Beziehungspflege: Liebst du deine Kunden?

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Provoziert dich diese Frage? Nein, dann bist du bereits Kundenliebhaber, herzlichen Glückwunsch! Wenn du die Frage mit ja oder „weiß nicht so recht“ beantwortest, dann solltest du ernsthaft über diese Frage nachdenken.

Ich bin mir sicher, dass du mit positiven Gedanken über deine Kunden eine viel tiefere Beziehung aufbauen kannst. Schließlich hast du da draußen nichts mehr zu verschenken und wir alle leben nun einmal von Kunden! Weiter behaupte ich:

Kunden brauchen nicht mindere Zuwendung wie dein Kind oder dein Partner.

Auf Dauer angelegte Kundenbeziehungen sind genauso zu hegen und zu pflegen. Das beste Negativbeispiel dafür sind verwaiste Kinder, die in ihrer Entwicklung zurückbleiben, weil sich kein Schwein um sie gekümmert hat. Willst du auch auf der Strecke bleiben, weil du dich nicht um deine Kunden gekümmert hast?

Und jetzt lade ich dich direkt ein, die Beziehung zu deinen Kunden auf den Prüfstand zu stellen. Hier eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, was du für deine Kunden tun kannst:

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1. Mach alles Unmögliche möglich, damit der Kunde sich wohl fühlt.

Das Geheimnis des klugen Verkaufens ist schnell gelüftet: Kunden kaufen gerne bei einem Anbieter, bei dem sie sich wohl fühlen, dem sie vertrauen, der ihnen die volle Wahrheit erzählt und reinen Wein einschenkt. Nicht gefragt sind Verkäufer, die einem ins Wort fallen oder gar übers Kreuz legen. Deshalb: Stelle eine Welle der Sympathie und Vertrautheit her! Und weißt du, woran du merkst, dass der Kunde gerne bei dir kauft? Ganz einfach, dein Kunde fängt an wie eine Katze zu schnurren.

2. Denk über deine Kunden jederzeit positiv.

Die Klaviatur der Einstellung bewegt sich häufig von positiv bis extrem negativ. Aber unterschätze diese Einstellung nicht! Wenn du über den Kunden hetzt und schlecht redest, ist schon alles vorbei. Achte unbedingt darauf, dass du Gerüchte und Vorurteile nicht ungeprüft übernimmst. Alles Negative, was du über deine Kunden inhalierst, schlägt sich auf die Kunden-Begegnung nieder. Denn du kannst nicht „nicht wirken“, das wusste schon Paul Watzlawick.

3. Werde Diener deiner Kunden.

Dienen kommt vor dem Verdienen. Deine Kunden machen den Umsatz und zahlen deine Gehälter! Betütele deine Kunden, schleiche um sie mit offenen Augen und Ohren herum, so wie das ein charmanter Kellner in einem gut geführten Restaurant tut. Wahre aber auf jeden Fall diskrete Distanz, denn aufdringlich willst du ja nicht sein.

Spüre in dich hinein und agiere, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

4. Berühre deine Kunden.

Heimliche Berührungen im Herzen deiner Kunden lösen Begeisterung aus. Denke an die Katze, die schnurrt, wenn sie gestreichelt wird. Oder im Klartext: Wenn du es schaffst, bei deinen Kunden eine Gänsehaut oder feuchte Augen zu erzeugen, dann weißt du, dass du den Kunden auf angenehme Art und Weise berührt hast. Heimlich berührt – sofort verführt! könnte man sagen. Fakt ist, dass ein berührter Kunde begeistert ist und gerne darüber spricht und letztendlich weiterempfiehlt.

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5. Biete einen „Mörder-Service“.

Oder anders ausgedrückt: Schaffe für deine Kunden „Mehr-Werte“, die er woanders nicht bekommt. Mach im Team Brainstorming, was du in jeder Kontaktstufe mit deinen Kunden bieten möchtest. Tipp: Halte diese Punkte auf jeden Fall schriftlich fest – sie sind wertvolles Geistesgut – und setze diese Punkte auch um. Dein Kunde wird es dir danken.

6. Und abschließend: Richte für jeden Kunden ein Gefälligkeitskonto ein und vergiss nicht auf dieses Konto fleißig einzuzahlen.

Das müssen nur kleine Aufmerksamkeiten sein, sozusagen kleine „ahas“, „ohos“, die deine Kunden ins Erzählen, ins Schwärmen bringen. Schließlich willst du doch auch, dass deine Kunden dich abgöttisch lieben und bei dir kaufen.

Verteile Komplimente, denn ein Kompliment ist verbaler Sonnenschein.

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