Einzelkämpfer? 5 Rollen, die du meistern musst

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Einzelkämpfer? 5 Rollen, die du meistern musst
© Startup Stock Photos - pexels.com

Damit eine Selbstständigkeit erfolgreich werden kann, müssen zu Beginn mehrere Rollen übernommen werden. In diesem Artikel zeigen wir dir die Rollen, die du als Einzelkämpfer in deinem Business übernehmen musst. Und du erfährst, welche Kernfähigkeiten du für die einzelnen Rollen entwickeln solltest.

1. Kundenversteher

Du musst deinen Kunden verstehen. Nein! Du musst ihn in und auswendig kennen. Auf deinem Kunden, oder besser der Problemstellung deines Kunden, basiert dein Erfolg. Es ist wichtig, dass du die Probleme deines Kunden klar benennen kannst und eine genaue Vorstellung von seinen Bedürfnissen und Zielen hast. Durch dieses Verständnis bist du in der Lage ein unwiderstehliches Angebot oder Produkt zu entwickeln.

Fragen, die du dir zu deinem Kunden stellen musst

  • Welches Alter und Geschlecht hat dein Kunde?
  • Wo wohnt er und wie sieht sein Kaufverhalten aus?
  • Was macht er beruflich und wie verbringt er seine Freizeit?
  • Gibt es Kinder, einen Partner oder Tiere im Haushalt?
  • Welches Problem lässt ihn nachts nicht einschlafen und bei welchem Ergebnis wäre er völlig aus dem Häuschen?

Je besser du deinen Kunden verstehst, umso spezifischer kannst du seinen Bedarf für eine Lösung seiner Probleme ermitteln.

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2. Werbeprofi

Bevor du die Probleme deiner Kunden lösen kannst, musst du einen Bedarf für dein Angebot erzeugen. Die Tatsache, dass deine Kunden Probleme haben, sorgt dafür, dass sie sich täglich auf die Suche nach einer passenden Lösung begeben. Da du deinen Kunden in und auswendig kennst, weißt du wo er sich aufhält und seine Zeit verbringt. Dadurch kannst du ihm an diesen Plätzen (online & offline) deine Lösung (dein Angebot) präsentieren. Alles was du dafür tun musst:

  • Erklären, was er konkret von deinem Angebot hat
  • Zeigen, dass du seine Probleme verstehst
  • Einen logischen Weg zur Lösung aufzeigen
  • Eine klare Handlung vorgeben, damit er sich über dich informiert oder sich direkt bei dir meldet

Je öfter du das Ganze machst, umso mehr „wärmst“ du den Kunden für dich und deine Lösung auf und erzeugst so einen starken Bedarf für dein Angebot.

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3. Verkaufstalent

Sobald du deine potenziellen Kunden genug für dich und deine Lösung aufgewärmt hast und der Bedarf groß genug ist, werden sie sich mit dir in Kontakt setzen. Alles was du jetzt tun musst, ist deinen Interessenten in einen Kunden umzuwandeln. Damit dies erfolgreich geschehen kann, müssen folgende Dinge gegeben sein.

Checkliste: Stimmen die Voraussetzungen?

  • Kann sich der Interessent dein Angebot leisten?
  • Hat er die notwendige Zeit, um es umzusetzen?
  • Bringt er gegebenenfalls das notwendige Vorwissen mit?
  • Ist er der Entscheider (trifft er die Kaufentscheidung allein)?

Wenn die Voraussetzungen passen, braucht er noch:

  • das Vertrauen in dich als Verkäufer und in deine Firma
  • das Vertrauen in dein Angebot
  • das Vertrauen in sich, dass er es umsetzen kann

Ist das alles gegeben, wird dein Interessent zu einem zahlenden Kunden.

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4. Problemlöser

Hat sich dein Kunde für dich und deine Lösung entschieden, geht es darum Kundenerfolge zu produzieren. Je nachdem wie dein Angebot oder dein Produkt gestrickt ist, musst du deinen Kunden bei der Umsetzung unterstützen. Es gibt zahlreiche Dinge, die bei der Umsetzung schief gehen können:

  • Missverständnisse
  • mangelnde Disziplin
  • mangelndes Verständnis
  • mentale Handbremsen

Alles Dinge, die den Erfolg deines Kunden boykottieren können. Du musst jederzeit in der Lage sein, auf mögliche Herausforderungen zu reagieren. Die gute Nachricht daran ist, dass du alles, was mehr als dreimal vorkommt, mit in die Angebotsentwicklung nehmen kannst, um es für spätere Kunden zu verbessern und um dir langfristig die Arbeit zu erleichtern.

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5. Dirigent – Aufgaben delegieren

Gewinnst du regelmäßig Kunden und produzierst Erfolge mit ihnen, solltest du im Umkehrschluss ein regelmäßiges Einkommen erzielen. Sobald deine laufenden Kosten gedeckt sind und du dir ein Gehalt auszahlen kannst, solltest du direkt wieder investieren.
Und zwar in mehr Manpower und eine bessere Logistik. Es geht darum Aufgaben zu delegieren und zu automatisieren.

Da du die Rollen und standardisierten Abläufe in deiner Firma kennst, kannst du diese nach und nach abgeben und weiter verbessern. Lege den Fokus zu Beginn auf:

  • einen Assistenten für die administrativen Tätigkeiten
  • jemanden für die Kundenbetreuung
  • bessere Software oder Hilfsmittel, die dir die Arbeit erleichtern

Das Ziel an dieser Stelle ist es, dich wieder etwas mehr aus dem Business herauszunehmen, damit du mehr Zeit hast an deinem Business zu arbeiten. Und um langfristig zu wachsen, damit du mehr Menschen mit deinem Angebot helfen kannst, den Traum von deiner Vision lebst und einen echten Unterschied in deiner Branche machst.

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6 Kommentare

  1. Toller Artikel & wichtige Erkenntnisse. Viele selbständige, ich ebenfalls starten mit einem grossen Chaos im Kopf. Es waren/sind grosse Lektionen wie Positionierung, Vorteilsargumentation beherrschen & Kundensprache verstehen und natürlich VERKAUF! Als Personal Trainer reicht es leider nicht einfach nur der beste Trainer zu sein. Ohne die oben genannten Fähigkeiten wird mein kein Vollständiger Unternehmer

    • Genau richtig Dimitri. Step by step dürfen da noch die anderen Fähigkeiten dazu kommen. Super gut, dass du das auf dem Schirm hast.

  2. Wow, ein wertvoller Artikel. Vor allem der potenziellen Klientin zu verdeutlichen, welche Vorteile sie von meinem Sportangebot hat, habe ich über viele Jahre vernachlässigt. Dabei ist es genau das, was überhaupt den Wert des Angebots in die Sprache der Kundin übersetzt. Seitdem ich das umsetze, läuft es.

    • Richtig. Wir tendieren dazu immer nur die „Features“ zu nennen, aber der Kunde kann den Vorteil nicht erkennen. ei den vielen Angeboten heute, ist das aber extrem wichtig.

  3. Super Beitrag! Vor allen der Hinweis zum Kundenversteher. Als ich mich 2011 mit eigenem PT-Studio selbstständig gemacht habe, dachte ich noch ich kann (und ich muss) allen helfen und es gibt keinen Grund mich auf einen speziellen Kundentypen festzulegen. Rückblickend einer meiner größten Fehler… Direkt danach hat definitiv das Verkaufen den größten Einfluss auf meinen Erfolg gehabt. Als ich verstanden habe, dass ich mich immer verkaufen muss, ging es ab. :) 

    • Das coole: verkaufen ist gar nicht so böse, wie viele denken :) Wir verkaufen uns ja täglich, wenn man es genau nimmt. Es kommt immer auf die Betrachtungsweise an und darauf, ob man seinem Kunden wirklich helfen möchte.

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