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Mixed-Use-Entwicklungen, also die Integration von Wohn-, Gewerbe- und Freizeitnutzungen in einem Projekt, gewinnen in urbanen Ballungsgebieten zunehmend an Bedeutung. Das liegt vor allem daran, dass sie eine nachhaltige und lebendige Stadtentwicklung ermöglichen, indem sie kurze Wege fördern, die soziale Durchmischung begünstigen und urbane Ressourcen effizient nutzen. Ihre Umsetzung geht aber auch mit Herausforderungen einher.

Bedeutung von Mixed-Use-Konzepten wächst

Ist das Schlagwort zuletzt auch sehr präsent geworden, so reicht seine Tradition doch weit zurück. In historischen Städten waren Wohn- und Gewerbeflächen oft miteinander vermischt. In der Moderne wurden diese Nutzungen jedoch häufig voneinander getrennt, was zu einer Entmischung der Städte und einer Zunahme des motorisierten Individualverkehrs führte. In den letzten Jahren erlebt Mixed Use jedoch eine Renaissance, da die Vorteile dieser Entwicklungsweise erkannt wurden. Beispielhaft sind vor allem die folgenden Ansätze zu nennen.

  • Stadtquartiere: In vielen Städten entstehen neue Stadtquartiere, die auf dem Prinzip von Mixed Use basieren. Diese Quartiere bieten Wohnraum, Büroflächen, Einzelhandel, Restaurants, Cafés, Kultureinrichtungen und Grünflächen in fußläufiger Entfernung.
  • Hochhäuser: In Großstädten werden zunehmend Hochhäuser gebaut, die verschiedene Nutzungen miteinander vereinen. In diesen Gebäuden befinden sich neben Wohnungen auch Büros, Hotels, Einkaufszentren und Fitnessstudios.
  • Gewerbegebiete: Auch in Gewerbegebieten kann Mixed Use Anwendung finden. So können beispielsweise in einem Gewerbegebiet neben Gewerbeflächen auch Wohnungen, Kindergärten und Nahversorgungseinrichtungen entstehen.

Die Chancen, die damit einhergehen, sind vielfältig. So bieten etwa Mixed-Use-Entwicklungen Bewohnern kurze Wege zu Arbeitsplätzen, Geschäften, Restaurants und Freizeitangeboten. Dies kann wiederum ihre Lebensqualität und Zufriedenheit verbessern. Durch die Integration unterschiedlicher Nutzungen in einem Projekt können auch soziale Schranken abgebaut werden und es kann eine vielfältige und durchmischte Nachbarschaft entstehen.

Mixed-Use-Entwicklungen fördern weiterhin die urbane Dichte und tragen zu einer nachhaltigen Nutzung von Ressourcen bei. Sie können den Flächenverbrauch reduzieren und die Verkehrsinfrastruktur entlasten. Dabei tragen sie zur Erschließung von neuen Geschäftsmodellen und Investitionsmöglichkeiten bei, stärken die lokale Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze.

Mixed-Use geht mit Herausforderungen einher

Die Planung und Umsetzung von Mixed-Use-Entwicklungen ist komplex und erfordert die Abstimmung unterschiedlicher Interessen und Bedürfnisse. Insofern ist ihre Realisierung immer mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Hier muss eine Vielzahl von Akteuren aus unterschiedlichsten Bereichen effektiv und transparent zusammenwirken, um das für alle Stakeholder beste Ergebnis zu erzielen.

Und auch während der laufenden Nutzung ist der Betrieb von Mixed-Use-Projekten kein Selbstläufer. So kann etwa ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu Problemen führen, wenn die Verkehrsinfrastruktur nicht ausreichend ausgebaut ist. Weiterhin können die unterschiedlichen Nutzungen zu Lärmbelastung und Emissionen führen, die die Lebensqualität der Nutzer beeinträchtigen können.

Ein weiterer Aspekt, der vor dem Hintergrund von Mixed-Use-Entwicklungen unbedingt zu beachten ist, sind Gentrifizierungsprozesse. Die Aufwertung eines Stadtteils durch Mixed-Use-Entwicklungen kann zu Verdrängungsprozessen führen, wenn die Mieten und Immobilienpreise stark ansteigen.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Aspekte, die zu berücksichtigen sind. Hier sind etwa Finanzierungen zu nennen. Die Finanzierung von Mixed-Use-Entwicklungen kann komplex sein, da unterschiedliche Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden müssen. Auch spielt die Gestaltung eine zentrale Rolle. Nur, wenn sie den hohen Ansprüchen genügt, sind eine hohe Aufenthaltsqualität und Identifikation der BewohnerInnen mit ihrem Stadtteil sichergestellt. Zu guter Letzt sind die ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

Fazit

Mixed-Use-Entwicklungen bieten große Chancen für eine nachhaltige und lebendige Stadtentwicklung. Um die Vorteile zu nutzen und die Herausforderungen zu bewältigen, bedarf es aber einer sorgfältigen Planung und Umsetzung, die die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.

Christoph Straube

Als Gründer und Vorstand der W & L AG prägt Christoph Straube die nachhaltige Entwicklung von Standorten durch die Wiederbelebung und Nutzungserweiterung bestehender Grundstücke. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Grundstücks- und Projektentwicklung schafft er nicht nur dringend benötigten Wohnraum, sondern erschließt auch neue wirtschaftliche Potenziale. Straubes frühe Erfahrungen im Baubereich, sein Weg in die Selbstständigkeit mit 20 Jahren und der Erfolg seines ersten Bauprojekts 2006 legten den Grundstein für seine beeindruckende Karriere. Als Autor des Buches "Der steinige Weg zum Reichtum: Wohlstand durch Immobilien" teilt er authentische Einblicke in seine Erfolgsgeschichte und bietet Ratschläge für langfristig erfolgreiche Immobilieninvestitionen. Mit über 150 realisierten Projekten und einem Portfolio von mehr als 600 Wohn- und Gewerbeeinheiten ist Christoph Straube eine treibende Kraft hinter der Wachstumsgeschichte der W & L AG, die er 2011 gründete. Mit Büros in Bad Soden, Frankfurt, Düsseldorf und Mallorca ist die W & L AG ein Innovationsführer in der Immobilien-Projektentwicklung, wobei sich Straubes Fokus auf nachhaltige Performance und kreative Standortentwicklung in Projekten wie der Kernsanierung der denkmalgeschützen Burg *Ko-Burg“ auf einem 20.000 QM großen Areal in Mettmann widerspiegelt. Seine anhaltende Erfolgsgeschichte und sein persönlicher Ansatz machen ihn zu einem inspirierenden Akteur in der deutschen Immobilienbranche.

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