Wie mache ich mein Team zum Erfolgsteam? Analogien zum Fußball [Video]

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Wie mache ich mein Team zum Erfolgsteam? Analogien zum Fußball
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Was kann ein Team vom Fußball lernen? Jedes Fußballteam weiß am Ende der Saison, was das Ziel für die nächste Saison ist, welche Spieler sie dazu benötigen und welche Strategie zu entwickeln ist. Sie überprüfen, ob jeder Spieler nach seinen Talenten auf der richtigen Position eingesetzt ist. Es gibt Spielregeln, Fair Play und möglichst einen Teamgeist. Was hindert die Wirtschaft, diese Strategie konsequent auf die eigenen Teams anzuwenden?

Übertragen wir den Mannschaftssport auf die Wirtschaft, stellen sich folgende Fragen:

  • Kann ein Team wie im Fußball erfolgreich sein, wenn sich nicht alle gleichermaßen an die Spielregeln halten – im Sinne von Business Etikette, Höflichkeit, Achtsamkeit, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Fair Play und Teamgeist?
  • Liegt der Fokus des Teams auf dem Bestreben nach dem gemeinsamen Erfolg – also auf dem großen Ganzen oder kämpft jeder für sein eigenes Ziel und seine eigene Goldmedaille?

Mit einem Tunnelblick, der nur auf sich selbst gerichtet ist, mit Selbstdarstellung und Selbstbezogenheit kann kein Team gewinnen. Nur wer alle Spieler, in unserem Fall alle Teammitglieder im Blick behält und an einem Strang zieht, kann gemeinsam erfolgreich sein.

Die Herausforderung an jeden Einzelnen ist, die Bereitschaft und die Fähigkeit zu entwickeln, die eigenen Stärke im richtigen Moment einzusetzen und gleichzeitig bereit zu sein, zurückzutreten und sich unterzuordnen, wenn der „Ball“ gerade bei einem Teammitglied und nicht vor den eigenen Füßen liegt. Dies ist sicher eine der größten Herausforderungen für Teammitglieder. Die gute Nachricht: Wir können an den Fähigkeiten arbeiten und die Gemeinschaft stärken.

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Im Fußball gibt es zudem Schiedsrichter, die bei Verstößen abpfeifen oder gar des Platzes verweisen. Diese Rolle ist in Unternehmen nicht definiert – meistens auch nicht gewünscht, denn das soll die Führungskraft mit dem Team regeln. Das ist keine einfache Aufgabe, denn blicken wir auf die Führungskraft wird klar, dass sie viele Rollen vereinen soll: Trainer, Coach, Berater, Enabler und Schiedsrichter.

Expertinnen im Gespräch

Mehr zu Spielregeln und einem wertschätzenden Miteinander erfährst du in meinem Interview.

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Britta Balogh
Britta Balogh ist seit über 20 Jahren selbstständig. Als Karrierecoach, Speakerin und Autorin unterstützt sie Führungskräfte, die auf ihrem beruflichen Weg vorankommen wollen. Ihr Label lautet ebenso wie der Titel ihres Ratgebers: „Benimm ist in!“ Darin beschreibt sie, wie Business-Etikette, Kommunikation und Soft Skills die Karriere beflügeln. In ihren Blogbeiträgen untersucht sie die Kommunikation in Unternehmen und gibt Hinweise für Führungskräfte und Personalentwickler. Foto: © David Sonntag

2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Balogh,
    Ihre Analogie zum Fußball gefällt mir gut. Ein homogenes Team lebt mit und durch unterschiedlichen Typen und Persönlichkeiten. Im Fußballspiel regelt sich das meiste durch situatives Handeln und innerhalb der Mannschaft.
    Ein Coach außerhalb des Spielfelds hat in der Situation leider wenig Optionen, direkt einzugreifen.
    Seine Aufgabe ist es, die Spieler vorzubereiten, Stärken zu stärken und die Teammitglieder mit einer klaren Rollenzuordnung ins Spiel zu schicken. Die Taktik wird vor dem Spiel besprochen, im Spiel muss dann jeder Spieler in der Situation und nach seinen Fähigkeiten im Moment entscheiden. Oft ist es im Spiel entscheidend, dass ein Spieler etwas außergewöhnliches macht – sei es im positiven wie im negativen Sinn.
    Positiv – durch eine Einzelleistung wird ein Tor erzielt; negativ – ein Fehlpass wird gespielt. In beiden Fällen ist es dann notwendig, innerhalb des Teams auf dieses Ereignis zu reagieren. Eine Auswechslung nach einem Fehler ist da oft nicht die richtige Konsequenz (zumal Fehler je nach Spielposition unterschiedliche Auswirkungen haben können).
    Die Rolle einer Führungskraft kann nicht alle die von Ihnen genannten Aufgaben enthalten – am wenigsten die des Schiedsrichters.

    • Sehr geehrter Herr Teufel,

      vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar zu unserm Expertinnengespräch. Sie haben völlig recht, es ist für eine Führungskraft kaum möglich, alle Anforderungen zu erfüllen. Dennoch stehen sie im Raum. Und hinsichtlich der Rolle des Schiedsrichters im Business ist es besonders schwierig sie einzunehmen und im Allgemeinen ja auch nicht gewünscht. Das Team soll sich im Rahmen der Unternehmenskultur selbst regulieren. Ebenfalls keine leichte Aufgabe, aus der sich die Führungskraft nicht herausziehen kann.

      Viele Grüße
      Britta Balogh

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