Verkaufen ist kein Marathon: 5 Anti-Stress-Tipps für Verkäufer

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Verkaufen ist kein Marathon: 5 Anti-Stress-Tipps für Verkäufer
© Andrea Piacquadio - pexels.com

Als VerkäuferIn kennst du das: Eine immense Hektik treibt dich an. Du sollst vorgegebene Umsatzziele erfüllen, dafür möglichst viele Termine bzw. Gespräche absolvieren und ganz nebenbei auch noch den täglichen organisatorischen Aufwand bewältigen. Und natürlich: verkaufen. Kein Wunder, dass du dich manchmal verzettelst, zu viele Dinge gleichzeitig anfängst und zu wenig zu Ende bringst.

Verkaufen in Stockwerken: Das Zeitmanagementhaus

Wie aber kannst du in turbulenten Zeiten klar und fokussiert bleiben? Für einen Teil der täglichen Herausforderungen leistet das klassische Zeitmanagement Hilfestellung. Im Zeitmanagementhaus (siehe Grafik), findest du in fünf Stockwerken eine klare Struktur, um deine Zeit bestmöglich zu nutzen. Zeit ist nicht nur Geld, sondern vor allem Leben!

4. Stock: Leitbild

Ganz oben im 4. Stock, ist dein Leitbild zuhause – deine persönliche Vision. Beantworte zentrale Fragen und verschaffe dir einen Überblick über dein Tun:

  • Warum verkaufe ich eigentlich?
  • Welche Werte und Grundsätze sind mir dabei wichtig?
  • Welche Stärken bringe ich in mein tägliches Schaffen als VerkäuferIn ein?

Deckt sich dein eigenes Leitbild mit dem Verkaufsberuf, ist dieser nicht nur ein Job, sondern Berufung. Eine gute Voraussetzung dafür, dass du im Flow verkaufst und nicht so schnell den Überblick verlierst.

3. Stock: Ziele

Ein Stockwerk tiefer – im 3. Stock – befinden sich deine Ziele. Möglichst selbst gesteckt und nicht fremd gegeben. Behalte sie tagtäglich im Blick, um die Sinnhaftigkeit deines Tuns nicht aus den Augen zu verlieren.

2. Stock: Aufgaben

Im 2. Stock „wohnen“ deine Aufgaben. Sie sind im Idealfall die abgeleiteten Maßnahmen aus deinen Zielen. Das ist wichtig, um den Fokus zu behalten.

1. Stock: Zeitplanung

Kennst du deine Aufgaben und Prioritäten, kannst du im 1. Stock deine Zeit planen, indem du die Länge der einzelnen Aufgaben abschätzt und dann die Tage sinnvoll füllst. Verplane nicht zu viel Zeit, um flexibel zu bleiben, also genügend Spielraum für schnelle Entscheidungen zu haben. Dieser „Zeitplan-Stock“ bestimmt wesentlich über deine Produktivität.

Erdgeschoss: Ressourcen

Das Erdgeschoss schließlich beherbergt deine Ressourcen. Dein Fundament besteht aus deinen Fähigkeiten, Arbeitsmitteln, Menschen und deiner eigenen Energie.

In fünf Stufen zu besserem Zeitmanagement

Damit du beim Verkaufen klar und fokussiert bleibst, gilt es beim „Begehen“ der einzelnen Stockwerke ein paar wesentliche Dinge zu berücksichtigen:

1. Die Hauptaufgaben

Du musst deine Hauptaufgaben kennen und um deren Beitrag zur Zielerreichung wissen. Dann bestimmen diese den Kurs der Zeitstrategie und das Zeitbudget. Freunde des Mindmappings machen sich eine „Landkarte“ der Hauptaufgaben, schreiben die übergeordneten Ziele farbig dazu oder kennzeichnen sie mit einem Symbol. Wenn du eher linear denkst, erarbeite dir einen Masterplan mit den Hauptaufgaben als Teilprojekte. Er bildet eine gute Grundlage und Struktur für die Auflistung der wöchentlichen Aufgaben.

2. Die To-do-Liste

Um dich nicht zu verzetteln, solltest du alle anfallenden Aufgaben sammeln, beispielsweise in einem CRM-System, in den Outlook-Aktivitäten, in einer Mindmap, auf einer Liste oder in einem Notizbuch. Der E-Mail Eingang kommt noch als To Do Quelle hinzu. Hier gilt: E-Mails, die du in 3 – 4 Minuten beantworten kannst, werden sofort erledigt, alle anderen in ein To Do verwandelt. Außerdem wichtig für die To Do Liste ist: nur ein Format. Dieses solltest du immer dabei haben und stets aktuell halten.

3. Die Zeitstrategie

Sind alle Aufgaben aufgelistet, gibt es einen Must-Termin am Ende der Woche: den Zeitpunkt der strategischen Planung der nächsten Woche. Frage dich:

  • Was sind die wichtigsten Projekte und Beiträge zur Zielerreichung in der nächsten Woche?
  • Wann kannst du diese strategisch gut erledigen?

Blocke dafür einen Fixtermin mit dir selbst. Die Durchführung dieses Termins ist zwingend, allenfalls der Zeitpunkt ist im Laufe der Woche schiebbar. Das stellt sicher, dass selbst in turbulenten Wochen die wichtigsten Aufgaben erledigt werden.

4. Die Tagesschau

Das klassische Zeitmanagement empfiehlt am Ende eines jeden Tages zu kontrollieren, was erledigt wurde und was verschoben werden muss. Leider wird dabei der Fokus auf das Nichterledigte gerichtet. Deshalb frage dich lieber, was du heute geschafft hast und was geglückt ist. Der tägliche Positiv-Check im Rahmen der eigenen „Tagesschau“ hilft, die positive Rückschau als Strategie für den Folgetag zu adaptieren. Was konntest du heute alles verkaufen?

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5. Ressourcen einteilen

Computer können Multitasking, Menschen aber nicht! Zu viele angefangene Aufgaben kosten zu viel Energie und du verlierst den Überblick. Die eigene Produktivität lässt sich steigern, indem du mit Selbstdisziplin angefangene Dinge zu Ende bringst. Alle am Ende eines Arbeitstages noch offenen Aufgaben werden sofort auf die To-Do-Liste übertragen bzw. gleich mit einem Termin zur Erledigung im Kalender versehen.

Letzter Tipp: Wenn du ab und zu einmal „Nein“ sagst, dann hat Verzetteln keine Chance mehr.

Sandra Schubert
Sandra Schubert ist nicht nur leidenschaftliche Verkäuferin, sondern auch Impulsgeberin in Sachen Verkaufen 4.0. Als erfahrene Expertin für Vertrieb, Positive Psychologie und Zeitmanagement im Verkauf „schubst“ die Fachbuchautorin ihre Teilnehmer mit Hilfe von Seminaren und Vorträgen buchstäblich zum Verkaufserfolg. Die Rosenheimerin ist deshalb national und international einfach als „die SCHUBs“ bekannt. Sie gehört zu Deutschlands beliebtesten Verkaufsreferenten (Professional Speaker GSA/SHB).

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