Trend Biohacking: Zeitverschwendung oder sinnvolles Tool?

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Gesundes Homeoffice: Denkst du an deinen Rücken?
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Biohacking heißt der Trend aus den USA, der auch in Europa immer stärker wird. Doch was bringt es, in die Biochemie des Körpers einzugreifen? Eine ganze Menge! Durch natürliche Mittel wirst du glücklicher, gesünder und leistungsfähiger.

Biohacker tüfteln an ihrer Gesundheit

Biohacking kombiniert die Lehre über den menschlichen Körper mit der Philosophie des Hackings. In der ursprünglichen Bedeutung bezieht sich Hacking auf eine kreative, originelle und selbstvergessene Form des Tüftelns im Umgang mit Technik.

Biohacker verändern die innere und äußere Umwelt, um Einfluss auf die eigene Biologie zu nehmen. Das beginnt bei sehr einfachen und altbekannten Dingen wie genug Trinken und kann weitergehen bis zu Kältetherapie bei minus 110 Grad Celsius oder auch der gezielten Ergänzung von Nährstoffen.

Biohacker probieren aus, was wie wirkt und recherchieren, warum das so ist. Manche Methoden und Erkenntnisse sind altbekannt, andere ganz neu.

EXTRA: https://unternehmer.de/gesundheit/292015-biohacking-5-tipps

Verantwortung für ein Meisterwerk – unseren Körper

Eine der Grundideen des Biohackings besteht darin, wieder mehr Verantwortung über den eigenen Körper und Geist zu übernehmen.

Der menschliche Körper ist ein Meisterwerk, dem mit Mitteln des Biohackings leicht Gutes zu tun ist: Atemübungen, Kraftsport, Yoga, kalt duschen, Entspannen – all das gehört dazu. Wie auch guter Schlaf.

Tipps für dein Biohacking

Qualitativ hochwertiger Schlaf ist die wichtigste Variable für langfristige mentale und zellulare Gesundheit. Im Schlaf regeneriert der Körper Zellen, entgiftet das Gehirn und verarbeitet die Geschehnisse des Tages.

Außerdem werden während des Schlafens Informationen im Langzeitgedächtnis gespeichert. Hochwertiger Schlaf unterstützt außerdem die Muskelregeneration und Fettverbrennung, bringt den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht und schützt das Herz.

Dabei ist nicht die Dauer entscheidend, sondern die Qualität. Denn wenn die Schlafqualität niedrig ist, reichen auch acht die berühmten acht Stunden nicht aus. Was hilft?

Blaulichtfilter

Unsere Zellen sind noch in der Steinzeit, in der es weder Fernseher, Computer noch Smartphones gab. Damals war die einzige Blaulichtquelle die Sonne. Bis heute unterdrückt unser Körper die Bildung des Schlafhormons Melatonin, sobald er Blaulicht wahrnimmt.

Also auch, wenn wir abends unser Handy checken oder vor dem Schlafen fernsehen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile extra Apps, die ab einer gewissen Uhrzeit automatisch den Blaulichtanteil aus dem Bildschirm herausnehmen.

Sie müssen nur noch aktiviert werden. Bei Apple-Produkten ist es z.B. Nightshift, für Android heißt es einfach Blaulichtfilter. Beides ist standardmäßig installiert und muss nur noch eingerichtet werden. Für den Laptop empfehle ich das kostenlose Programm f.lux.

Am späten Abend keine schwere Mahlzeit

Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, verwendet unser Körper einen Teil der Energie für die Verdauung. Vor allem in den ersten Stunden nach dem Essen.

Wenn wir schlafen, möchten wir aber den Großteil der Energie für die Regeneration unseres Körpers nutzen. Deshalb starten wir sehr viel entspannter und leichter ins Land der Träume, wenn wir schwere Mahlzeiten vier Stunden vor dem Schlafengehen meiden.

Öfter entspannen

Passionierter UnternehmerInnen arbeiten oft bis tief in die Abendstunden. Aber Achtung: Wenn die Pause zwischen Arbeit und Schlaf zu kurz ist, leidet die Schlafqualität. Im Ergebnis wird mehr Zeit für die Erholung gebraucht – und Zeit ist eine unserer wichtigsten Ressourcen.

Mein Tipp ist deshalb, ein festes Ritual als mentale Trennung zwischen Arbeit und Abendruhe zu etablieren. Zum Beispiel noch eine Tasse vom Lieblingstee trinken. Oder eine Folge der Lieblingsserie sehen, natürlich mit Blaulichtfilter. So können Körper und Geist durch qualitativ hochwertigen Schlaf effektiver regenerieren.

Biohacker handeln eigenverantwortlich

Das Ziel von Biohackern ist, den eigenen Körper wieder zu dem Meisterwerk zu machen, das er ist. Wenn wir die Verantwortung für unseren Körper übernehmen, vermeiden wir viele Erkrankungen – die vielleicht nicht heute, aber in fünf, zehn oder 20 Jahren auftreten könnten. Und wir fühlen uns gutgelaunt und fit.

Björn Kurtenbach
Björn Kurtenbach suchte als Koch in der gehobenen Gastronomie eine legale und gesunde Möglichkeit, sein Wohlbefinden und seine Leistungsfähigkeit zu steigern und entdeckte Biohacking. Seit sieben Jahren beschäftigt er sich unermüdlich mit dieser legalen Form des zellularen Dopings.

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