New Work: Wie und wo werden wir in Zukunft arbeiten?

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New Work: Wie und wo werden wir in Zukunft arbeiten?
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Der Begriff New Work wird langsam zur Realität. Es geht dabei um ein neues Verständnis von Arbeit in einer Zeit, die durch Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist.

MitarbeiterInnen wollen flexibel und frei agieren sowie selbstständig handeln. Beispiele dafür sind Co-Working-Spaces, neue Arbeitszeitmodelle und die Arbeit als Freelancer.

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und daran müssen nun auch die Arbeitsprozesse angepasst werden. 

Einfach erklärt: Das ist New Work

Das Konzept der New Work geht auf Frithjof Bergmann zurück. Der Sozialphilosoph wollte eigentlich ein Gegenmodell zum Sozialismus entwerfen, welches deutlich zukunftsorientierter ist. Dem ganzen Modell liegt dabei die Beobachtung zugrunde, dass unsere Gesellschaft durch einen Paradigmenwechsel geprägt ist. Old Work war Teil der Industriegesellschaft und New Work ist eine Ausformung unserer neuen Wissens- und Informationsgesellschaft.

Die Veränderungen sorgen auch für eine neue Arbeitswelt und entsprechende neue Arbeitsformen. Die Arbeitswelt 4.0 ist durch die moderne Welt und die Entwicklung hervorgegangen und daran muss man sich anpassen.

Merkmale von New Work: Belebend, erfüllend, innovativ

Das Konzept beschreibt einen Wechsel der Einstellung von der Gesellschaft zur Arbeit. Man möchte weg von der Lohnarbeit, hin zu einer Arbeit, die die Menschen erfüllt und wodurch man frei am Leben teilhaben kann.

Bergmann beschrieb das bereits in den 1980er Jahren, was damals natürlich noch ein utopischer Gedanke war. Heute ist dies schon längst Realität geworden.

Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung

Hierarchien werden abgebaut und dafür werden Unternehmen so gestaltet, dass den MitarbeiterInnen Freiräume und Verantwortung gegeben werden. Es geht nicht nur darum, am Ende des Monats genug Geld zu haben, sondern die Arbeit aus Überzeugung zu machen und einen Sinn in der Tätigkeit zu sehen. Selbstverwirklichung ist ein wichtiges Element.

New Work beschreibt, dass der Mensch sich auf eine gewisse Weise selbst in seiner Arbeit verwirklichen soll. Daraus resultieren beispielsweise Dinge wie Homeoffice und die mobile Arbeit.

Dafür ist jedoch eine gute Vernetzung notwendig. Das Internet und das Handy sind essenziell, damit die Arbeit remote möglich ist.

Aber auch die Arbeitsumgebung muss neu gestaltet werden, so bietet sich eine 4-Tage-Woche an und natürlich müssen sich Unternehmensprozesse wandeln, was natürlich auch eine andere Art der Unternehmensführung bedarf.

Mixed Teams statt homogener Abteilungen

Möglichst effizient soll vorgegangen werden, weshalb auch die Menschen mit der höchsten Kompetenz ausgewählt werden. Dadurch entstehen sehr diverse Teams, die durch unterschiedliche Hintergründe und Sichtweisen für sehr fruchtbare und neue Sichtweisen sorgen.

Innovation statt Tradition

Wer die Arbeit aus Überzeugung macht, der ist auch oftmals deutlich kreativer. Aus diesen neuen Ideen können sich viele innovative Projekte entwickeln.

New Work soll für Innovation stehen und muss diese auch fördern. Es muss Geld investiert werden, beispielsweise in Design Sprints oder auch Techniken wie das Design Thinking, um agil zu sein und den MitarbeiterInnen einen fruchtbaren Nährboden für neue Ideen zu liefern.

Führung 4.0

Diktatorische Führungskräfte sind nicht mehr gefragt. Heute geht es darum, als eine Art Coach oder Moderator zu agieren. Kontrolle und Weisungen entsprechen nicht mehr dem aktuellen Zeitgeist, stattdessen wird auf Vertrauen und Empathie gesetzt.

Die Mitarbeiter sollen eigenverantwortlich zu Ergebnissen kommen. Aber auch die Arbeit im Homeoffice muss gut koordiniert werden.

Dieser Trend prägt das Büro der Zukunft

Büros werden in Zukunft zu “Open Spaces” und die wenigsten Beschäftigten werden noch einen festen Arbeitsplatz haben. Flexibel und mit unterschiedlichen Angeboten zum Arbeiten sollte das Büro ausgestattet sein.

Zudem wird mehr Wert auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre gelegt werden und auch das Essen sollte qualitativ hochwertig und variabel sein. Eine Kantine wird es nicht mehr geben und MitarbeiterInnen werden sich gesünder ernähren wollen. Ein Trend ist es, Fertigmahlzeiten online zu bestellen.

Gerd Kühn
Gerd Kühn berät seit über zwei Jahrzehnten Unternehmen aus allen Branchen und hat sich den Erfolg seiner Kunden auf die Fahne geschrieben.

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