„Smalltalk“: So kommst du leichter ins Gespräch [Rezension]

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„Smalltalk“: So kommst du leichter ins Gespräch [Rezension]
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Warum ist Smalltalk so bedeutend? Smalltalk ist wichtig, um Kontakte zu knüpfen. Taktisch kluger Smalltalk kann die Atmosphäre auflockern und deine Karriere vorantreiben, indem du langfristig Beziehungen aufbauen kannst. Folglich ist es mehr als eine unnütze Sache.

Doch wie mache ich Smalltalk und welche Themen eignen sich (nicht)? Was sind die größten Fehler und Fauxpas während einer leichten Konversation? Diese Fragen beantwortet die Autorin Magda Bleckmann in ihrem Buch „Smalltalk: Wie introvertierte Menschen ihre Stärken erkennen und leichter ins Gespräch kommen“.

Das Buch erschien 2019 im Goldegg Verlag und umfasst 240 Seiten. Dabei ist dies nicht das Erstlingswerk der Autorin. Mit dem Werk „Die geheimen Regeln der Seilschaften” hat sie bereits gezeigt, dass Netzwerken kein Freizeitvergnügen ist.

Smalltalk: 7 Tipps, um in zwei Minuten zu begeistern

Das Buch umfasst das gesamte Spektrum des Smalltalks: von Achtsamkeitsübungen zum Überreichen der Visitenkarte bis hin zu Kardinaltugenden, um aus jeder Situation das Beste zu machen. Aufgrund des großen Umfangs Buch werden im Folgenden nur sieben Tipps aufgezählt, wie du dich richtig vorstellst:

  1. Lasse andere deine Begeisterung spüren: Du kannst nur andere Menschen überzeugen, wenn du selbst davon überzeugt bist. Begeisterung ist ansteckend! Stelle dir also die Frage, was dich begeistert.
  2. Verwende Zauberwörter: Darunter zählen Sätze wie „Ich sorge für…“, „Ich kümmere mich um… “, „ Ich bin verantwortlich für…“ oder „Ich unterstützte bei…“. Verspreche einen Nutzen, um zu überzeugen.
  3. Schreibe deine Vorstellung auf: Wenn du deine Begrüßung schriftlich festhältst, kannst du diese leichter korrigieren. Beginne mit deiner geschäftlichen Erfahrung und frage dich, was dein USP und dein Nutzen ist.
  4. Sei flexibel: Verwende unterschiedliche Ansätze, denn du benötigst keine Lösung für jede Situationen. Gehe verschiedene Szenarien wie ein Job-Interview oder ein Verkaufsgespräch durch und überlege dir mehrere Begrüßungsvarianten.
  5. Der erste Eindruck entscheidet: Dein Anfang sollte Neugierde wecken. Hierbei könntest du dich Fragen, welche Themen deine Zielperson interessieren.
  6. Bleibe ehrlich: Eine perfekte Vorstellung hilft dir nicht, wenn du das enthaltene Versprechen nicht erfüllen kannst. Du solltest dich wohlfühlen und nicht gekünstelt wirken.
  7. Üben, Üben, Üben: Deine Vorstellung kann nur so gut wie dein Auftritt sein. Stelle dich vor einen Spiegel, um deine Sprachtechnik, Gestik und Mimik zu verbessern. Zudem kannst du dich aufnehmen oder deine Präsentation einem guten Freund oder einer guten Freundin zeigen.

Preis & Information*

Buchtipp: SmalltalkSmalltalk: Wie introvertierte Menschen ihre Stärken erkennen und leichter ins Gespräch kommen

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: GOLDEGG, 1. Mai 2019
Preis: 12,95 €

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Aufbau, Kapitel und Sprache

Insgesamt besteht das Buch aus 27 Kapiteln, welche sich an dem deutschen Alphabet orientieren. Das erste Kapitel lautet beispielsweise „Am Anfang jeder Beziehung steht der Smalltalk“, während das vorletzte Kapitel „Zuhören oder die Welt im Ohr“ das Buch inhaltlich beendet. Zum Schluss erhalten die LeserInnen im letzten Kapitel „Und wie geht es weiter?“ noch einige Networking Tipps, welche als Vorgeschmack für ein weiteres Buch der Autorin dienen.

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Der Kapitelaufbau könnte strukturierter sein, da sich beispielsweise die Buchstaben „A“ und „W“ doppeln. Prinzipiell stört die Anordnung jedoch nicht den Lesefluss, zumal ein roter Faden vorhanden ist. Darüber hinaus verweist die Autorin mehrmals auf Kapitel, welche die RezipientInnen bereits gelesen haben. Als Beispiel gilt hier der Satz „Dazu siehe auch das Kapitel »B wie Berufstalk«“, welcher im sechsten Kapitel „Eisbrecher oder der erste Schritt“ eingebunden ist und auf das dritte Kapitel verweist. Diese Anmerkungen können schnell für Verwirrung sorgen.

Die Autorin verwendet die Anrede „Sie“, wodurch sie die Höflichkeitsform für die LeserInnen wählt. Außerdem benutzt sie keine geschlechtergerechte Sprache

Fazit: Smalltalk ist erlernbar

Magda Bleckmann erzählt zugängliche Geschichten aus ihrem Leben wie beispielsweise die anfängliche Nervosität vor ihrem ersten Vortrag vor einem großen Publikum. Aber auch Geschichten von berühmten Persönlichkeiten fließen in dem Buch mit ein. Exemplarisch ist die Geschichte wie der Apple-Gründer Steve Jobs den damaligen Marketing-Chef von Pepsi-Cola, John Sculley, abgeworben hat – dies gilt bis heute als bester Elevator Pitch.

Zudem schafft sie es spannende Fun Facts geschickt einzubauen, auch wenn die Thematik scheinbar nicht zum Smalltalk passt. Wusstest du beispielsweise, dass sich schwitzige Hände entwicklungsgeschichtlich begründen lassen? Mit feuchten Händen kann man aufgrund der verbesserten Bodenhaftung schneller fliehen.

Bleckmann arbeitet geschickt Zitate und Interviews ein, um ihre Argumente zu untermauern. Darunter ist ein von ihr geführtes Interview mit dem Kabarettist Carsten Höfer, welcher sieben Humorfallen aufzählt, in welche man während einer Konversation leicht hineintappen kann.

Auffällig ist, dass die Autorin insgesamt sieben Mal Werbung für sich macht, indem sie ihre E-Mail-Adresse oder die URL ihrer Website einbindet. Dies hätte auch am Anfang und am Ende gereicht, da es an manchen Stellen etwas unpassend wirkt.

Das Buch richtet sich an Personen, welche sich selbst als introvertiert und ruhig bezeichnen würden. Es zeigt verschiedene Wege auf, um Smalltalk zu erlernen. Außerdem eignet es sich für extrovertierte Menschen, welche praktische Tipps erhalten möchten, um ihren Smalltalk zu verbessern.

Ein umfangreiches Buch, das sein Versprechen hält – Perfekt, um leichter mit Menschen ins Gespräch zu kommen

Über die Autorin

Mag. Dr. Magda Bleckmann hat Betriebswirtschaftslehre an der Universität Graz studiert.

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Frederike Engelhardt
Frederike Engelhardt absolvierte von 2018-2021 ihr duales Studium bei unternehmer.de. Sie war in der Redaktion tätig und schrieb u.a. zu den Themen Finanzen, Management und Recht Außerdem war sie für Social Media sowie diverse SEO-Maßnahmen zuständig. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie zum Thema Snippet-Optimierung, welches zum Fachgebiet SEO gehört.

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