Money-Mindset: Reichtum entsteht im Kopf

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Money-Mindset: Reichtum entsteht im Kopf
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Das Gehirn ist das schwerste Organ im menschlichen Körper. Mit gezieltem Gedankentraining beeinflusst du nicht nur was du denkst, sondern auch, was du fühlst. Und das kann dich reich machen.

Geld ist ein komplexes Thema. Die meisten wollen es haben, viele haben reichlich und andere eher wenig und werten es ab. Psychologisch ist das nachvollziehbar, denn die zwei hauptsächlichen Emotionen rund um das Thema Geld sind Angst und Habgier. Beide verhindern eine langfristig gesunde Geldbeziehung und machen es fast unmöglich, erfüllt und erfolgreich zu sein. Wer wenig Geld besitzt, hat oft Sorgen und unerfüllte Bedürfnisse, wer viel Geld besitzt hat oft Angst es wieder zu verlieren.

Pro Tag denkst du zwischen 50.000 bis 60.000 Gedanken. Der Großteil dieser Gedanken läuft automatisch ab, du nimmst sie gar nicht bewusst wahr.

Gedankenmuster wiederholen sich in Endlosschleife

Tag für Tag laufen bei dir dieselben Gedankenmuster auf Autopilot ab, die dazu führen, dass auch immer wieder dasselbe passiert. Ende des Monats ist dein Konto leer, ab und zu platzt eine Lastschrift, du lebst so vor dich hin. Oder du bist es gewohnt, immer Geld zu haben, ein Kontostand unter 20.000 Euro macht dich nervös. Auch das wird sich immer wieder wiederholen.

Wie gut deine Gedanken rund um Geld und Erfolg wirklich sind, lässt sich immer am Ergebnis ablesen. Ist das Ergebnis nicht das Gewünschte, gibt es noch Raum zur Entwicklung.

„Ob du glaubst du schaffst es oder du glaubst du schaffst es nicht, du wirst in beiden Fällen Recht haben.“

Dieser Satz von Henry Ford besitzt eine immense Kraft, die zeigt wie wichtig die innere Haltung, die Kraft der Gedanken für den Erfolg eines jeden Menschen ist. Denn wer an sich und seinen Erfolg glaubt, tritt ganz anders auf als ein Mensch, der vor allem das mögliche Scheitern im Blick hat.

Glaubenssätze zum Thema Geld

Dein Money-Mindset lässt sich mit der Temperatur eines Thermostats vergleichen. Es kommt darauf an, auf wieviel Grad du unbewusst programmiert bist. Entsprechend deiner Betriebstemperatur wirst du bestimmte Dinge tun oder lassen.

Damit du in Zukunft bewusster mit dem Thema Geld umgehst und metaphorisch deine Temperatur erhöhen kannst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

  • Was bedeutet Geld für dich?
  • Wie denkst du über reiche Menschen?
  • Sind es für dich einfach Menschen mit Geld oder hältst du sie für oberflächlich, korrupt und gemein?
  • Hast du eine Ablehnung gegen viel Geld oder eventuell auch Angst dein Erspartes einmal zu verlieren?
  • Kümmert dich Geld überhaupt oder ist es einfach nur (nicht) da?

Wichtig ist, dass viele dieser Gedankenmuster aus unserer Vergangenheit kommen. Ich bin mit einer Familie mit komplexen Geldmustern aufgewachsen. Ich habe oft mitbekommen, wie meine Mutter im Job von einer einflussreichen und sehr wohlhabenden Frau schlecht behandelt wurde. Mich hat das jahrelang geprägt. Ich war deshalb viel in Jobs mit sozialen Aspekten unterwegs. Reichtum war für mich früher schlicht unsozial. Zum Glück konnte ich das ändern, denn unsere Gedanken sind veränderbar und somit auch die Ergebnisse.

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Übungen zum Money-Mindset

Menschen lernen über Konditionierung, mündliche Prägung und spezifische Erlebnisse. Ein Großteil der Geldglaubenssätze sind bereits ungefiltert als Überzeugungen in dein Unterbewusstsein gewandert, bevor du sieben Jahre alt warst.

1. Nimm dir 15 Minuten Zeit und schreibe alles auf, was du über Geld, Reiche und Reichtum denkst und überlege, woher diese Gedanken kommen. Was hat dich geprägt?

2. Denke darüber nach, welche Sätze zu Geld dich geprägt haben:

  • Geld macht nicht glücklich.
  • Über Geld spricht man nicht.
  • Ich bin doch nicht Krösus.

3. Wenn du damit fertig bist: Überlege dir, ob diese Gedanken und Glaubenssätze wirklich wahr sind. Macht Geld wirklich nicht glücklich? Frage dich, ob diese Gedanken dich weiterbringen und ob du so wirklich über Geld denken und fühlen willst.

  • Ist es funktional für dein Ziel Geld abzulehnen?
  • Ist es funktional für dein Ziel Angst vor Geldverlust zu haben?
  • Oder hast du starke Verbindungen zum Thema Macht, Einfluss, Anerkennung oder Liebe in Kombination mit Geld?

4. Entscheide neu!

Das Beste an unseren Gedanken ist, dass wir sie jederzeit verändern können.

Wir können uns einfach entscheiden, ob das, was wir einst als wahr erachtet haben wirklich weiterhin wahr sein soll. Wenn du auflöst, was sich hinter deinen Geldgedanken verbirgt, kannst du dich entscheiden, neue, förderliche Gedanken zu denken und dich wahrhaft reich zu denken – denn deine Gedanken werden deine Handlungen maßgeblich beeinflussen.

5. Im letzten Schritt sei ehrlich zu dir: Geld ist messbar. Du kannst also einen direkten Zusammenhang zwischen deinen guten Geldgedanken und deinem Kontostand sehen. Ist er so, wie du ihn dir wünschst? Wenn nicht, dann kannst du deine Haltung zu Geld weiter verändern.

Was ein positives Money-Mindset verändert

Wer im Kundengespräch völlig vom eigenen Wert überzeugt ist und weiß, was er oder sie wert ist, wird ganz andere Preise aufrufen als jemand der sich schlecht fühlt, überhaupt Geld für seine Leistung zu verlangen. Wer davon überzeugt ist, dass es nicht genug Geld auf der Welt gibt, wird eher kleinere Preise aufrufen und sich in Verhandlungen schneller geschlagen geben. Bist du dagegen völlig sicher, was du wert bist und was du willst, dann merkt das auch dein Verhandlungspartner.

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Wenn du eine bestimmte innere Haltung zu Geld eingenommen hast, dann kannst du es annehmen, wertschätzen und ebenso gut wieder investieren und vermehren. Das macht dich glücklich und frei im Umgang mit Geld und im besten Fall auch ziemlich wohlhabend.

Jackie Sharon Tamblyn
Die Sozialpsychologin ist Business-Coach und Gründerin der ALL IN ACADEMY. Sie hat sich darauf spezialisiert, Frauen erfolgreich in die Online-Selbstständigkeit zu begleiten und ist als Unternehmerin und Business-Mentorin Expertin für Erfolgspsychologie, Money-Mindset und Businessentwicklung.

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