So wird der Schlusssatz im Werbebrief individuell & persönlich

3274
So wird der Schlusssatz im Werbebrief individuell & persönlich
© MR - stock.adobe.com

Wie solltest du Betreff, Einstieg und Schlusssatz im Brief formulieren? Auch in digitalen Zeiten sind Mailings auf Papier, versendet ganz klassisch mit der Post, ein wichtiges Werbemedium. Geschickt eingesetzt, ist es gerade bei hochpreisigen und/oder erklärungsbedürftigen Produkten das beste Mittel der Wahl für den Kundendialog.

Der Betreff und der Einstieg des Werbebriefes sind eine knifflige und wichtige Herausforderung an UnternehmerInnen oder Texter. Der Kunde soll in das Angebot hineingezogen und begeistert werden. Meist gibt man sich große Mühe – auch beim weiteren Text investiert man Zeit, feilt an Sätzen, kürzt Absätze und berücksichtigt im Idealfall den natürlichen Blickverlauf bei einem Brief.

Aber am Schlusssatz im Brief wird geschludert:

„Wir stehen Ihnen bei Fragen zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen.“

Dieses Briefende ist, ohne es überprüfen zu können oder zu wollen, in 95% der Briefe die Phrase, mit der (potentielle) KundInnen verabschiedet werden. Kein besonders individuelles Ende eines Monologs, der doch im Idealfall eine Handlung nach sich ziehen sollte.

Warum diese Floskeln in der werblichen Ansprache genutzt wird, liegt auf der Hand: Bequemlichkeit und Einfallslosigkeit. Automatisierte Textbausteine tun ihr übriges. Das Gegenteil, Kreativität und Wertschätzung sollten KundInnen gegenüber zum Ausdruck gebracht werden. Denn gerade im Endspurt, mit den letzten Sekunden Aufmerksamkeit des Lesers, sagst du ihm, was jetzt zu tun ist und warum das zu seinem Vorteil ist.

Spickzettel zum Vermeiden von Abschlussfloskeln und -phrasen

Der Kunde wird die Standardformulierungen überlesen. Dadurch verschenkst du Aufmerksamkeit und Platz. Überrasche und beeindrucke ihn stattdessen. Das sind Alternativen für einen kreativen, persönlichen und individuellen Schlusssatz im Brief im Kontext einer Werbemaßnahme:

Tipp zum Schluss

Unterschreibe deinen Brief handschriftlich und leserlich mit Vor- und Zunamen, denn bei der Unterschrift sollte die Wertschätzung nicht aufhören. Wenn es zu viele Briefe sind, kannst du auch die eingescannte Unterschrift (vorzugsweise in Blau) einfügen. Vielleicht kannst du dir  aber doch die Zeit nehmen, denn die Wertigkeit des Mailings und damit die Chance dein (Werbe)Ziel zu erreichen, werden dadurch erhöht.

PS: Viel Spaß beim Texten und kreativen Ausprobieren. Und vergiss das „PS“ nicht, um noch einmal zum Handeln aufzufordern. In dem Artikel „Dialogkampagne – Planung ist die halbe Miete“ erfährst du mehr über die Planung einer Dialogkampagne.

Ute Schmeiser
Ute Schmeiser ist Marketingberaterin und seit 2001 mit ihrer Agentur Schmeiser Marketing selbständig. Vorher war sie in Full-Service-Agenturen verantwortlich für die Betreuung der Kunden. Als selbständige Beraterin unterstützt sie Unternehmen. Dies beinhaltet sowohl die Konzeption von Maßnahmen als auch deren Umsetzung. Seit 2010 ist sie KfW-Coach für Marketing im Rahmen des Gründercoaching Deutschland. Im eigenen Werbe-Blog schreibt sie über Werbung und gibt Tipps für die praktische Umsetzung.

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib hier deinen Namen ein

Der Artikel hat dir gefallen? Gib uns einen Kaffee aus!