Arzt oder Ärztin werden: Lohnt sich das?

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Arzt oder Ärztin werden: Lohnt sich das?
© Thirdman – pexels.com

Ärzte haben eine hohe Verantwortung und retten während ihrer Arbeitszeit Menschen das Leben oder heilen diese. Doch Arzt oder Ärztin zu werden ist gar nicht so einfach. In diesem Artikel verraten wir dir, auf welche Weise das möglich ist und welche Fähigkeiten man dafür mitbringen sollte. Und im Anschluss daran widmen wir uns dann noch der Frage, wie es um die Gehälter im medizinischen Bereich bestellt ist und ob es sich überhaupt lohnt, Arzt zu werden.

Wie wird man Arzt oder Ärztin?

Um als Arzt tätig zu sein, ist ein Medizinstudium unerlässlich. Das Studium der Medizin dauert in der Regel 12 Semester und die meisten Studenten schließen dieses nach etwa 13 Semestern ab. Zunächst behandelt das Studium über vier Semester eine Reihe vorklinischer Themen, wobei der Schwerpunkt auf dem Aufbau eines gesunden menschlichen Körpers liegt.

Anschließend folgt der klinische Teil des Studiums, wo verschiedene Krankheiten und Therapieformen erforscht werden.

Den Abschluss bildet das praktische Jahr, während dem die angehenden Ärzte 16 Wochen Erfahrung in einer Klinik sammeln.

Diese Fähigkeiten sollte man mitbringen

Häufig informieren sich Patienten in der heutigen Zeit bereits vor dem Arztbesuch online über verschiedene Symptome und stoßen dabei häufig auch schwerwiegende Krankheiten. Aus diesem Grund ist es die Aufgabe von Ärzten, den Patienten ihre Ängste zu nehmen und diese über die wirklichen Ursachen der Beschwerden aufzuklären.

Damit man seinen Patienten das erworbene Fachwissen verständlich vermitteln kann, sollten Ärzte sich auch im Anschluss an das Studium regelmäßig weiterbilden, auch um über neuartige Behandlungsmethoden informiert zu sein.

Da viele Menschen panische Angst vor dem Arztbesuch haben, sind Ärzte auch als Psychologen gefragt und sollten ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen mitbringen.

Fortbildung bzw. Spezialisierung

Die meisten Medizinstudenten entscheiden sich im Anschluss an das Studium für eine Ausbildung zum Allgemeinmediziner oder spezialisieren sich weiter, um nach einer fünf- bis sechsjährigen Ausbildung als Facharzt tätig zu sein. Und auch danach können diese noch weiter aufsteigen, indem diese sich auf eine Stelle als Stationsarzt, Oberarzt oder Chefarzt bewerben. Zu den möglichen Spezialisierungen gehören unter anderem die Bereiche Kardiologie, Chirurgie, Notfallmedizin, Orthopädie, Kindermedizin oder Kardiologie.

Absolventen des Medizinstudiums finden online etliche Assistenzarzt Stellenangebote, worauf diese sich bewerben können, um später einmal als Facharzt tätig zu sein oder eine eigene Praxis zu eröffnen.

Karrierechancen

Wenngleich sich die Gehälter von Ärzten hierzulande auf einem überdurchschnittlichen Niveau befinden, mangelt es vor allem in ländlichen Regionen häufig an Allgemeinmedizinern und Fachärzten. Den für diese gestaltet sich der Zugang zu Kassenverträgen vor allem in solchen Gegenden oftmals überaus schwierig. Dagegen herrscht in Großstädten zumeist eine große Konkurrenz, weshalb die Patienten dort mit längeren Wartezeiten rechnen müssen.

Zudem müssen praktizierende Ärzte sich regelmäßig fortbilden, um über aktuellste Erkenntnisse und Therapien auf dem Laufenden zu bleiben und auch die immer neuen technischen Möglichkeiten machen regelmäßige Fortbildungen unerlässlich.

Wer dagegen während des Medizinstudiums feststellt, dass er lieber doch nicht praktizieren möchte, der kann im Anschluss an das Studium auch in der Pharmaindustrie arbeiten.

EXTRA: Revolution im Gesundheitswesen: Der Arzt als Unternehmer

Gehälter in der Medizin

Im Gegensatz zu anderen Berufen sind die Gehälter von Ärzten hierzulande klar geregelt. So verdient ein Chefarzt hierzulande zwischen 100.000 und 280.000 Euro, während Oberärzte zwischen 100.000 und 130.000 Euro pro Jahr verdient. Fachärzte verdienen zwischen 65.000 und 85.000 Euro im Jahr und Assistenzärzte bekommen ein Gehalt zwischen 48.000 und 55.000 Euro ausgezahlt.

Beeinflusst werden die Gehälter von Ärzten unter anderem dadurch, ob diese angestellt oder selbstständig arbeiten, nach Tarif bezahlt werden oder nicht, ein Festgehalt beziehen oder sich das Gehalt nach der Auslastung einer Praxis richtet.

Gehälter von niedergelassenen Ärzten/Innen nach Fachbereich

Wer sich im Anschluss an die Facharzt-Ausbildung mit einer eigenen Praxis selbstständig machen möchte, der kann mitunter sogar noch mehr verdienen als ein Chefarzt. Dies hängt allerdings in erster Linie von dem jeweiligen Fachbereich ab:

  • Radiologie – 373.000 Euro
  • Augenheilkunde – 256.000 Euro
  • Dermatologie – 225.000 Euro
  • Orthopäde – 214.000 Euro
  • Urologie – 210.000 Euro
  • Chirurgie – 209.000 Euro
Tobias Schuhmann ist auf Ausbildungen, Fortbildungen und Seminare spezialisiert. Seit Jahren berät er seine Kunden in allen relevanten Themen rund um die eigene Karriere und fördert sowohl die berufliche als auch die persönliche Entwicklung.

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