voller verschnörkelter Linien, schwer zu lesen, und ehrlich gesagt, ein Schandfleck.

Du solltest dein Logo alle paar Jahre aktualisieren.

Wenn du das tust, beauftrage einen Fachmann. Ein starkes Logo kommuniziert Professionalität. Ein dahin geklatschtes Logo stößt bei Verbrauchern negativ auf. Potenzielle Kunden könnten sich fragen: „Wenn das Unternehmen so wenig Zeit für sein Logo aufgebracht hat, kann ich dann wirklich auf die Qualität seiner Dienstleistung vertrauen?“

3. Alleinstellungsmerkmal

Der letzte Schritt in deiner Markenanalyse umfasst die Analyse deiner Konkurrenz sowie der Wünsche deiner Kunden. Was wollen deine Kunden mehr als alles andere? Und inwiefern unterscheidet sich das Produkt von dem deiner Konkurrenz? Wenn du das herausfindest, kannst du dein Alleinstellungsmerkmal, deinen USP, finden.

Nehmen wir einmal Dienstleistungsunternehmen für Privatkunden als Beispiel. Leider verbinden viele Hausbesitzer Klempner mit negativen Stereotypen, wie etwa schmutzig oder unordentlich zu sein. Um diesen Annahmen entgegenzuwirken, könnte man seine Handwerker dazu aufzufordern, helle, weiße, gebügelte Uniformhemden, Hosen und polierte Stiefel zu tragen.

Wenn du dich von anderen Marken abhebst, erregst du Aufmerksamkeit und schaffst deinen USP.

Ein starker USP ist für jedes Unternehmen entscheidend, aber noch mehr für kleine Unternehmen. Wenn du ein Kleinunternehmen führst und einen Namen und ein Logo wie jedermann hast, dann bitten wir dich, dir ernsthaft Zeit dafür zu nehmen und zu analysieren, wie du dich von anderen unterscheidest. Finde anschließend einen Weg, dies in einem USP zu kommunizieren. Dein Alleinstellungsmerkmal sollte auf deiner Website, in deiner Werbung und auf jedem anderen Kanal zur Geltung kommen.

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Nimm dir die Zeit und Mühe, die erforderlich ist, um einen starken Namen, ein Logo und einen USP zu formulieren. Wenn es dein Budget erlaubt, kannst du auch mit einer externen Agentur zusammenarbeiten. Diese kann dir dabei helfen, eine Marke zu entwickeln, die auffällig und einzigartig ist und deinen Kunden gegenüber zum Ausdruck bringt, welchen Mehrwert du bietest.

Dieser Artikel wurde von Rebecca Cassel auf Englisch verfasst und am 04.03.2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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