Taten statt Tränen: So meisterst du den Corona-Marathon

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Taten statt Tränen: So meisterst du den Corona-Marathon
© Goffkein - stock.adobe.com

Unsicherheit macht sich breit bei vielen Führungskräften und Unternehmern. Und der gefühlt niemals endende Lockdown zehrt an den Nerven.

Vielen haben Fragen: Wie lange dauert der Lockdown? Wie geht es weiter? Was sind die langfristigen Folgen? Doch diese bleiben unbeantwortet. Niemand kann einem die Sicherheit gerade geben. Viele Menschen fühlen sich ohnmächtig, überwältigt und überfordert.

Und auch wenn man die Ausgangssituation nicht ändern kann, spielt sich vieles von den Ängsten und Sorgen im Kopf ab.

Wie du deine Gedanken, deine Ängste und Sorgen in den Griff bekommst, erfährst du mit diesen 5 Tipps.

1. Erlaube dir, alles zu fühlen

Oftmals denken wir, es gibt „schlechte“ Gefühle, die wir nicht fühlen dürfen. Wut, Frustration, Verärgerung. Dass wir das nicht fühlen dürfen, weil wer weiß, was das mit uns macht. Viele versuchen dann krampfhaft, positiv zu denken. Was ihnen nicht gelingt.

Und, was noch viel schlimmer ist, die Gefühle werden unterdrückt und kommen im ungünstigsten Moment wieder hoch und brodeln unkontrolliert aus uns heraus.

Dabei ist es viel besser, einfach allen Gefühlen, so etwas wie „positive“ und „negative“ Gefühle gibt es ohnehin nicht, freien Lauf zu lassen. Sie zuzulassen, sie zu fühlen, sie wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten.

Du kannst wie ein neutraler Beobachter auf sie schauen und dir denken „Ach spannend, schau mal, das beunruhigt mich also“ oder „Interessant, dass ich nervös werde, wenn etwas außerhalb meiner Kontrolle ist“.

Nimm deine Gefühle einfach wahr, ohne sie zu bewerten, und du wirst sehen, wie schnell sie sich dann auch wieder auflösen.

2. Sprich über deine Herausforderungen

Anstatt alles in dich hineinzufressen und vielleicht sogar von dir zu verlangen, dass du es alles alleine lösen musst, finde Wege, das Problem im wahrsten Sinne des Wortes zu „externalisieren“ – indem du darüber sprichst.

Das kann mit einem Kollegen, einem Vertrauten, dem Partner oder der Partnerin oder einem Coach oder Psychologen sein. Aber reden hilft. Weil wir das Problem aus unseren Köpfen herausholen.

Oftmals hilft es auch, ein Journal zu führen und die Dinge aufzuschreiben.

Hauptsache raus aus dem Kopf, wo unsere Gedanken es gerne mal noch grösser aufblasen und noch schlimmer machen.

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3. Wechsle die Perspektive

Du kennst sicher das Sprichwort „vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen“. Das passiert, wenn wir zu nahe am Problem sind. Und vielleicht sind wir sogar schon so nahe am Problem, dass wir schon Teil des Problems sind. Am einfachsten kannst du Abstand gewinnen, indem du die Perspektive wechselst.

Gerne kannst du mit folgenden Fragen experimentieren und schauen, was für dich passt:

  • Wie würde jemand von außen deine Lage beurteilen?
  • Was sagt ein 80-jähriger dazu?
  • Was würde Superman tun?

Erlaube dir, damit zu spielen und auch mal groß und verrückt zu denken. Es mag für deinen Verstand zunächst einmal unsinnig klingen (was hat denn Superman mit meinem Problem zu tun?), aber es hilft eben genau, diese neue, andere Perspektive auf die Situation einzunehmen.

Wie Einstein schon sagte:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

4. Richte den Fokus auf das Schöne

Wenn wir etwas schlecht sehen, tritt oftmals der sogenannte Halo-Effekt ein: Er beeinflusst unsere Wahrnehmung, so dass wir ausgehend von einer schlechten Sache plötzlich auch alles andere auch schlecht sehen.

Reflektiere daher bewusst, ob das auch bei dir der Fall ist. Und mache dir dann klar, dass dies nicht der Fall, sondern nur eine Illusion ist.

Richte den Fokus dann bewusst auf das Schöne:

  • Was fällt dir hierzu alles ein?
  • Was ist gut oder vielleicht großartig in deinem Leben?
  • Was lief richtig super?

Das braucht am Anfang etwas Übung, denn der Kopf funkt gerne dazwischen und will das alles zunichte machen. Prinzipiell tendieren wir ohnehin dazu, die negativen Dinge mehr zu gewichten und die positiven klein und nichtig zu machen.

Lass dich dennoch einfach mal darauf ein, was soll denn schon schief gehen, und beobachte neugierig, was sich alleine durch diese andere Einstellung in deinem Leben verändert.

5. Besinne dich auf deine Ziele

Ziele treiben uns an. Wenn wir sie uns setzen, wollen wir sie auch erreichen. Ob es nun 5 kg weniger auf der Waage, eine Gehaltserhöhung oder ein neuer Rekord beim Gewichtheben ist.

Ziele helfen uns, uns zu fokussieren. Und nicht wie ein Flummi wild durch die Gegend zu eiern.

  • Was sind deine Ziele?
  • Was willst du unbedingt erreichen?
  • Was treibt dich morgens aus dem Bett?

Werde dir wieder bewusst, warum du das eigentlich machst. Was deine Mission oder Vision ist. Wofür du stehst.

In dem Moment, wo du dich wieder auf dein Ziel besinnst, mobilisierst du ungeahnte Kräfte und Ressourcen in dir. Wir verlieren diese nur manchmal, weil wir uns im Klein-Klein des Alltags verlieren, ob wir jetzt die Maske aufziehen müssen oder nicht, ob der Abstand 1.5 m oder 2 m ist.

Sieh das größere Bild, besinne dich auf dein Ziel. Und dann volle Kraft voraus!

Katrin Bitterle
Katrin Bitterle arbeitet mit erfolgreichen, aber unglücklichen und gestressten Unternehmern zusammen und unterstützt sie, mit einfachen und äußerst wirkungsvollen Instrumenten und Tipps wieder mehr Lebensfreude, Zufriedenheit und Glück in ihr Leben zu bringen – und somit auch mehr Erfolg! Sie hat selbst erfahren was es bedeutet, wenn der eigene Körper irgendwann streikt und das Gedankenchaos im Kopf zu laut wird und einen irgendwann übermannt. Als Change Coach hat sie bereits über 2000 Führungskräften und Geschäftsführern geholfen, mit mehr Freude, Spaß und innerer Balance durchs Leben zu gehen.

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