Warum Online-Kurse ein Plus für Unternehmen sind

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Warum Online-Kurse ein Plus für Unternehmen sind
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Du willst Glaubwürdigkeit und Reichweite deines Unternehmens erhöhen? Dann können Online-Kurse das Instrument der Wahl sein. Hier erfährst du, warum.

Für den Erfolg eines Unternehmens ist Glaubwürdigkeit ein entscheidender Faktor. Schon der erste Eindruck im Internet kann für eine spätere Kaufentscheidung ausschlaggebend sein.

Online-Kurse sind ebenso wie die Homepage ein wirksames Mittel, um Glaubwürdigkeit, Reichweite und Experten-Status zu erzeugen. Aber das ist nicht der einzig mögliche Benefit: Mit einem Online-Kurs kannst du den Verkauf eines großen Produktes vorbereiten, indem du zunächst einen kleinen Teil des Produktes anbietest.

Kaufargument Glaubwürdigkeit

Angenommen, du bist SprachlehrerIn. In einem ersten Kurs bietest du das Erlernen der wichtigsten Redewendungen für eine Reise nach Italien an. Diejenigen, die deinen Kurs buchen, sind begeistert – und kaufen nun den gesamten Anfängerkurs Italienisch.

Indem du hilfreiche, wichtige und neue Inhalte in einen Onlinekurs gießt, schaffst du sofort Nutzen. Hilfreiche Lösungen bereiten potenzielle KundInnen auf einen größeren Kauf vor. Und das gilt bei Weitem nicht nur für einen so klassischen Bereich wie Sprachunterricht, sondern lässt sich auf fast jede Branche übertragen.

Mit gut gemachten Online-Kursen können UnternehmerInnen die eigene Botschaft durch Lernprozesse verbreiten.

Online-Kurse innerhalb des Unternehmens

Innerhalb des Unternehmens können Online-Kurse dazu genutzt werden, betriebsinternes Wissen an MitarbeiterInnen weiterzugeben. Ein Beispiel: Dein Unternehmen ist im vergangenen Jahr so stark gewachsen, dass du sieben zusätzliche MitarbeiterInnen einstellst.

Alle müssen jetzt möglichst schnell und am besten gleichzeitig deine Botschaft, den IT-Bereich der Firma u.v.m. kennenlernen. Statt nun mit hohem Zeitaufwand sieben Köpfe (und in Zukunft weitere) einzeln zu füllen, erstellst du einen Onlinekurs. Der hat den Vorteil, auch dann noch zu existieren, wenn du schon deine Nummer acht einweisen musst.

EXTRA: Weiterbildung 2.0: Sind Online-Kurse das Richtige für mich?

Vor der Realisierung

Von Bedürfnissen und Sehnsüchten

Wenn du dich ernsthaft mit dem Gedanken trägst, einen Online-Kurs zu entwickeln, solltest du dir Gedanken darüber machen, wen du erreichen willst.

Welche Probleme haben die Wunsch-AdressatInnen, welche Sehnsüchte, welche Ängste?

Die Bedürfnisse der Wunsch-KundInnen müssen glasklar identifiziert werden, um im nächsten Schritt zu klären, wie diese erkannten Probleme gelöst, die Sehnsüchte erfüllt werden können. Kurz: Du musst wissen, welche Lösung genau dieser Online-Kurs deiner Kundin oder deinem Kunden bringt.

Vorsicht Wissensfalle!

Bei der Konzeption von Online-Kursen wird fast immer ein Fehler gemacht, vor dem ich nur warnen kann: Plötzlich geht es nur noch um die Präsentation des eigenen Wissens. Der Experte oder die Expertin erzählt alles Wichtige zum Thema in geballter Form, packt möglichst viel in die verfügbare Zeit. Das führt aber zu Abbruchquoten von bis zu 97 Prozent. Die überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen macht solche Online-Kurse nie zu Ende.

Deshalb geht es im zweiten Schritt um den Aufbau und die Auswahl der Medien für die einzelnen Lektionen. Ist das geklärt, muss für diese Lektionen eine sinnvolle Binnenstruktur gefunden werden.

Von der Wichtigkeit der Binnenstruktur

Begonnen wird einem spannenden Hook, dann kommt die Überleitung zu einem klaren Resultat, gefolgt von einer relevanten Story. Nach der Story folgen die Lerninhalte. Diese wiederum werden mit einer aktiven Aufgabe verbunden, so dass die TeilnehmerInnen etwas tun müssen. Nur Zuhören und Zuschauen reicht nicht.

Der Erfolg eines Online-Kurses bemisst sich daran, ob die TeilnehmerInnen das Gelernte am Ende tatsächlich umsetzen können – und nicht an den Verkaufszahlen. Denn nur zufriedene Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dich und deinen Kurs weiterempfehlen.

Der nächste Schritt ist das Erstellen der Unterlagen für die einzelnen Lektionen. Dann geht es an Aufnahme und Produktion des Videos und schließlich wird, in einem letzten Schritt, das Material auf eine Online-Plattform hochgeladen, die den Kurs später ausliefert.

Welche Plattform darf es sein?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Die meisten bieten nicht viel mehr als ein kleines YouTube-Video mit einem Zaun drum herum damit niemand schauen kann, der nicht bezahlt hat.

Da ich für eine abwechslungsreiche Binnenstruktur und den Einsatz unterschiedlicher Medien plädiere, empfehle ich darum Plattformen, die auch Gamification bieten. Damit wird ein Online-Kurs auch auf der technologischen Ebene wirksamer.

Ein wirksamer Kurs erhöht die Wirksamkeit der Botschaft des Unternehmens. Und darum geht es schließlich.

Nach der Realisierung

Die richtige Plattform ist ausgewählt, der Kurs erstellt. Jetzt gilt es, TeilnehmerInnen zu finden. Auch da gibt es mehrere Möglichkeiten. Anzeigen bei Facebook oder auf Youtube sind zwei davon, Content Marketing mit regelmäßigen hilfreichen Posts auf LinkedIn eine dritte.

Ein gut gemachter Online-Kurs wird sich verkaufen. Und er ist ein Asset, das für die Firma arbeitet, auch dann, wenn der Chef oder die Chefin gerade schläft, im Urlaub oder mit anderen Dingen beschäftigt ist. Ein solcher Kurs ist auch hervorragend dafür geeignet, Teile des Unternehmens zu skalieren.

Tom Freudenthal
Tom Freudenthal beschäftigt sich seit 45 Jahren mit dem Thema Lernen. Er ist Rundfunk-Journalist und Therapeut und hat 2001 das Speed-Learning-System Centered Learning entwickelt. Seit 2017 bringt er Trainer*innen, Coaches und Berater*innen bei, wie sie Online-Kurse erstellen, die ihren Kund*innen nicht nur Lernspaß, sondern vor allem auch nachhaltigen Erfolg bringen. Das Ergebnis: Kurse, die zu Bestsellern werden. Damit stellt er sich gegen den Trend, der angeblich so leicht erstellten Kurse, die aber zu 97 Prozent nicht zu Ende geführt werden.

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