Der erste Eindruck zählt – 5 Tipps für gute Mitarbeiter-Fotos

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Mitarbeiter-Fotos: Team macht von sich ein Sefie
Der erste Eindruck zählt - 5 Tipps für gute Mitarbeiter-Fotos - Foto: © deagreez - stock.adobe.com

Das letzte Shooting liegt erst ein paar Monate zurück und schon wieder brauchst du neue Mitarbeiter-Fotos für deine Homepage. Schuld ist die Fluktuation unter den MitarbeiterInnen. Du möchtest Bilder, auf denen dein aktuelles Team einen sympathischen und kompetenten Eindruck vermittelt. Aber schon wieder ein Shooting mit hohen Kosten und großem Aufwand? Das ist gar nicht nötig. Mit deinem Smartphone hast du ein Profitool an der Hand, um selbst zu gut Fotos von deinen MitarbeiterInnen zu machen.

EXTRA: Mit diesen Tipps schießt du die perfekten Mitarbeiter-Fotos!

Tipp 1: Der beste Ort

Es geht um das Image deines Unternehmens. Also mach dir zuerst Gedanken, was du darstellen willst, bevor du in die Details wie Dresscode, Beleuchtung oder Posen einsteigst. Deine Firma steht für moderne Technik? Wie wäre es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Produktion zu fotografieren? Du und dein Team bieten Fitnesstrainings an? Denk über Aufnahmen im Wald nach, während dein Team trainiert. Dein Startup arbeitet in einem durchgestylten Loft und dein Unternehmen steht für digitale Innovation? Finde für euer Gruppenbild den idealen Ort im Loft, der genau das ausstrahlt. Egal, wo und was es ist – fang die Atmosphäre deines Unternehmens ein. Je besser du das Shooting durchdenkst und vorbereitest, desto mehr Zeit sparst du.

Tipp 2: Das beste Outfit

Du musst keinen Dresscode vorgeben. Damit du Mitarbeiter-Fotos mit einer sympathischen Ausstrahlung bekommst, sollten deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen, worin sie sich wohlfühlen. Der Geschäftsanzug ist ebenso okay wie die Lieblingsbluse. Wenn du aber einen Dresscode vorgibst, kommuniziere ihn frühzeitig und stimme die gewählten Farben auf die Umgebung ab. Helle Töne sind besser als dunkle, weil dunkle Farben Licht schlucken. Und (es klingt unwichtig, ist es aber nicht): Die Kleidung sollte gebügelt sein.

Tipp 3: Weiches Licht für beste Qualität

Bei der Beleuchtung geht es vor allem darum, Schlagschatten und harte Konturen zu vermeiden, insbesondere bei Portraits. Findet das Shooting draußen statt, eignen sich frühes oder spätes Tageslicht am besten. Pralle Sonne draußen und Blitzlicht in Innenräumen solltest du vermeiden. Drinnen bringen seitliche Fenster schönstes Beautylicht für Nahaufnahmen. Ein Lichtreflex lässt die Augen hell erstrahlen. Auch diesen Effekt kannst du mit Hilfe eines Fensters (seitlich) erreichen. Ein Fenster im Hintergrund ergibt Gegenlicht und ist bei Businessfotos ein No-Go.

Wähle in den Einstellungen des Handys den Portrait-Modus und fotografiere mit möglichst hoher Auflösung, zum Beispiel im Raw-Format. Dateien dieses Formates enthalten unkomprimierte und unbearbeitete Bilddaten. So bekommst du die größtmögliche Menge an Details und kannst die Mitarbeiter-Fotos später ohne Qualitätsverlust bearbeiten. Nimm um eine Person herum mehr Raum auf als nötig. Das gibt dir Spielraum bei der Bearbeitung.

Tipp 4: Das beste Lächeln

Bitte lächeln! Das haben wir alle tausendmal gehört und es gibt jede Menge Bilder von uns, auf denen wir verkrampft in die Kamera grinsen. Viel besser gelingt deinen MitarbeiterInnen ein natürliches Lächeln, wenn sie die richtige Anweisung gekommen: In der Kamera sitzt dein Lieblingsmensch, ihn lächelst du jetzt an … Anweisungen mit Witz und Charme sorgen für Auflockerung. Auch gut: Lass die Leute die Augen schließen und auf drei wieder öffnen. Das hilft, wenn ein Gesicht zu angespannt ist. Wenn du zwei bis drei Serienbilder machst, hast du sicher ein gelungenes Foto dabei. Mach eher zu viele Mitarbeiter-Fotos als zu wenige.

Tipp 5: Ideen für das beste Bild

Wie wäre es, die Farbe deines Logos in ein Bild einzubeziehen? Ist es die Farbe Gelb, bau eine Sonnenblume in die Komposition ein, nimm sie zum Beispiel unscharf im Vordergrund auf. Vordergrundelemente als Rahmen erzeugen automatisch mehr Tiefe. Framen bietet grundsätzlich die Möglichkeit, einem Foto Ebenen hinzuzufügen, so dass es dreidimensional wirkt.

Schön sind auch Over-the-shoulder-shots, von einem Mitarbeitenden zum andern. Beim Gruppenfoto ist ein Bild vom Team in der (aufgeräumten) Teeküche interessanter und sympathischer als eine Aufstellung à la Schulausflug. Such immer nach einer Möglichkeit, die Gruppe aufzulockern. Nutze vielleicht eine Treppe oder ein Geländer. Beim Geländer können die Mitarbeiter die Hände locker auf den Handlauf legen. Auch ein Aufgang mit Treppen lässt sich gut nutzen. Wenn einige MitarbeiterInnen sitzen, andere stehen, kann das Dynamik und Tiefe ins Bild bringen.

Iris Müller
Iris Müller ist iPhone-Fotografin und Videografin sowie renommierte Arbeits- und Organisationspsychologin. 2018 hat sie ihre Liebe zur Handy-Fotografie zum Beruf gemacht.

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