Anti-Corona-App: Lebensretter oder totale Überwachung? [Studie]

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Anti-Corona-App: Lebensretter oder totale Überwachung? [Studie]
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Big Brother is watching you? Jüngst hat man allen Grund, an dieses von George Orwell entworfene Szenario, eine allgegenwärtige staatliche Überwachung, im (nicht mehr ganz) normalen Alltag zu denken: Es geht natürlich um die kontrovers diskutierte Smartphone-App, in der an COVID-19 erkrankte User registriert und geortet werden sollen, um die rasante Ausbreitung der Pandemie weiter einzudämmen. Ein sinnvolles Gadget, um Leben zu retten – oder die totale Überwachung à la Orwell? Hier scheiden sich die Geister.

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Bei einer aktuellen Umfrage von YouGov holte man sich die Meinung von 2.258 Personen ab 18 Jahren ein. Wie die Infografik zeigt, halten sich die Ansichten mehr oder weniger die Waage: Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) erklärt sich dazu bereit, die neue App zu installieren, und weitere 19 Prozent könnten sich es zumindest vorstellen. Dagegen sprechen sich ganze 29 Prozent mit einem klaren Nein gegen eine Installation der „Anti-Corona-App“ aus; 14 Prozent antworten mit „eher Nein“.

Umfrage zur „Anti-Corona-App“ in Deutschland

Infografik: Deutsche sind beim Thema

Doch wie funktioniert die App? Zunächst: Während es sich hierzulande bislang nur um einen Entwurf handelt, kommen sogennante „Anti-Corona-Apps“ in anderen Ländern, wie Isreal, Polen oder Österreich, bereits zum Einsatz. Die geplante App soll Handydaten anonymisiert speichern und damit Personen warnen können, die sich in der Nähe von Infizierten aufgehalten haben. Was heißt das konkret? Grundsätzlich gilt, dass niemand identifiziert werden kann, der nicht freiwillig eine Infektion meldet. Generell sollen möglichst wenig Daten erfasst werden, verspricht das Rote Kreuz, in dessen Händen die Entwicklung der App liegt: Dabei handelt es sich um die Mobiltelefonnummer, die nach 30 Tagen wieder gelöscht wird, sowie eine „einzigartige Nutzerkennung“, die allerdings nicht mit anderen Daten verknüpft sei. Somit sollen weder topografische Bewegungen noch soziale Kontakte der Registrierten nachvollzogen werden können.

Und was sagt das Web zum Thema? Wir haben ein paar Stimmen aus den Weiten von Twitter eingefangen…


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