Entscheidungsfindung: Diese 7 Schritte sind notwendig

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Entscheidungsfindung: Diese 7 Schritte sind notwendig
© bruce mars – pexels.com

Unternehmer sind für jeden Aufgabenbereich verantwortlich, von der Supply Chain bis hin zum Instagram-Management. Wie kann man bei so vielen unterschiedlichen Anforderungen in jeder Situation die richtige Entscheidung treffen?

Die Wahrheit ist, dass man es nicht kann. Teil des Unternehmertums ist es, aus schlechten Erfahrung zu lernen und dieses Wissen zu nutzen, um beim nächsten Mal besser zu sein.

Niemand kann die Zukunft vorhersagen, aber du kannst einen Problemlösungsprozess entwickeln, um die Anzahl deiner Fehler zu reduzieren.

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Der folgende Problemlösungsansatz hilft, um schnellere und bessere Entscheidungen im Unternehmen zu treffen. Wenn du eine Struktur aufbaust, musst du nicht jedes Problem von Grund auf neu angehen. Stattdessen kannst du die Situation analysieren, die Liste durchgehen und eine passende Vorgehensweise auf der Grundlage deiner Ergebnisse wählen.

Natürlich kannst du mit den 7 Schritten noch immer falsche Entscheidung treffen, aber vielleicht triffst du damit schneller fundierte Entscheidungen.

1. Wirtschaftliche Auswirkungen

Beginne damit die wirtschaftlichen Auswirkungen deiner Entscheidung zu analysieren. Wie viel wird deine Vorgehensweise kosten, in Bezug auf:

  • Zeit
  • Geld
  • Personal?

Dieser Schritt ist einfach, da sich die Kennziffern in den meisten Fällen einfach kalkulieren lassen:

  • Wie viel Geld wirst du ausgeben müssen, um dein Vorhaben zu verwirklichen?
  • Wie viel Zeit werden dein Team und du dafür aufwenden müssen?
  • Mit welchen Veränderungen musst du rechnen, wenn du Erfolg hast oder scheiterst?

Vermutlich erhältst du nicht in jeder Situation genaue Zahlen, aber du kannst trotzdem fundierte Vermutungen anstellen. Nutze dein Wissen und fülle deine Wissenslücken, indem du Informationen sammelst.

Deine Erwartungen sollten vernünftig bleiben. Schaue dir anschließend deine Erkenntnisse an, um zu sehen, ob es das Risiko wert ist.

2. Marke und Erfahrung

Frage dich:

  • Ist diese Entscheidung „on-brand„?
  • Steht sie im Einklang mit dem, wofür du stehst?
  • Wird sie das Kundenerlebnis oder die Meinung der Kunden verbessern?

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Es ist zwar wichtig, geschäftliche Risiken einzugehen, aber dadurch kannst du auch einige Leute abschrecken. Man kann es nicht jedem recht machen. In den meisten Fällen ist es besser, für wenige Personen eine perfekte Lösung anzubieten, anstatt allen eine durchschnittliche Lösung bereitzustellen.

Wenn du weißt, wofür du als Marke stehst, kannst du mehr Risiken eingehen.

Deine Entscheidungen sollten immer deine Kernmarke unterstützen und die Kundenerfahrungen mit deiner Marke verbessern.

3. Worst-Case-Szenario

Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Überlege dir das schlimmste Szenario, bevor du über deine möglichen Gewinne nachdenkst. Wenn die Auswirkungen dieses Worst-Case-Szenarios nur nominell sind, wirst du mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine grenzenüberschreitende Idee überdenken.

Ignoriere nicht die Risiken, die du eingehen musst – kein großes Unternehmen hat es je ohne ein paar gewagte Schritte zu etwas Großem gebracht – aber du solltest dir vorher einen Plan zurechtlegen.

4. Best-Case-Szenario

Mache dir über das bestmögliche Ergebnis Gedanken. Was wären die idealsten Konsequenzen?

  • Könnte dein Unternehmen Marktführer werden?
  • Könntest du deine Kundenbindung verbessern und deine Einnahmen über Nacht vervielfachen?
  • Welche neuen Partner könnte dieser Schritt anziehen?

Träume realistisch, aber träume auch groß.

Du wirst dein Träume nicht leidenschaftlich verwirklichen, wenn du nicht genau weißt, was du erreichen willst.

5. Opportunitätskosten

Um mehr Ressourcen für eine Lösung nutzen zu können, musst du Energie von anderen potentiellen Bestrebungen abziehen. Bedenke nicht nur die Opportunitätskosten eines Best-Case-Szenario, sondern auch die Kosten eines Worst-Case-Szenario.

Bedenke ebenfalls dein Budget und deine Zeit. Achte auf die ganzheitliche Wirkung.

6. Höre auf dein Bauchgefühl

Im Zeitalter der Daten neigen die Menschen dazu, ihr Bauchgefühl zu unterschätzen, aber Instinkt ist kein Zufall. Deine Intuition basiert auf jahrelang gesammelten Erfahrungen, die in deinem Gehirn Heuristiken gebildet haben.

Analysiere deine Daten und erkenne die Vorteile quantifizierbarer Entscheidungen an, aber höre auch auf dein Bauchgefühl. Dein Unterbewusstsein weiß vielleicht etwas, das der Rest von dir nicht artikulieren kann.

7. Teamfähigkeit

Egal, wie viel Erfahrung du hast: es gibt keinen Ersatz für einen Raum voller fähiger und motivierter Mitarbeiter. Delegation gehört zu den wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft.

Wann solltest du die Entscheidung treffen und wann solltest du die Zügel aus der Hand geben? Du hast dein Team aus einem bestimmten Grund eingestellt, also gib ihm die Möglichkeit, seine Fachkenntnisse auszuüben.

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Dieser 7 Schritte-Plan hilft, wenn du das nächste Mal vor einer großen Herausforderungen stehst oder mit einer hervorragenden Gelegenheit konfrontiert wirst.

Dieser Artikel wurde von Ashley Merrill auf Englisch verfasst und am 05.02.2020 auf forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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