Ein kurzer Guide für den Start ins Affiliate-Marketing

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Ein kurzer Guide für den Start ins Affiliate-Marketing
Bild: Pixabay

Die Vielzahl an Marketing-Disziplinen ist enorm: Performance Marketing, Social Media Marketing, Suchmaschinenmarketing, E-Mail-Marketing, Content-Marketing… und momentan bei Publishern und Merchants besonders beliebt: Affiliate-Marketing. Inhaltsgetriebenes Affiliate-Marketing sollte Teil deines Marketing-Mix sein, da du damit nicht nur Werbeblocker und Co. umgehen, sondern auch noch ohne große Anstrengung passiv Geld verdienen kannst. Unser Artikel verrät dir, wie du erfolgreich ins Affiliate-Marketing startest und worauf du in der Praxis achten solltest.

Was ist eigentlich Affiliate-Marketing?

Der Prozess des Affiliate-Marketings lässt sich verkürzt so erklären:

  1. Zuerst einmal baut ein Publisher (eine Nachrichten-Website, ein Blog, ein Vergleichsportal …) Werbung in Form von Affiliate-Links auf seiner Webseite ein.
  2. Ein Nutzer klickt anschließend auf diese Werbung. Der Nutzer wird dann auf die Webseite des Händlers weitergeleitet und kauft dort gegebenenfalls ein Produkt.
  3. Jeder Kauf wird getrackt: Das Tracking erfolgt über Cookies und schließt in den meisten Fällen auch weitere Käufe in einem bestimmten Zeitraum auf der Seite des Händlers ein.
  4. Der Publisher erhält im Anschluss an einen erfolgreichen Kauf vom Händler bzw. über ein vermittelndes Netzwerk seine Vergütung in Form einer Provision.

Was ist eigentlich Affiliate-Marketing?

Vor- und Nachteile des Affiliate-Marketings

Ein Nachteil dieser Marketing-Form ist sicherlich, dass es schwierig ist, für Nischenprodukte die passenden Publisher zu finden. Es gibt zwar viele Publisher (vor allem Blogger), die spezifische Themenbereiche abdecken, jedoch sind diese häufig der Einbindung von Produktlinks gegenüber skeptisch eingestellt, da sie ihre Unabhängigkeit und Authentizität nicht durch ein Übermaß an Werbung gefährden wollen.

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Des Weiteren bleiben viele Kunden ihrem persönlichen Lieblingsonlineshop treu; sie präferieren zum Beispiel Amazon, da sie dort bereits ein Benutzerkonto haben, über das sie mit nur wenigen Klicks bequem bestellen können. Ein weiterer Nachteil: Die Einnahmen sind im Voraus nur schwer abzuschätzen und nicht beliebig skalierbar. Man sollte sich selbst also einen Zeitrahmen setzen und kontrollieren, ob die Einnahmen sich in die richtige Richtung entwickeln.

Die Vorteile (vor allem des contentbasierten) Affiliate-Marketings überwiegen jedoch eindeutig. Zum einen werden Adblocker und Co. bei contentbasiertem Affiliate-Marketing umgangen, da die Links durch die Einbettung in den Content bestehen bleiben. Außerdem muss kein extra Produkt erstellt werden, da man einfach bestehende Strukturen von Publishern nutzen kann oder eigene Strukturen lediglich erweitern muss. Darüber hinaus können unterschiedliche Herangehensweisen flexibel ausgetestet werden: So kannst du zum Beispiel variieren, welche Produktgruppen du in den Mittelpunkt stellst, welche Publisher du testest oder mit welchen Provisionsmodellen du arbeitest. Ein weiterer großer Vorteil für Publisher ist die Erzielung von passivem Einkommen über einen längeren Zeitraum. Bei inhaltsgetriebenem Affiliate-Marketing haben Artikel meist länger Bestand, es können also immer wieder neue potenzielle Käufer auf Händlerseiten gelotst werden.

Die Cookies sind im Idealfall bis zu 90 Tage beim User hinterlegt und somit gibt es die Möglichkeit, auch lange nach dem aktiven Lesen eines Artikels noch von einem Kauf zu profitieren.

Händler profitieren unter anderem von einer geringeren Cost-per-Order als im Search Engine Marketing. Außerdem bezahlt der Merchant nur bei realem Umsatz eine Provision an den Publisher; somit ist Affiliate-Marketing für den Merchant ein recht risikofreies Geschäft. Ein weiterer Vorteil ist, dass du mögliche Neukunden außerhalb deiner sonstigen Filterbubble erreichen kannst. So kann dein Shop auf Gutschein- und Preisvergleichsseiten ganz neue Kunden ansprechen und auf dein Unternehmen aufmerksam machen.

Was sind Affiliate-Netzwerke – und welche gibt es?

Spezifische Netzwerke vereinfachen das Vorgehen im Affiliate-Marketing immens. Sie bilden das Bindeglied zwischen Merchants und Publishern und ermöglichen einen einfachen Zugriff auf unterschiedlichste Partner, garantieren eine problemlose Abwicklung der Provisionen und einen genauen Tracking-Überblick.

Zu den wichtigsten Netzwerken gehört neben den Riesen wie dem AmazonPartnerNet (nicht vergessen: Amazon kann mit 77 Prozent Marktanteil am Waren-Onlinehandel in Deutschland aufwarten!) und dem ebay partner network (die beide in ihrer Verwendung sehr intuitiv und simpel sind) vor allem das deutsche Unternehmen Awin, mit circa 1.800 Advertisern in Deutschland und über 200.000 weltweiten Publishern. Über Awin kannst du nach recht simpler Anmeldung deines Unternehmens nach für dich geeigneten Publishern bzw. Merchants suchen. Daneben gibt es natürlich noch viele weitere Netzwerke, wie Tradedoubler, FinanceAds oder Belboon, die sich je nach Branche und Produkt unterschiedlich gut für dich eignen können.

Für Merchants ist es vor allem wichtig, sich einen Überblick über die in dem jeweiligen Netzwerk vertretenen Publisher zu verschaffen, um absehen zu können, ob diese zu deinen Unternehmensprodukten passen. Dafür solltest du wissen, auf welchen Seiten deine bereits bestehenden Kunden zu finden sind und in welchen weiteren Publisher-Sites du entsprechendes Potenzial für eine Neukunden-Generierung siehst.

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Lohnen sich exklusive Partnerschaften?

Publisher und Merchants können natürlich auch exklusive Partnerschaften miteinander eingehen und auf ein dazwischengeschaltetes Netzwerk verzichten. Je nachdem, welchen Deal die beiden Parteien aushandeln, können Usern zum Beispiel spezielle Rabattaktionen, limitierte Produktauflagen oder besondere Boni angeboten werden. Die Exklusivität führt zu einem klaren Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu solchem Affiliate-Marketing, das sich aus den großen Netzwerken speist und bei dem viele Publisher die gleichen Angebote pushen. Auch sind die Streuverluste geringer, da der User keinen allgemeinen Artikel liest, welcher mehrere Produkte von unterschiedlichen Shops umfasst, sondern sich speziell für eine Marke und ein Produkt interessiert.

Ein weiterer Vorteil: Solche Deals werden nicht von Google Shopping indexiert, deine eventuelle Konkurrenz kann also beim Preisnachlass nicht gleich mitziehen – es wird „lautlos“ vermarktet.

Allerdings können exklusive Partnerschaften durch die Verhandlungen zwischen Merchant und Publisher sehr aufwendig sein und lohnen sich nur, wenn der Publisher über eine entsprechend große Reichweite verfügt. Außerdem ist der jeweilige Deal nicht mehr derart stark redaktionell eingebettet wie es im rein contentbasierten Affiliate-Marketing der Fall ist, da explizit auf eine Marke und/oder ein Produkt eingegangen wird.

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Weitere Praxis-Tipps zum Affiliate Marketing

  • Suche die Publisher immer passend zu deinem Produkt und Image aus; so vermeidest du einen möglichen Authentizitätsverlust.
  • Dein Online-Shop sollte bereits einen grundlegenden Traffic aufweisen, damit sich ein Affiliate-Programm lohnt. Affiliate-Marketing allein garantiert keinen Trafficzugewinn.
  • Suche den persönlichen Kontakt zu Publishern, mache auf dein attraktives Provisionsmodell oder spezielle Rabattaktionen aufmerksam. Bei solch einer riesigen Auswahl an Merchants ist es von entscheidendem Vorteil, nicht in der Anonymität zu versinken.
  • Behalte die Provisionsmodelle der Konkurrenz im Blick und passe deines eventuell entsprechend an.
  • Und zu guter Letzt: Habe Geduld! Der Erfolg deiner Affiliate-Maßnahmen lässt sich nicht bereits nach wenigen Wochen bemessen.

Was kostet Affiliate Marketing?

Um erfolgreich ins Affiliate-Marketing starten zu können, solltest du dir natürlich auch über die anfallenden Kosten im Klaren sein. Zunächst einmal können Setup-Kosten für die Nutzung eines Netzwerks anfallen. Einige Netzwerke bieten ihren Service grundlegend kostenlos an, bei anderen musst du mit mehreren 100 bis 1.000 Euro für die Profilerstellung rechnen. Außerdem verlangen manche Netzwerke auch eine monatliche Gebühr.

Ein offensichtlicher Kostenpunkt ist die Provision, die an den vermittelnden Publisher geht. Den Provisionssatz legst du selbst fest. Darüber hinaus wird auch eine Netzwerkgebühr fällig, die meist um die 30 Prozent der Publisher-Provision beträgt.
Hinzu kommen deine internen Aufwände: Es gilt, Zeit in die Anmeldung zu investieren, mit Publishern und Netzwerken zu kommunizieren und die Maßnahmen auszuwerten. Denn nur so kannst du evaluieren, welche Produkte bei welchen Publishern gut funktionieren und in welchem Bereich sich neue Partnerschaften lohnen würden.

Beobachten & optimieren

Der Einstieg ins Affiliate-Marketing ist schnell vollbracht. Du musst anfangs etwas Zeit aufwenden, doch man lernt dank einer direkten Resonanz schnell aus den ersten Erfahrungen und profitiert langfristig von geschickt ausgewählten Partnerschaften und den damit einhergehenden passiven Einnahmen. Wer auf qualitativ hochwertige, glaubwürdige Publisher setzt, kann das Image und die Bekanntheit seiner Marke stärken und auf stark frequentierten Social-Shopping-Sites User fernab deines klassischen Zielpublikums erreichen. Also: go for it!

Du hast Fragen zum Thema Affiliate-Marketing?

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