Abschied vom Arbeitgeber: 5 Tipps fürs Feedbackgespräch

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Fragen mit Fokus: Praxistipps für Kunden- und Mitarbeitergespräche
© Daniel Ernst – stock.adobe.com

Der Abschied vom alten Arbeitgeber kann knifflig sein. Sagst du die falschen Dinge, könntest du deiner Karriere schaden, wenn du entweder eine Referenz von deinem fast ex-erfahrenen Arbeitgeber erhältst oder eines Tages beschließen, wieder zurückzukommen.

1. Sprich dich frühzeitig aus

Ein Personalverantwortlicher möchte während deines Austrittsgesprächs nicht hören, dass du deinen Vorgesetzten für einen Idioten hältst. Es mag zwar unwiderstehlich sein, das Treffen für Beschwerden zu nutzen, aber wenn du die Entscheidung getroffen hast, einen Arbeitgeber zu verlassen, wird es dir nichts nützen, wenn du erst jetzt zu klagen beginnst. Deine Zeit, über Bedenken zu sprechen, solltest du während deiner Anstellung nutzen.

2. Bereite dich auf das Gespräch vor

Führe das Austrittsgespräch so gewissenhaft wie bei einem Vorstellungsgespräch für eine neue Stelle.

Sprich nicht nur deine Emotionen im Voraus durch, sondern sprich auch mit einer objektiven dritten Partei über deine Probleme, damit du sie auf eine Weise zur Sprache bringen kannst, die der nächsten Person, die deinen Job übernehmen wird, dienlich ist. Wenn du deine Meinungen so formulierst, dass sie zeigen, dass du darüber nachdenkst, was das Beste für das Unternehmen ist, hast du eine viel größere Chance, wirklich Einfluss zu nehmen und gut in Erinnerung zu bleiben.

3. Mit Anstand aussteigen und sich auf das Positive konzentrieren

Wenn du zu offen und zu kritisch bist, wirst du als verbittert oder darauf aus sein, jemandem zu schaden. Unternehmen wollen lernen, wie sie die Arbeitsplatzkultur verbessern können und wie sie ihre MitarbeiterInnen stärker einbinden können. Wenn dir das Unternehmen am Herzen liegt und du etwas bewegen willst, stelle sicher, dass deine Kommentare sachlich und professionell sind. Im Allgemeinen wollen die meisten Arbeitgeber wissen, was dir an Ihrem Job und dem Unternehmen gefallen hat und was du ändern würdest.

Erwähne unbedingt, wie viel du dort gelernt hast und warum sowohl du als auch das Unternehmen von deiner Zeit als Arbeitnehmer profitiert haben. Du kannst auch sagen, dass du dich geehrt fühltest, Teil der Organisation gewesen zu sein, und dass du von ihrer Mission und ihren Produkten inspiriert bist. Es ist jedoch vernünftig zu sagen, dass du das Gefühl hattest, dass deine Fähigkeiten nicht vollständig genutzt wurden, und Beispiele zu nennen, wenn das der Fall war. Und es ist in Ordnung, allgemeine Aktionen deines Managers oder eine Firmenpolitik zu besprechen, die sich auf deine Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen, ausgewirkt hat.

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4. Gib nützliche Fakten an

Verlässt du das Unternehmen, weil dein Gehalt oder deine Leistungen im Vergleich zu den Konkurrenten des Unternehmens nicht wettbewerbsfähig waren? Gab es nicht genügend Aufstiegsmöglichkeiten? Arbeitgeber lieben wettbewerbsfähige Daten, auch wenn sie dadurch nicht gut aussehen.

5. Führe eigene informelle Austrittsgespräche

Wenn du deinen Arbeitsplatz wirklich sauber verlassen wollen, können einige deiner effektivsten Austrittsgespräche außerhalb des formellen Austrittsgesprächs stattfinden. Während du dich darauf vorbereitest, deinen Schreibtisch aufzuräumen und dich zu verabschieden, kannst du deinen KollegInnen (und vielleicht deinem Vorgesetzten) mitteilen, warum du das Gefühl hattest, dort zu arbeiten, war etwas Besonderes. Dann kannst du ganz beiläufig praktische Ideen darüber loswerden, wie sie das Arbeitsumfeld aufgrund deiner Erfahrungen verbessern könnten, um es zu einem noch besseren Arbeitsplatz zu machen.


Dieser Artikel wurde von Kerry Hannon auf Englisch verfasst und am 04.06.2015 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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