Spartipps für Rentner: Vorsicht vor der Schuldenfalle!

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Spartipps für Rentner: Vorsicht vor der Schuldenfalle!
© Peggy_Marco – pixabay.com

45 Jahre gearbeitet und dann eine Rente, die zum Leben nicht einmal ansatzweise reicht. Steigende Mietpreise, horrende Lebenshaltungskosten, explodierende Strom- und Gaspreise: Du fragst dich, warum die Renten nicht auch erhöht werden? Für viele Rentner ist der Traum von der Rente, in der sie eigentlich viel Zeit und Geld haben und ihren wohlverdienten Ruhestand genießen sollten, zu einem wahren Alptraum geworden. Laut dem Schuldneratlas 2019 stieg die Anzahl der verschuldeten Rentner in diesem Jahr um ganze 44,9 Prozent. Eine erschreckend hohe Zahl.

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Die Schuldenfalle vermeiden

Der Auslöser für Verschuldung ist in über 90 Prozent der Fällen immer der gleiche: der schlechte Umgang mit Geld sowie die fehlende Übersicht. Zuerst benötigst du einen klaren Überblick über deine Finanzen – sprich, das gute alte Einnahmen- und Ausgabenbuch, in dem jede Ausgabe, Verbindlichkeit und dergleichen aufgelistet wird.

Nur dadurch ist es möglich, sein eigenes Verhalten zu überprüfen und im Blick zu behalten, wo das hartverdiente Geld – in deinem Fall die Rente – überhaupt hinfließt. Bei jeder Ausgabe gilt es sich selbst eine intelligente Frage zu stellen: Will ich das oder brauche ich das wirklich? Höchste Priorität haben die Positionen, die du brauchst, nicht was du willst.

Merke: Alle Gelder, die du ausgibst, machen andere Menschen reich. Alles, was du bei dir behältst, macht dich selbst reich!

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Entscheidung für mehr Geld hat nichts mit Lotto zu tun

Wenn du nun eine klare Übersicht erstellt hast, gilt es Entscheidungen zu treffen. Viele Rentner haben Abos oder monatliche Zahlungen für Werbedienste, oder sie spielen das bekannte Lotto 6 aus 49 – mit dem großen Traum, den Jackpot zu knacken und von heute auf Morgen reich zu werden. Immer wieder hört man von diesen Erfolgsgeschichten, aber die Wahrscheinlichkeit, das zu erreichen, ist geringer als vom Blitz getroffen zu werden. Das verlorene Geld für diesen Spieltrieb kann zwar nicht mehr zurückgeholt werden, doch du kannst die Entscheidung treffen, einfach nicht mehr weiter zu machen.

Du kommst ja auch nicht auf die Idee, den Wasserschlauch bzw. Hahn nicht abzudrehen, wenn deine Wohnung voll Wasser läuft, nur weil sie jetzt ohnehin schon überflutet ist und es auf die weiteren Liter auch nicht mehr ankommt. Jeder würde sofort handeln und alles dafür tun, das Unheil zu stoppen. Genau dasselbe passiert mit deinem Geld. Der entscheidende Unterschied ist, dass DU selbstverantwortlich deinen Geldhahn aufdrehst und das Geld in fremde Kanäle sprudeln lässt.

Merke: Löse dich von Verträgen und Abos, die du nicht nutzt und die dich Geld kosten, ohne einen entsprechenden Mehrwert zu bringen. Kündigen und Geld sparen. Wohlstand ist keine Glückssache.

Vergleich macht reich

Besonders bei den klassischen Fixkosten für das alltägliche Leben lässt sich sehr viel Geld einsparen:

1. Strom

Die Strompreise sind sehr stark angestiegen über die letzten Jahre, sodass es sinnvoll ist, die Anbieter über verschiedene Onlineplattformen jedes Jahr aufs Neue zu prüfen. Ein Wechsel ist oftmals innerhalb von 10 Minuten organisiert und bringt Ersparnisse von 200 bis 500 Euro pro Jahr.

2. Versicherungen

Vor allem Risikoversicherungen wie Privathaftpflicht, Rechtsschutz, Hausrat, Unfall, KFZ und Gebäudeversicherung haben ein enormes Einsparpotenzial von mehr als 1.000 Euro pro Jahr. Hier gilt es jährlich die Tarife zu vergleichen. Dies kann insbesondere durch einen freien Versicherungsmakler umgesetzt werden, der verpflichtet ist, deine Interessen zu vertreten.

3. Festnetz

Telefon, Internet und Handy: Auch hier werden die Angebote und Preise immer günstiger. Das Internet wird immer schneller, Handytarife bieten immer mehr Zusatzleistungen an – und das alles oftmals für weniger Geld.

Der Münztrick: 10 bis 20 Prozent mehr Kapital jeden Monat sparen

Dein Münzgeld lässt du in Zukunft besser immer zu Hause.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir große Scheine ungern anbrechen, um etwas zu kaufen. Genau diesen psychologischen Trick wenden wir an. Jedes Rückgeld wird nicht mehr verwendet und jeden Abend in den Münztopf geworfen. So werden Tag für Tag zwischen 1 bis 5 Euro generiert. Auf das ganze Jahr hochgerechnet ist es einiges an Kapital, was sonst unnötig ausgegeben wäre.

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